News 17.05.2017

Ausgeglichenes Versicherungsjahr

Lease Plan zieht für 2016 Bilanz

Lease Plan Deutschland hat das Kfz-Versicherungsjahr 2016 bilanziert: Eine Entwarnung im Bereich der Kfz-Kriminalität gibt es in der Teilkasko zwar noch nicht, erfreulich entwickelten sich hier aber die Kosten. Das bedeutet: Die einzelnen Schäden sind nicht so teuer wie im Vorjahr. Ganz anders sieht es in der Vollkasko aus.

Lease Plan Deutschland hat das Kfz-Versicherungsjahr 2016 analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass die Entwicklungen in der Teil- und in der Vollkasko sich gegenseitig aufgehoben haben. „Fuhrparkleiter haben in diesem Jahr noch einmal Glück gehabt, es ist kaum zu Ausreißern gekommen. Dennoch sehen wir eine unerfreuliche Entwicklung bei Vollkasko-Schäden. Schäden, die entweder durch mangelnde Aufmerksamkeit oder durch mangelnde Fahrzeugkontrolle verursacht werden, gehören derzeit zu den Kostentreibern. Das bedeutet, dass Fuhrparkleiter zukünftig ihre Schadenquoten noch deutlicher senken müssen als bisher, um Kosten zu sparen. Fuhrparkleiter, die keine Risk-Management-Maßnahmen einleiten, werden sich mittelfristig wohl leider auf steigende Schadenkosten einstellen müssen“, befürchtet Dieter Jacobs, Geschäftsleitung Fuhrparkmanagement bei Lease Plan Deutschland.

 - Dieter Jacobs, Geschäftsleitung Fuhrparkmanagement bei Lease Plan Deutschland.
Dieter Jacobs, Geschäftsleitung Fuhrparkmanagement bei Lease Plan Deutschland.
Lease Plan

Alleine im Jahr 2016 hat Lease Plan Deutschland knapp 44.000 Kfz-Schäden registriert, die Reparaturkosten verursacht haben. Darunter befanden sich rund 27.000 Vollkaskoschäden sowie knapp 17.000 Teilkaskoschäden. Fremdverschuldete Schäden werden in dieser Analyse nicht erfasst, da Lease Plan hier im Auftrag ihrer Kunden die Ansprüche gegenüber der gegnerischen Kfz-Versicherung geltend mache. Alle in dieser Pressemitteilung genannten Zahlen sind Mittelwerte, die der Leasinggeber für die spezifischen Schadenkategorien ermittelt, um entsprechende Analysen vorzunehmen.

Teilkasko: leicht sinkende Schadenfrequenzen

Im Jahr 2016 sind die durchschnittlichen Schadenaufwendungen in der Teilkasko von 227 Euro (2015) auf 214 Euro (2016) gesunken. Dies liegt zum einen daran, dass fast alle Schadenfrequenzen in der Teilkasko im Vergleich zu 2015 leicht abgenommen haben. Zum anderen sind die Schadenkosten pro Fahrzeug in drei Schadenkategorien deutlich gesunken.

Deutlichstes Beispiel waren Schäden durch Einbruch oder Diebstahl. Hier nahmen die Schadenkosten pro Fahrzeug im Vergleich zum Vorjahr um 12 Euro ab. Erfreulich entwickelten sich auch die Kosten bei Totalentwendungen, die von 11 Euro pro Fahrzeug (2015) auf acht Euro pro Fahrzeug (2016) zurückgingen – und zwar bei äußerst stabiler Schadenfrequenz. Schlusslicht in der Top-3 der sinkenden Schadenkosten in der Teilkasko waren Schäden durch Sturm und Hagel. Die Kosten sanken in diesem Bereich pro Fahrzeug um zwei Euro.

„Sinkende Kosten bei Einbrüchen und Totalentwendungen können entstehen, wenn sich Kriminelle eher Fahrzeugtypen zuwenden, die weniger gut geschützt sind. Das können entweder weniger hochwertige Fahrzeugmodelle sein oder Fahrzeuge, die nicht so hochwertig ausgestattet sind – zum Beispiel ohne eine Diebstahlwarnanlage“, analysiert Jacobs.

Einziger deutlicher Kostentreiber in der Teilkasko blieben im Jahr 2016 die Diebstähle von Navigationsgeräten. Bei identischer Frequenz zum Vorjahr stiegen die durchschnittlichen Kosten pro Fahrzeug von 40 Euro auf 46 Euro. „Hinsichtlich der Schadenfrequenz hoffen wir, dass bei den Diebstählen von Navigationsgeräten der Zenit erreicht wurde. Leider können wir im Bereich der Kosten angesichts der aktuellen Entwicklung jedoch noch keine Entwarnung geben“, fasst Jacobs zusammen.

Vollkasko: Auffahrunfälle steigen

Während sich die Teilkasko-Kosten insgesamt positiv entwickelten, war die Entwicklung in der Vollkasko im vergangenen Jahr weniger erfreulich. Die durchschnittlichen Gesamtaufwendungen pro Fahrzeug stiegen von 430 Euro (2015) auf 446 Euro (2016). In den absoluten Schadenaufwendungen pro Fahrzeug macht sich dies vor allem bei Rangierschäden bemerkbar. Bei nahezu unveränderter Schadenfrequenz im Vergleich zum Vorjahr stiegen hingegen die Schadenaufwendungen um fast elf Euro pro Fahrzeug.

Leicht gesunken ist zwar die Frequenz von Auffahrunfällen, doch auch hier gibt es keine Entlastung. Die Schadenkosten pro Fahrzeug stiegen um 4 Euro pro Fahrzeug. „Wir sehen hier einen Trend, der vielen Autohaltern gar nicht bewusst ist. Durch die zunehmende Automatisierung der Fahrzeuge, ist mehr Technik im Fahrzeug verbaut. Kommt es zu einem Schadenfall kann deshalb – leider – auch mehr beschädigt werden. Bisherige Bagatellschäden, können somit zum Kostentreiber werden“, erläutert Jacobs. Was ehemals ein bloßer Rempler an der Stoßstange war, führt heute zu einer beschädigten Rückfahrkamera oder einem defekten Abstandswarner.

Vollkasko: Relative Kosten steigen

In den Schadenkategorien „Fahrzeug setzte auf“ und „Fahrzeug ins Schleudern geraten“ stiegen die absoluten Kosten nicht besonders auffallend. Die prozentuale Schadenaufwendung je Fahrzeug nahm jedoch deutlich zu. Während Schäden, bei denen das Fahrzeug aufsetzte, sich absolut nur um 1,30 Euro pro Fahrzeug verteuerten, nahmen die Schadenkosten pro Fahrzeug prozentual im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent zu.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich in der Kategorie „Fahrzeug ins Schleudern geraten“ ab. Hier nahmen die absoluten Schadenkosten pro Fahrzeug um drei Euro zu. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Schadenkosten pro Fahrzeug jedoch um 26 Prozent. „An diesen Beispielen aus der Vollkasko sehen wir, dass der Faktor „Fahrer“ eine bedeutende Rolle spielt. Schäden, die durch mangelnde Fahrzeugkontrolle beziehungsweise durch mangelnde Aufmerksamkeit am Steuer entstehen, könnten vermieden werden. Präventive Risk Management Maßnahmen sind und bleiben ein wichtiger Faktor, um die Schadenkosten im Griff zu haben. In jedem Fall sollten Fuhrparkleiter in diesen Bereichen ihre Schadenquoten kennen – und entsprechend im Auge behalten. Nehmen solche Schadenfälle im eigenen Fuhrpark zu, dann müssen Fuhrparkleiter handeln. Immerhin hat das Unternehmen auch eine Sorgfaltspflicht gegenüber den Fahrern“, so Jacobs. hjm

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1 Kommentar zu "Ausgeglichenes Versicherungsjahr "

  1. jessica alex - 18.05.2017, 12:51 Uhr (Kommentar melden)

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