Sicherheitsrisiko Billigreifen

ADAC warnt vor fernöstlichen "Schnäppchen"

Fernöstliche Billigreifen sind keine gute Wahl. Zu diesem Urteil kommt der ADAC in seinem aktuellen Sommerreifentest. Die preisgünstige Importware patzt vor allen Dingen beim Bremsen auf nasser Fahrbahn und stellt daher nach Meinung der Tester ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko dar.

Die Billigangebote der Hersteller Interstate, Goodride, Sava, Wanli, Nankang und Sunny wurden wegen sicherheitsrelevanter Schwächen durchweg als „nicht empfehlenswert“ bewertet. So benötigte in der Gruppe der 15-Zoll-Reifen der Goodride Radial S06 M+S auf nassem Asphalt gegenüber dem Testsieger Pirelli Cinturato P6 einen um fast 40 Meter längeren Bremsweg. Stand das Fahrzeug mit dem italienischem Markenreifen bei der standardisierten Vollbremsung aus 100 km/h nach 54,1 Metern, kam der Pkw mit dem chinesischen Produkt erst nach 92,2 Metern zum Stillstand.

In Zusammenarbeit mit Stiftung Warentest prüfte der Automobilclub 36 Reifen hinsichtlich ihres Fahrverhaltens auf trockener und nasser Fahrbahn sowie in den Disziplinen Kraftstoffverbrauch, Verschleiß und Geräuschentwicklung. 19 Kandidaten traten in der gängigen Dimension 185/65 R 15 H, 17 Prüflinge in der Größe 225/45 R 17 W/Y an. Insgesamt vergab der ADAC zehnmal die Note „sehr empfehlenswert“, 16 Reifen erhielten die Bewertung „empfehlenswert“, drei wurden als „ bedingt empfehlenswert“ und sieben als „nicht empfehlenswert“ eingestuft. spx

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