Transporter 27.03.2017

Zwei Räder mehr für den Vortrieb

Allradantrieb bei Transportern im Trend

Schaut man bei Volkswagen Nutzfahrzeuge auf die verkauften Einheiten, dann wird schnell klar, dass Allradantrieb auch in diesem Segment ganz im Trend liegt. Ein Grund mehr für den Hannoveraner Hersteller, sein Angebot für Caddy und Co zu erweitern.

 - Allradantrieb serienmäßig: VW T6 Rockton.
Allradantrieb serienmäßig: VW T6 Rockton.
VWN

Im vergangenen Jahr haben sich bei weltweit 477.000 ausgelieferten Caddy, T6 oder Amarok etwa 88.500 Kunden, also gut jeder Fünfte, für den 4x4-Antrieb entschieden. Hierzulande geht beispielsweise bei jedem vierten Transporter der T-Baureihe die Antriebskraft an beide Achsen. In Märkten wie Norwegen liegt die Quote sogar bei gut 80 Prozent.

Doch nicht nur die regionalen Bedingungen oder gar die reine Lust auf Abenteuer sprechen für den 4Motion. Für Jäger, Forst- und Landwirte oder auch im Straßenbau und bei Energieversorgern wäre es ohne Allradler erheblich schwieriger, ihren Job auszuüben. Bei Schneefall, Laub oder starkem Regen sorgen die Offroader zudem für deutlich mehr Sicherheit. Und mit einer Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen mausert sich beispielsweise der Amarok schnell zur perfekten Zugmaschine.

T6 Rockton

Zu einem richtigen Arbeitstier wird indessen der T6 als Rockton-Version (ab 38.125 Euro netto/2,0-l-TDI 110 kW/150 PS). Mit serienmäßigem Allradantrieb, einem um 30 Millimeter höher gelegten Fahrwerk und einer mechanischen Hinterachs-Differentialsperre sind für den „Bulli“ vom Regen durchnässte Waldwege, tiefe Schlammrinnen oder raue Schotterpisten kein Problem. Wie auch beim Caddy oder den übrigen T6-Karosserievarianten verteilt eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung die Kraft je nach Fahrsituation blitzschnell und stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse.

Im Normalfall wird nur die Vorderachse angetrieben, um Kraftstoff zu sparen. Das optional lieferbare „Protection-Paket“ (3.165 Euro/netto) mit Unterfahrschutz-Elementen für Motor, Getriebe, Schweller, Hinterachsdifferential und einem Tank mit Geländeeigenschaften erweist sich unter derartigen Bedingungen als durchaus sinnvoll. Ein Bergabfahrassistent (97 Euro) trägt zudem dazu bei, steile Passagen über gezielte Bremseingriffe und eine Begrenzung der Motordrehzahl einfacher und sicherer zu bewältigen. Variabilität bietet der Rockton aber auch im Innenraum dank eines auf Wunsch lieferbaren Schienenbodens. Damit lassen sich Sitze oder Abtrennungen ganz flexibel montieren.

Multivan Panamericana

Zwar nur optional mit Allradantrieb bestückt, dafür aber ab Werk umso besser ausgestattet ist indessen der neue Multivan Panamericana (ab 41.157 Euro netto/2,0-Liter-TSI 110 kW/150 PS). Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein um 20 Millimeter höhergelegtes Fahrwerk, 17-Zoll-Leichtmetallräder, abgedunkelte LED-Rückleuchten, Unterfahrschutz sowie Stoffbezüge mit Alcantara-Einsätzen, eine Drei-Zonen-Klimaanlage, Multifunktionslenkrad, hochwertiges Audiosystem und Regensensor sowie ein automatisch abblendender Innenspiegel. Auf diese Art und Weise lassen sich Kundenbesuche in abgelegenen Regionen ebenso luxuriös wie komfortabel bewerkstelligen.

Neue Motoren für den Amarok

 - Bekommt zwei neue Motoren spendiert: VW Amarok.
Bekommt zwei neue Motoren spendiert: VW Amarok.

Qualitäten, an denen es auch dem Amarok mit der neuen Topmotorisierung, einer 224-PS-Version des bekannten V6-Diesels, nicht mangelt. Zumal der nur in der Kombination mit der neuen Highline-Ausstattung (49.765 Euro) zu bekommen ist. Mit einem Drehmoment von 550 Newtonmetern zwischen 1.400 und 2.750 Umdrehungen verfügt der Turbodiesel über einen bärenstarken Antritt, kann aber auch in Sachen Laufruhe absolut überzeugen. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht der Sechszylinder bei Tempo 193. Aus dem Stand dauert es 7,9 Sekunden bis die Tachonadel die 100er-Marke erreicht hat. Laut Norm ist der Selbstzünder mit 7,8 Litern angegeben.

In der Praxis als sparsamer und vermutlich überhaupt etwas flottentauglicher dürfte sich wahrscheinlich aber die neue Einstiegsmotorisierung, der V6-TDI mit 163 PS, erweisen. Der Selbstzünder kommt in der zweiten Jahreshälfte in den Handel. Er ist dann auf Wunsch auch als reiner „Hecktriebler“ erhältlich. Oder man entscheidet sich für den zuschaltbaren Allradantrieb, der auch für die 204-PS-Variante lieferbar sein wird. Während alle anderen Aggregate immer mit einem Achtgang-Automaten kombiniert sind, ist es bei diesen beiden Modellen ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe.

Für das neue Triebwerk steht der Preis allerdings noch ebenso wenig fest wie für den Crafter 4Motion, der ebenfalls im Spätsommer die Modellpalette bei VW Nutzfahrzeuge ergänzt. Eines jedoch ist jetzt schon klar: auch der Crafter wird zeigen, dass Nutzfahrzeug und Allrad eine absolut harmonische Verbindung sind. Sabine Neumann

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