Preise für Gebrauchte im Aufwind
Internetbörsen verzeichnen steigende Erlöse
Die Entwicklung der Restwerte ist für das Fleet Management ein entscheidender Faktor, den Fuhrparkleiter stets im Auge behalten sollten. Schließlich soll ein Firmenauto bei der Veräußerung am Ende der Laufzeit keine großen Lücken in die Bilanz reißen. Derzeit zeigt die Tendenz hier deutlich nach oben. Die beiden großen Fahrzeugbörsen Mobile.de und Auto Scout 24 verzeichneten im Januar gegenüber Dezember steigende Preise für Gebrauchtwagen.
Bei Auto Scout 24 wurden im Januar für einen Gebrauchten im Schnitt 16.380 Euro gezahlt, 0,74 Prozent mehr als im Dezember 2011. Mobile.de registrierte einen Anstieg von 18.003 Euro im Dezember auf 18.048 Euro im Januar. Damit lagen die Mobile.de-Preise zu Jahresbeginn allerdings noch 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau, was die Berliner Börse darauf zurückführt, dass die eingestellten Autos im Schnitt auch 4,4 Prozent älter waren und eine um 5,4 Prozent höhere Laufleistung als im Vorjahr hatten.
Im Januar zeigte sich in allen Segmenten eine zu Jahresbeginn übliche hohe Nachfrage nach Gebrauchtwagen. Bei Auto Scout24 legten vor allem die Kategorien Vans (plus 37 Prozent), Kleinwagen (plus 35 Prozent) und die Kompaktklasse (plus 30 Prozent) bei der Nachfrage deutlich zu. Da momentan die Nachfrage insgesamt schneller wächst als das Angebot, bietet sich den Gebrauchtwagenhändlern derzeit ein gutes Marktumfeld. Deutlichstes Beispiel bei Auto Scout24 war im Januar der Opel Zafira, für den es 48 Prozent mehr Suchanfragen, aber nur drei Prozent mehr Anzeigen gab.
Fahrzeuge aus Deutschland vorne
Bei Mobile.de wuchs zu Jahresbeginn die Zahl der Inserate für Geländewagen um 54,6 Prozent. Unter der starken Ausweitung des Angebots litten die Preise und gingen entsprechend um gut sieben Prozent zurück. Die Anzeigen für Oberklasse-Autos legten um 23,4 Prozent zu, dennoch konnten auch die Preise um fast zwei Prozent gesteigert werden.
Die beliebtesten Modelle der AutoScout24-Nutzer kamen dabei jeweils aus Deutschland. In den sechs wichtigsten Kategorien schaffen es nur zwei Importmodelle überhaupt unter die Top Fünf: Der Peugeot 206 landet bei den Kleinwagen auf Rang vier, ein Platz dahinter rangiert der Punto von Fiat. Volkswagen dominiert mit Polo, Golf und Touran die Kategorien Kleinwagen, Kompaktklasse und Vans. BMW schafft es mit dem Dreier und dem X5 auf die Pole Position bei Mittelklasse und Geländewagen und Porsche sichert sich den Sieg bei den Sportwagen mit dem 911er.
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