News 20.04.2017

Elektrische Reichweite nach Wunsch

VW kündigt bedarfsgerechte Batteriegrößen für E-Autos an

Mit dem I.D. Crozz hat Volkswagen jetzt die nächste Elektro-Studie vorgestellt. Sie wird aber erst 2021 als Serienmodell umgesetzt - und das zunächst in China. Europa folgt wenig später. Der VW I.D. kommt 2010 batterieelektrisch angetrieben auf die Straßen.

 - Wird in China gebaut, kommt aber auch nach Deutschland: VW I.D. Crozz.
Wird in China gebaut, kommt aber auch nach Deutschland: VW I.D. Crozz.
Schäffer

Volkswagens drittes Joint Venture in China soll schon im nächsten Jahr Früchte tragen. Gemeinsam mit JAC wird dann ein massentaugliches Elektrofahrzeug auf die Straßen rollen. Das kündigten VW-Konzernchef Matthias Müller und Dr. Jochem Heizmann, CEO der VW Group China, in Shanghai an. Wenn alles wie vorgesehen klappt, werden im Rahmen dieser Partnerschaft im Laufe der kommenden Jahre mehrere E-Fahrzeuge entstehen. Die werden dann aber ausschließlich für den chinesischen Markt gebaut und nicht in Konkurrenz zu VW-Produkten stehen.

2021 Premiere in China

Anders sieht es mit dem I.D. Crozz aus. Die Elektro-Studie, aufbauend auf dem im vergangenen Jahr auf dem Pariser Autosalon gezeigten Showcar I.D., wird ihre Premiere als Serienfahrzeug auch in China feiern. Und das den Planungen zufolge 2021. Das CUV mit coupéförmigem Karosseriedesign und SUV-Anleihen rollt dann vermutlich zunächst von Bändern eines chinesischen Werkes von SALC Volkswagen oder FAW Volkswagen, wird später dann aber auch in Deutschland gebaut und angeboten.

 - Der Kunde kann die Reichweite selber bestimmen - je nach Akkugröße, für die er zahlen will.
Der Kunde kann die Reichweite selber bestimmen - je nach Akkugröße, für die er zahlen will.

Die Idee beim I.D. Crozz – und damit voraussichtlich auch beim I.D., der in Europa 2020 auf die Straßen rollt, - ist, dass der Kunde sich beim Kauf für die gewünschte Reichweite entscheiden kann, die er für seinen Bedarf benötigt. Dazu ist die im Boden liegende Batterie wir eine Schokoladentafel gegliedert und kann entsprechend erweitert oder verkleinert werden.

Ab 350 Kilometer

Christian Senger, Chef der e-Produktlinie, spricht dabei von einer Startreichweite von 350 Kilometer. Die könne dann als Option auf mindestens 400 oder 500 Kilometer erweitert werden. Über ein Schnellladesystem soll die Batterie in etwa 30 Minuten zu 80 Prozent geladen sein. Den Erfolg der E-Mobilität macht Senger fest an Preis, Reichweite, Infrastruktur der Ladestationen, Design sowie der Flexibilität des Innenraums. Und das alles biete der I.D. in beiden Varianten.

Mit einer Länge von 4,10 Metern ganze 15,5 Zentimeter kürzer als der aktuelle Golf, bieten sie aufgrund des großen Radstands von 2,75 Metern (fast wie der derzeitige Passat) mehr Platz im Innenraum. In den gelangt man auf die Rücksitze auch im Crozz komfortabel durch nach hinten schwenkende Türen. Auf eine feste B-Säule wird verzichtet. Die Passagiere reisen auf vier separaten Einzelsesseln und haben dank der großen Seitenscheiben und des Panorama-Glasdachs ein ausgezeichnetes Raumgefühl.

„Diese Elektro-Familie steht für den Wechsel. Wir wollen und werden damit die Führungsrolle bei dieser Form der Mobilität übernehmen.“ Der Bau der E-Mobile sei aufgrund der Architektur in jedem bestehenden Produktionsstandort möglich. Deshalb kündigt Senger auch bereits die Produktion einer E-Limousine und einen etwas größeren E-SUV (beides im Mid-Size-Segment) in absehbarer Zukunft an. Wolfgang Schäffer

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