Foto: Aral

Lade-Infrastruktur

Aral baut 350-Kilowatt-Charger

Der Mineralölkonzern investiert in ultraschnelle Ladestationen. Bis Mitte 2021 sollen 100 deutsche Ladepunkte entstehen. Zudem plant Aral eine eigene Bezahl-App.

Der Mineralölkonzern BP will weiter in ultraschnelle E-Ladesäulen investieren. Eigenem Bekunden zufolge plant die deutsche Tochter Aral innerhalb der nächsten zwölf Monate die Inbetriebnahme von über 100 Ladepunkten in Deutschland. Die geplanten Ladesäulen würden in Eigenregie betrieben und sollen einhundert Prozent Ökostrom liefern. Der Clou: Die Stationen verfügen über eine Ladeleistung von bis zu 350 Kilowatt und gehören damit zu den so genannten High-Power-Chargern (HPC) oder Ultra-Fast-Chargern (UFC).

Damit könnten Kundenfahrzeuge innerhalb von zehn Minuten Strom für eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern laden, verspricht der Konzern (siehe Grafik unten). An rund dreißig ausgewählten Aral Tankstellen – vorwiegend an Autobahnen, Bundesstraßen und in Großstädten – sind jeweils zwei Säulen mit je zwei Ladepunkten geplant. Je nach Fahrzeugkonfiguration sei somit das gleichzeitige Aufladen von vier Elektroautos pro Standort möglich. "Wir möchten ein führender Anbieter von ultraschnellen Ladestationen sein und sind als Marktführer im deutschen Tankstellengeschäft eine ideale Anlaufstelle für das schnelle Laden unterwegs", erklärte Aral Vorstand Patrick Wendeler.

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An Aral-Tankstellen in Bochum (Castroper Hellweg 111), Dettelbach (Mainfrankenpark), Merklingen (Nellinger Straße 24), Wittenburg (Rudolf-Diesel-Str. 2) und im sächsischen Schkeuditz (Bierweg 6) sind bereits Ultraschnellladesäulen in Betrieb, hieß es. Die nächsten zwei Ladestationen werden den Angaben zufolge in den folgenden Wochen in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) und Wollin (Brandenburg) ans Netz gehen.

E-Mobility-App kommt

Für Kunden stehen verschiedene Zahlungsoptionen direkt an der Säule zur Verfügung: So kann unter anderem über ein Kreditkarten-Terminal oder eine mobile Bezahl-Webseite mit einem QR-Code bezahlt werden. Zudem gebe es die Ladekarte oder die App eines Kooperationspartners im Hubject-Verbund bzw. die Aral Fuel & Charge-Karte für Geschäftskunden. Ab 2021 will Aral auch eine eigene Elektromobilitäts-App für Zahlungen anbieten. (mas)

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