Fahrbericht 30.05.2017

Der Bestseller

Fahrbericht Kia Sportage 2,0 CRDI 185 GT-Line

Seit Januar 2016 rollt der Kia Sportage in der vierten Generation auf Deutschlands Straßen und bereitet seinem Hersteller seither große Freude. Schon in den ersten acht Monaten wurden von ihm mehr verkauft als von seinem Vorgänger im ganzen Jahr davor. 2016 waren es 18.143 Exemplare, womit der Sportage das mit Abstand bestverkaufte Modell von Kia ist; jeder zweite wird gewerblich zugelassen.

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Antrieb

Und bei dem anhaltenden Boom der Fahrzeugklasse SUV dürfte sich dieser Erfolg des neuen Kia Sportage weiter steigern lassen. Längst sind die geräumigen Alleskönner in dezenter Offraod-Optik auch in vielen Car policys angekommen, denn ihre unbestreitbaren Qualitäten wissen viele Dienstwagenfahrer ebenso zu schätzen wie Familien.

Bei unserem Testwagen leisteten wir uns den Top-Diesel, den 2,0 CRDI mit 136 kW (185 PS) – man gönnt sich ja sonst nix. Diese Maschine gibt es nur in den drei höchsten von insgesamt sechs Ausstattungsstufen. 185 Pferdchen sind natürlich eine Ansage und der Wagen enttäuscht die damit hoch gehängten Erwartungen in Sachen Leistungsentfaltung nicht.

Sauber und zügig lässt sich das manuelle Sechsganggetriebe beim Spurt hochschalten, wobei die Maschine nicht mit übertriebenem Lärm zu Werke geht. Trotzdem hätten wir bei einem Fahrzeug dieser Größe lieber die sechsstufige Automatik (1.900 Euro) an Bord gehabt als das manuelle Getriebe. Man sollte auf jeden Fall beide gegeneinander ausprobieren und sich dann für die gefälligere Variante entscheiden. Eine Merkwürdigkeit fiel uns noch auf, und zwar an der Ampel: Der Sportage hat keine Start-Stopp-Automatik, die Maschine bleibt also an.

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Fahrwerk

Gegenüber der Vorgängergeneration wurden laut Kia die Aufhängungspunkte des Fahrwerks verändert und die Radlager und Fahrwerksbuchsen steifer ausgelegt. Daraus resultieren eine höhere Fahrstabilität und eine deutlichere Rückmeldung auf Veränderungen im Straßenbelag. Für die von uns gefahrene Ausführung GT Line mit entsprechend sportlicherem Anspruch

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wurde darüber hinaus eine spezielle Fahrwerksabstimmung entwickelt, die dem Kompakt-SUV ein noch direkteres, sportlicheres Handling und ein etwas strafferes Fahrverhalten gibt. Für Vielfahrer kann dies ein wenig viel der Sportlichkeit bedeuten. Wie beim Getriebe gilt auch hier unser Tipp: Ausprobieren.

Sicherheit/UVV

Für den Schutz der Insassen sorgen sechs Airbags (Front- und Seitenairbags vorn sowie durchgehende Vorhangairbags), höhenverstellbare Kopfstützen an allen Sitzplätzen (vorn zusätzlich neigungsverstellbar), höhenverstellbare Sicherheitsgurte vorn, Gurtwarnsystem vorn und hinten sowie Isofix-Halterungen an den äußeren Rücksitzen. Ab Werk bringt der

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Sportage außerdem Stabilitätsprogramm, Bergfahrhilfen, Gegenlenkunterstützung, Gespannstabilisierung und aktive Reifendruckkontrolle mit. Je nach Ausstattungslinie und Wunsch gibt es außerdem einen autonomen Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Querverkehrwarner und Verkehrszeichenerkennung.

Im üppigen Kofferraum gibt es Platz für bis zu 1.492 Liter Volumen bei umgeklappter Rücksitzbank, vier Ösen dienen zum Verzurren von Ladegut. Negativ - wie bei fast allen SUV - ist uns die relativ hohe Ladekante aufgefallen. Posiitv vermerken wir eine kinderleicht aus- und einzubauende Abdeckung für den Laderaum.

Ergonomie/Qualität

Die Sitze wurden in unserer Testwagenkarte kurz und knapp mit einem doppelten Plus bewertet. Ab der Ausstattungslinie „Vision“, der dritten von insgesamt sechs, hat der Fahrersitz eine ganz hervorragende Lendenwirbelstütze. In allen Varianten ist die prima Mittelarmlehne vorne serienmäßig, unter der sich auch noch ein großes Staufach verbirgt. Die Sitzposition und das

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Lenkrad lassen sich perfekt einstellen, die Bedienung aller Instrumente wie auch der Audio-Navi-Einheit sind intuitiv zu bewerkstelligen. Leichte Abzüge gibt es in der B-Note für die Materialien, die bei der Konkurrenz meist höherwertiger daher kommen.

Kosten

Wir fuhren den Sportage in der zweithöchsten Ausstattungsstufe namens GT-Line, die schon sehr üppig ausgerüstet ist. Für sie werden ab Werk 37.390 Euro aufgerufen. Zu empfehlen wäre da fast nur noch das tolle elektrische Panoramadach für 900 Euro als Dreingabe. Positiv überrascht waren wir vom Verbrauchsverhalten unseres Testwagens, dessen Bordcomputer

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einen Verbrauch von 7,5 Liter anzeigte. Beim Stopp an der Zapfsäule zeigte sich dann aber ein Realverbrauch von 6,6 Litern. Angesichts der Herstellerangabe von 5,9 Litern ein sehr akzeptabler Wert. Daraus ergeben sich Gesamtkosten von 33,89 Cent je Kilometer (48 Monate/160.000 Kilometer).

Fazit

Der Kia Sportage ist in seinem SUV-Segment ein Fahrzeug, das man in die engere Wahl ziehen sollte. Für ihn sprechen vor allem sein üppiges Platzangebot und seine Bedienfreundlichkeit. Allerdings sollte man für ihn als Dienstwagen nicht unbedingt die sportliche GT-Line wählen. Wir raten hier zum kleinen Diesel 1,7 mit 85 kW (115 PS) oder 2,0 mit 100 kW (136PS). Ersteren gibt es in „Vision“ ab 26.990 Euro; für das gesparte Geld lassen sich dann noch gut ein paar Leckerlis extra ins Auto packen.

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        Datenblatt

Modell Kia Sportage 2,0 CRDI 185 AWD
kW/PS 136/185
Drehmoment (Nm/Umin) 400/1.750
L/B/H (mm) 4.480/1.855/1.635
Laderaum min/max (l) 503/1.492
Zuladung (kg) 663
Anhängelast gebr./ungebr. (kg) 2.200/750
Testverbrauch (l/100 km) 6,6

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