Geölter Absatz
CX7, das SUV von Mazda
Kaum ein Autohersteller mag inzwischen noch auf ein SUV in seiner Produktpalette verzichten. Da macht auch Mazda keine Ausnahme. Seit Ende 2007 haben die Japaner den CX7 im Programm. Im Vergleich zu anderen Hochbeinern kam der Mazda von Beginn an ein wenig sportlicher weil schnittiger daher als die Konkurrenz. Nun hat der Mazda ihn überarbeitet. Das allein wäre schon einen erneuten Test wert, denn schließlich sind SUVs inzwischen in vielen Fuhrparks mittlerweile Bestandteil der Car policy. Aber noch ein weiteres Argument spricht für eine aktualisierten Blick auf den CX7. Denn seit kurzem gibt es für den Wagen einen für die Flotte nahezu unverzichtbaren Dieselmotor. Wird damit der gewerbliche Verkauf so richtig geölt?
Motor/Getriebe:
Hier ist sie nun also, die Verstärkung für den bekannten 2,3-Liter Benziner. Der speziell für Europa entwickelte 2,2-Liter-Turbodiesel leistet 127 kW (173 PS) und produziert ein Drehmoment von 400 Newtonmeter, das bereits bei 2.000 Umdrehungen anliegt. Laut Hersteller soll der CX7 mit diesem Common-Rail-Triebwerk einen Verbrauch von 7,5 Litern auf 100 Kilometer haben. Und damit liegen sie ziemlich richtig – unser Testwagen wollte mit 8,2 Liter tatsächlich nur wenig mehr schlucken. Ein Wert, der bei einem Fahrzeuge dieser Größe absolut in Ordnung geht. Die Maschine zeigte sich dabei laufruhig und durchzugsstark, wir waren mit dem Antrieb auf jeden Fall mehr als zufrieden.
Leider gibt es den CX7 wie bisher ausschließlich mit einem manuellen Sechsganggetriebe. Das verrichtet seinen Dienst zwar ohne Beanstandung, trotzdem wäre für ein Fahrzeug dieser Bauart eine Automatik äußerst wünschenswert.
Fahrwerk:
Zugunsten der Stabilität und eines verbesserten Federungskomforts erhielt das Fahrzeug neue Stoßdämpfer mit verbessertem Ölfluss. Sie unterstützen die aufwändig konstruierte Vorderachse, die über einen Hilfsrahmen mit sechs gummigelagerten Befestigungspunkten an der Karosserie befestigt ist. Auch die Hinterrad-Aufhängung verfügt über neue Stoßdämpfer und erhielt eine neue Abstimmung. Alle Versionen des modellgepflegten CX-7 mit dem neuen 2.2 l MZR-CD Turbodiesel sind mit einer elektro-hydraulischen Servolenkung ausgestattet.
Sicherheit/UVV:
Die sich im Verhältnis 60:40 teilbare Rücksitzbank verfügt über das Mazda-Karakuri-System, mit dem auf einmaligen Zug an den Hebeln im Kofferraum das Umlegen der Rücksitzlehnen gelingt. Das ist wirklich eine praktische Angelegenheit, die man auch anderen Herstellern ans Herz legen möchte. Eine griffige Lippe an der Hinterseite der Rücksitze verhindert dabei das Verrutschen von Transportgegenständen. In dem Belang noch wichtiger ist das Vorhandensein von vier Zurrösen, die an der hinteren Kofferraumwand und an den Seiten angebracht sind. Der zu wendende Kofferraumboden ist aus wasserdichtem und robustem Kunststoff, so dass auch nasse oder dreckige Gegenstände ohne Verschmutzung des Teppichbodens transportiert werden können. Das Kofferraumvolumen beträgt 455 bis 1.348 Liter.
Ergonomie/Qualität:
In Sachen Qualität und Verarbeitung ließ der Mazda erwartungsgemäß wenig zu wünschen übrig, die Sitze sind angenehm straff und die in dieser Fahrzeugklasse übliche hohe Sitzposition nimmt man ebenfalls gern mit. In der höherwertigsten Ausstattungsvariante Exclusive Line sind eine sehr empfehlenswerte Rückfahrkamera und ein prima Bose-Soundsystem Serie. Ein Minus kassiert der CX7 für mangelnde Ablagemöglichkeiten. Und was uns fast zum Wahnsinn trieb, war ein untaugliches Schließsystem. Den Sinn in einem Keyless-Go, das es unmöglich macht, auszusteigen und zur Beifahrertür zu gehen, ohne dass diese dann bereits wieder verschlossen ist, muss man uns erstmal erklären. Dankbar wäre man auch, könnte Mazda 90 Prozent der nervenden Warntöne einfach eliminieren.
Kosten:
Da im Fuhrpark ohne einen vernünftigen Dieselmotor praktisch kein Stich zu machen ist, wird der CX7 erst jetzt in das Blickfeld von Fuhrparkamanagern rücken. Kühle Rechner kommen bei den entsprechenden Laufleistungen meist zu dem Ergebnis, dass der Selbstzünder einfach die günstigere Variante darstellt. Für den japanischen SUV schlagen hier 39,40 Cent (48 Monate/160.000 Kilometer) zu Buche.
Fazit:
Der Mazda CX7 empfiehlt sich erst jetzt mit Vorhandensein des Dieselmotors für den Einsatz im Fuhrpark. Wer die Vorteile der Fahrzeugklasse SUV zu schätzen weiß und sich auf diesem Sektor umschaut, der sollte auf jeden Fall auch den flotten Japaner mit in sein Kalkül einbeziehen.
| Modell | Mazda CX7 2,2 MZR-CD |
| kW/PS | 127/173 |
| Drehmoment (Nm/Umin) | 400/2.000 |
| L/B/H (mm) | 4.700/1.870/1.645 |
| Laderaum min/max (l) | 455 |
| Zuladung (kg) | 630 |
| Anhängelast gebr./ungebr. (kg) | 2.000/750 |
| Testverbrauch (l/100 km) | 8,2 |
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