A7 Sportback feiert Weltpremiere
Preise ab 51.650 Euro, Marktstart im Oktober
Bei Audi geht es Schlag auf Schlag: Nach dem Kleinwagen A1 und der Oberklasselimousine A8 bringen die Ingolstädter noch in diesem Jahr mit dem A7 eine schön gezeichnete Fließhecklimousine in die obere Mittelklasse. Vier V6-Motorvarianten gibt es für den A7, wenn er ab Mitte Oktober auf die Straßen rollt, die Leistungen der beiden Benziner und der zwei Diesel reichen von 150 kW/204 PS bis 220 kW/300 PS. Die Preise beginnen bei 51.650 Euro für den 2,8 FSI quattro mit dem Doppelkupplungsgetriebe S Tronic.
Mit einem stilvollen Kühlergrill, ausdrucksstarker Silhouette und einem angeschnittenen Heck, das vielleicht ein wenig zu stark nach unten hängt, setzt der A7 die Linien des A5 Sportback fort und gibt einen formalen Ausblick auf den avisierten A6. Obendrein erinnert der Fließheckwagen, der sich mit 4,97 Meter Länge in der selben Klasse wie der CLS von Mercedes-Benz bewegt, mit seiner flachen Heckklappe an das Audi 100 S Coupé von 1969, eines der frühen Sportversionen der Marke. Die Räder in Formaten von 18 bis 20 Zoll geben dem A7 einen soliden Stand, der automatisch bei 130 km/h ausfahrende Heckspoiler verbessert den Anpressdruck bei hohem Tempo und soll die aufgrund aerodynamischer Defizite leidvollen Erfahrungen mit der ersten Version des spoilerlosen Audi TT vermeiden.
Der A7 steht klar in der oberen Mittelklasse, ist gerade mal 17 Zentimeter kürzer als der A8 und bietet mit mindestens 535 Liter Kofferraumvolumen das rechte Pack-Maß für Segler, Golfer und andere, die außer einem hohen Prestigewert auch ein ordentliches Stauvolumen von ihrem Wagen erwarten. Die Rücksitze lassen sich umklappen, das steigert das Fassungsvermögen auf 1.390 Liter, 2.100 Kilogramm werden als maximale Anhängelast gestattet.
Der Innenraum bewegt sich auf dem Qualitätsniveau des A8, die optionale Komfortausstattung ebenfalls. Bereit stehen Komfortsitze oder das High-End Audio-System von Bang und Olufsen mit bis zu 1.300 Watt Musikleistung und diverse Lederausstattungen für hochgradige Individualisierung. Außerdem gibt es die üblichen Assistenzsysteme für adaptive Temporegelung, die Warnung beim Verlassen der Fahrspur oder die Überwachung des toten Winkels. Neu ist das Head-Up-Display, das Geschwindigkeit und eventuelle Tempolimits in das Blickfeld des Fahrers in der Frontscheibe spiegelt. Als Option wird außerdem das LED-Frontlicht angeboten, diese Technik wird derweil ebenso wie die Xenon-Scheinwerfer serienmäßig für das aus 18 Dioden bestehende Tagfahrlicht und die Rückleuchten eingesetzt. Die elektrisch öffnende Heckklappe ist ebenfalls bei allen Versionen ab Werk dabei.
Zwei Benziner und zwei Dieselmotoren bietet Audi an, alle arbeiten mit sechs v-förmig angeordneten Zylindern. Basistriebwerk ist der FSI 2,8 mit 150 kW/204 PS und einem Verbrauch von acht Liter für 100 Kilometer. Er wird wie die beiden leistungsstärkeren Vertreter beider Verbrennungsverfahren mit der automatischen Siebengangautomatik S Tronic und Allradantrieb kombiniert. Der stärkere Benziner hat drei Liter Hubraum und schöpft daraus 220 kW/300 PS bei einem Normverbrauch von 8,2 Liter für 100 Kilometer.
Als Verbrauchskünstler steht der 3,0 TDI mit 150 kW/204 PS da, er verlangt 5,3 Liter Treibstoff für 100 Kilometer, was nicht zuletzt an der Koppelung mit der stufenlosen Multitronic-Automatik liegt, die seine Drehzahl stets im verbrauchsgünstigsten Bereich hält sowie am reinen Frontantrieb. Auf Wunsch gibt es für ihn ebenfalls den quattro-Allradantrieb, dann liefert der Motor bei gleicher Leistung 50 Nm mehr an Drehmomentspitze. Der stärkere Diesel bringt es auf 180 kW/245 PS, sein Konsum von sechs Liter für 100 Kilometer ist ebenfalls äußerst günstig.
Die Verbrauchsminimierung hat Audi mit einer Stopp-Start-Automatik in allen Versionen, einem verbesserten Thermomanagement der Motoren und dem Einsatz einer elektromechanischen Lenkung erzielen können. Diese, so Technik-Vorstand Michael Dick, sei durch die ausgewogenen Achslasten des A7 möglich geworden. Die Karosserie des viertürigen Coupés wird für bessere Gewichtsverteilung zu 20 Prozent aus Aluminium hergestellt. Türen, Motorhaube, Heckklappe und die Querwände werden aus dem Leichtwerkstoff gefertigt und mit hochfestem Stahl kombiniert.
Vierzylindermotoren oder ein V8 sind für den A7 nicht vorgesehen. Allenfalls ein zu erwartender S7 könnte eine Achtzylindermaschine erhalten. An eine Cabrio-Version denkt in Ingolstadt zurzeit ebenfalls niemand. Was schade ist, denn der üppige Raum im Fond würde einen offenen A7 zum einzigen echten Viersitzer in dieser Klasse machen. SP-X
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