News 19.06.2017

Klein und niedlich - das war einmal

Der neue VW Polo

„Zeitlos, leicht zu erklären, gute Restwerte“, mit diesen Argumenten punktete der VW Polo laut Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann bereits in der Vergangenheit im Fuhrpark. Die sechste Generation des Millionensellers legt da jetzt noch eine Menge Platz, neueste Technologie und wertige Assistenzsysteme drauf.

 - Der neue VW Polo kommt im Herbst.
Der neue VW Polo kommt im Herbst.
VW

Mit einer Länge von 4,05 Metern – ein Plus von acht Zentimetern – ist der neue Jahrgang gerade einmal einen Zentimeter kürzer als ein Golf IV. Mit sieben Zentimetern mehr Breite (1,75 Meter) und sogar neun Zentimetern Zuwachs beim Radstand (2,56 Meter) gegenüber dem eigenen Vorgänger übertrifft er den Kompakten von 1997 sogar.

Auch wenn trotz des Größenzuwachses je nach Motorisierung bis zu 70 Kilogramm Gewicht eingespart wurde, klein und niedlich – das war einmal. Sei es der kurze Überhang vorne, die markante Doppelfalz an der Seite, die die Schulterlinie betont und den Wagen optisch streckt, oder das kraftvolle Heck: All das verhilft dem Polo zu einem absolut erwachsenen Auftritt. Mit diesem Auto kann man durchaus selbstbewusst beim Kunden vorfahren. Oder wie Klaus Bischoff, Chefdesigner der Marke Volkswagen, dazu sagt: „Dieser Volkswagen ist sofort als Original seiner Klasse und doch als komplett neu konzipierte Generation identifizierbar. Ein Polo mit einem expressiven  Design, das den Kompakten sportlicher, klarer und auch innerhalb des Markenspektrums absolut eigenständig wirken lässt. Es ist ein Wagen, der optisch und technisch perfekt in die Zeit passt.“

 - Komplett neu ist auch das Infotainment
Komplett neu ist auch das Infotainment

Dieser Zeitgeist macht sich besonders deutlich im Innenraum bemerkbar. Nicht nur, weil selbst zwei Personen mit 1,90 Metern Körperlänge immer noch einigermaßen bequem hintereinander Platz nehmen können und sogar trotz des geringfügig niedrigeren Daches selbst hinten ausreichend Kopffreiheit bleibt. Oder weil das Kofferraumvolumen im Vergleich zum Vorgängermodell um 25 Prozent auf nun 351 Liter gestiegen ist. Es ist vor allem die komplett neue Gestaltung des Interieurs, die den Viertürer – eine zweitürige Version wird es aufgrund des geschwunden Kundeninteresses nicht mehr geben – frisch und modern wirken lässt.

Neues Infotainment-System

Vor allem das neue Armaturenbrett ist, zumindest in den höheren Ausstattungsniveaus oder gegen Aufpreis, ein echter Hingucker. Als erstes Modell in der VW-Palette kommt die zweite Generation des so genannten Active Info Displays zum Einsatz. Über einen Splitscreen lassen sich Tacho, Navigationsanzeige oder Playlisten gestochen scharf darstellen. Etwas höher als bisher und damit direkt im Blickfeld des Fahrers ist ein bis zu acht Zoll großer Touchscreen platziert, über den sämtliche Infotainment-Funktionen gesteuert werden. Auf Wunsch kann man aus 17 Dekoren für den Armaturenträger wählen – sehr schick.

 - Innen gibt es nun mehr Farbe.
Innen gibt es nun mehr Farbe.

Auf den ersten Blick erscheint indessen die Entscheidung, zum Marktstart keine elektrifizierte Version anzubieten, etwas antiquiert. Volkswagen setzt stattdessen auf ein Erdgas (CNG)-Modell, den komplett neu entwickelten 1.0 TGI mit 90 PS. Stackmann sagt dazu: „Alles spricht für Erdgas, deshalb bieten wir es nun auch beim Polo an.” Zum einen sei das Knowhow nun mal im Konzern vorhanden, und bisher gebe es in der Polo-Baureihe noch kein entsprechendes Angebot. Auf der anderen Seite geht der Vertriebsvorstand davon aus, dass die Chance, die umweltfreundliche Antriebsart jetzt endlich zum Erfolg zu führen, größer denn je ist. Der auch in der Erdgasinitiative proklamierte Konsens aller Beteiligten – Hersteller, Energielieferanten, Politik und Öffentlichkeit – sei ein deutliches Signal. Stackmann erwartet europaweit einen Anteil von fünf Prozent an Erdgasfahrzeugen.

Sechs Benziner, zwei Diesel

 - Die Zahl der Polo-Varianten wächst.
Die Zahl der Polo-Varianten wächst.

Zum Marktstart Ende September stehen außer zwei Dieselvarianten (erstmals mit SCR-Katalysator und Harnstoffeinspritzung) mit 80 und 95 PS noch sechs Benziner mit Leistungen ab 65 PS zur Wahl. Die Top-Motorisierung bietet wie gewohnt der GTI, den man an dem doppelflutigen Auspuffende, roten Streifen nebst GTI-Logo sowie den Sportsitzen mit dem legendären Karomuster erkennt. Anders als bisher sorgt hier nun ein Zwei-Liter-TSI mit 200 PS für Vortrieb. Beim Vorgänger wurden 192 PS aus 1,8 Litern Hubraum generiert. Ab einer Leistung von 95 PS können die Triebwerke mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG bestellt werden. Ein Start-Stopp-System und einen Rekuperationsmodus ist hingegen bei allen Triebwerken bereits serienmäßig mit an Bord.

Ebenfalls ab Werk wird das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung gemeinsam mit dem Speedlimiter und der Reifendruckkontrolle geliefert. Aufpreispflichtig gibt es auf Wunsch die automatische Distanzkontrolle „ACC“, die nun bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 210 km/h aktiviert werden kann. Der Sensor hierfür steckt jetzt übrigens hinter dem VW-Logo im Kühlergrill. Auch das „Blind Spot Detection“-System, das warnt, wenn im Außenspiegel vor dem Überholvorgang Fahrzeuge im toten Winkel erkannt werden, oder der Ausparkassistent, der beim Rückwärtsausparken, Fahrzeuge im Querverkehr erkennt, stehen neuerdings auf der Optionenliste. Alles getreu der Devise von Stackmann: „Wir wollen für jeden Kunden den Polo anbieten, den er braucht – von ganz einfach bis hoch technologisiert.“ Sabine Neumann

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