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Firmenwagenwissen

Alternative Dienstrad statt Dienstauto?

Es gibt viele gute Gründe, sich für ein Dienstrad statt für einen Dienstwagen zu entscheiden. Beide Seiten – Arbeitnehmer und Arbeitgeber – können davon profitieren: Geringere Kosten bei der Anschaffung und im Unterhalt, hohe Umweltfreundlichkeit, keine Parkplatzsorgen und ganz nebenbei bleibt man sportlich fit und ist damit in der Regel weniger krank. In Sachen Schnelligkeit bei dienstlichen Fahrten, ist das Dienstrad bei großen Distanzen langsamer, bei geringen Distanzen aber oft schneller. Und oft gilt es ja nur, mit dem Dienstrad von der Wohnung zur Arbeitsstätte zu gelangen.

Wann macht es Sinn, beim Arbeitgeber das Thema Dienstrad und dessen Subventionierung ins Spiel zu bringen? Im Prinzip immer, wenn man denn gewillt ist, den Weg von Zuhause zur Arbeit mit dem Rad zu fahren und völlig unabhängig davon, ob man während der Arbeitszeit dienstlich Strecken zurück legen muss. Allerdings macht das Ganze nur Sinn, wenn man denn auch ein hochwertiges und damit höherpreisiges Rad anschaffen möchte. Denn sonst stehen Aufwand und Ersparnis nicht wirklich im Verhältnis.

Seit 2012 gilt, dass Diensträder steuerlich wie Dienstautos behandelt werden. Das bedeutet, dass bei Anschaffung eines Rades oder auch E-Bikes oder S-Pedelecs sowohl die Anschaffungskosten wie auch die laufenden Kosten steuerlich abgesetzt werden können. Wichtig dabei ist: Das Rad muss natürlich verkehrssicher sein.

Gute Argumente für ein Dienstrad:

  • geringe Anschaffungskosten
  • geringe laufende Kosten
  • Möglichkeiten zum Leasing
  • Keine Parkplatzprobleme
  • weniger PKW Stellplätze
  • Hohe Motivation und Produktivität der Mitarbeiter durch Sport
  • Radfahrer fallen seltener krankheitsbedingt aus und sind meist fitter
  • Hohe Umweltverträglichkeit = gutes Firmenimage

Kaufen oder leasen?

In der Regel kaufen Firmen keine Diensträder sondern leasen sie über darauf spezialisierte Leasingfirmen. In den Leasingverträgen inkludiert sind meist auch entsprechende Wartungsverträge, so dass die Firmen wenig Mühe mit Instandhaltung etc. haben. Der Dienstradfahrer muss allerdings 1 Prozent des Brutto-Listenpreises – genau wie beim Dienstwagen - als geldwerten Vorteil versteuern, wenn er das Dienstrad auch für private Fahren nutzt. Nach Auslaufen des Leasingvertrages (meist nach drei Jahren) besteht in der Regel für den Arbeitnehmer die Möglichkeit, das Rad für 10 Prozent des Neupreises in seinen privaten Besitz zu überführen. Für viele eine durchaus interessante Rechnung.

Da sich das Thema Dienstrad inklusive des gesamten bürokratischen Aufwandes eigentlich nur für hochwertige und teure Räder lohnt (in der Regel ab 1.500 Euro) und der finanzielle Vorteil von einigen Faktoren wie dem eigenen Einkommen, der Steuerklasse und Freibeträgen abhängt, lohnt es sich, im Detail mit dem Arbeitgeber, dem Steuerberater oder der Leasingfirma ins Gespräch zu kommen.

Im Netz gibt es zudem diverse Rechner (z.B. www.jobrad.org), bei dem man sich angepasst an seine persönlichen Rahmenbedingungen die monatliche Belastung und die Ersparnis gegenüber dem Direktkauf eines Rades ausrechnen kann.

von  Dr. Katja Löhr-Müller

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https://www.fuhrpark.de/ist-eine-unterweisung-am-dienstrad-notwendig

https://www.fuhrpark.de/welche-steuerlichen-vorteile-bringt-ein-dienstrad

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Welche steuerlichen Vorteile hat ein Dienstrad?

„Ich fahr so gerne Rad. Wenn die Sonne scheint, die Winde wehn, und die Andern dumm an der Ampel stehn“ – Peter Petrel wusste schon 1978 die Vorteile der Fortbewegung mit dem Drahtesel zu besingen. In dem Jahr findet übrigens auch die erste Pressekonferenz einer Organisation namens BDL statt – dem Bund Deutscher Leasingunternehmen. Zwar werden dabei „Straßenfahrzeuge“ unter den Leasinganlagen namentlich erwähnt, dass man dareinst aber auch Fahrräder würde verleasen können, auf die Idee dürfte damals noch niemand gekommen sein.

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Nachfrage steigt stetig

Diensträder: Hoffen auf die 0,5-Prozent-Regel

Die weiterhin bestehende Ein-Prozent-Regelung beim geldwerten Vorteil für den Großteil der Räder stößt vor allem bei den Leasinggebern auf Kritik.

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Dienstrad

Gutes Dienstrad nicht teuer

Dienstwagen, klar, aber Dienstfahrrad? Anbieter wie Jobrad mit E-Bike Leasing inklusive Gehaltsumwandlung sind bei Firmen gefragt. Und das nicht ohne Grund.

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Diensträder: Hoffen auf die 0,5-Prozent-Regel

Der Bundesfinanzausschuss hat eine Neuregelung bei der Versteuerung für Dienstfahrräder und Dienst-E-Bikes ab 2019 beschlossen. Die angekündigte Steuerbefreiung soll umweltfreundliches Engagement von Arbeitgebern und -nehmern honorieren. Doch das Modell trifft in der Praxis den Bedarf nicht wirklich; die Mehrzahl der Dienstradfahrer ist nach dem aktuellen Gesetzestext von der Regelung ausgeschlossen. Steuerfreiheit genießen nur Nutzer, deren Arbeitgeber das Dienstrad "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn" (Neufassung § 37 Nr. 3 EStG) übernehmen.

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