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Sportlich-dynamisch

Audi A1 Sportback: Ur-Quattro als Vorbild

Mehr Platz im Passagierabteil, ein gewachsenes Kofferraumvolumen, dazu ein sportlicher Auftritt - der Audi A1 Sportback hat in der zweiten Generation das Zeug dazu, in so manchem Fuhrpark Einzug zu halten.

Inhaltsverzeichnis

Von Wolfgang Schäffer

Das Ziel der Entwickler war es, mit dem A1 Sportback den sportlichsten Vertreter seiner Klasse auf die Räder zu stellen. Obwohl die Designer das auch im Innenraum verfolgt haben, bietet der kleinste Vertreter der Marke mit den vier Ringen dort dennoch erstaunlich viel Platz.

So können Mitfahrer mit einer Körperlänge von 1,85 Metern auf der Rückbank selbst dann noch bequem reisen, wenn vorne eine etwa gleich große Person sitzt - eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Das gilt ebenfalls für den Kofferraum, der jetzt bei niedriger Ladekante um 65 auf ein Fassungsvermögen von 335 Liter gewachsen ist. Werden die hinteren Lehnen vorgeklappt, stehen auf einer fast ebenen Fläche 1090 Liter zur Verfügung.

Deutlich mehr Platz im Innenraum

All dies ermöglicht das Längenwachstum der Karosserie um fast sechs Zentimeter auf jetzt 4,03 Meter sowie der vergrößerte Radstand von jetzt 2,56 Metern (plus 9,4 Zentimeter). Obwohl das Dach leicht abgesenkt wurde (jetzt 1,43 Meter hoch), ist die Kopffreiheit ohne Fehl und Tadel.

Anders als den Vorgänger gibt es den A1 lediglich als Viertürer. Dies wird mit den Verkaufszahlen begründet: In der Vergangenheit entschieden sich gerade einmal 20 Prozent der Kunden für ein Model mit zwei Türen.

Wegen der sportlichen Zielsetzung ist es kaum überraschend, dass die Mittelkonsole mit den Bedienelementen für die serienmäßige Klimaanlage sowie das optionale MMI-Touchdisplay auf den Fahrer ausgerichtet sind. Die 13-Grad-Neigung zum Platz erlaubt eine bessere Sciht auf die Anzeigen, auch lassen sich sämtliche Verstellknöpfe leichter erreichen.

Apropos Sicht: Schon in der Basisversion ist der A1 mit einem volldigitalen Kombiinstrument inklusive einem hochauflösenden 10,25-Zoll-Displays sowie Multifunktionslenkrad ausgestattet. Zur wertigen Anmutung trägt zudem die Black-Panel-Optik bei. Display und Luftausströmerband auf der Beifahrerseite sind in die bis die Türen reichende Fläche eingebettet.

Mit Farben und diversen Materialien können A1-Kunden den Innenraum individuell gestalten. Dafür bietet Audi für den Innenraum die drei Linien "Advanced", "Design Selection" und "S Line" an.

Schon im Stand dynamisch

Wenn Exterieur-Designer Jürgen Löffler optische Details der Karosserie des neuen A1 Sportback beschreibt, fällt immer wieder der Name Sport Quattro. Die Rallye-Ikone aus dem Jahr 1984 war mehr oder weniger Leitbild für die zweite Generation der kleinen Audi-Modellreihe. Sichtbar wird das beispielsweise an den trapezförmig gezeichneten breiten C-Säulen, die schräg nach vorn geneigt sind und sich auf breit ausgestellte Radhäuser stützen.

Damit drückt der Wagen schon im Stand eine gewisse Dynamik aus, er wirkt ein wenig wie auf dem Sprung nach vorn. Die keilförmig ansteigenden Linien an den Flanken unterstreichen diesen Eindruck ebenso wie die extrem kurzen Überhänge und die breite Spur.

Drei flache Schlitze im Gesicht

Ebenfalls als Reminiszenz an den Ur-Quattro haben Löffler und sein Team dem A1 Sportback drei flache Schlitze unter der Kante der Motorhaube spendiert. Eine Designspielerei, die übrigens auch der ebenfalls von Löffler gezeichnete R8 im Gesicht trägt. Dessen Single Frame ist zwar nicht mit dem des A1 zu vergleichen. Doch auch der Kühlergrill des Einstiegs-Modells von Audi ist ziemlich breit ausgelegt und reicht weit nach unten.

Daneben liegen an den äußeren Ecken angedeutete Lufteinlässe, die der Front mehr Ausdruck geben und die sportlichen Gene unterstreichen. Diese Aufgabe erfüllen auch die Außenspiegel, die jetzt nicht mehr auf dem Blech montiert, sondern in den Fenstern platziert sind.

Agiles Handling

Sportlich ausgelegt haben die Entwickler das Fahrwerk, das im Zusammenspiel mit der geschwindigkeitsabhängigen, elektromechanischen Servolenkung schon in der Basisversion ein agiles Handling ermöglicht. Wer es eher sportlich mag, der kann das straffer abgestimmte Sportfahrwerk wählen, das auch mit schaltbaren Dämpfern zu haben ist. Auf Wunsch bietet Audi außerdem das Fahrdynamiksystem Drive Select mit den bekannten vier Modi an.

Unterwegs mit dem Sportfahrwerk im Automodus zeigt sich der A1 Sportback allen Anforderungen bestens gewappnet. Ob in wirklich zügigem Tempo um scharfe Ecken, Autobahnabschnitte mit glatten Asphalt oder arg ramponierte Landstraßen – der Wagen mit den vier Ringen meistert alle Disziplinen mit Bravour, bleibt brav in der Spur und überzeugt mit tadellosem Geradeauslauf. Im Dynamikmodus spannt er spürbar die Muskeln an. Die Lenkung reagiert noch direkter, der Motor hängt besser am Gas und der Sound wird kerniger.

Vier Benziner mit Partikelfilter zur Wahl

Für den Antrieb stehen vier TFSI-Triebwerke zur Wahl, die alle mit Partikelfilter ausgerüstet sind und die Euro 6d-Temp-Norm erfüllen. Einstiegsaggregat ist der Einliter-Dreizylinder im A1 25 TFSI mit 95 PS, der zum Preis knapp unter 20.000 Euro in der Liste steht. Einen richtig guten Eindruck hinterlässt die mit 116 PS etwas stärkere Variante des Dreizylinders im A1 30 TFSI. Das Aggregat ist nicht nur erfreulich antritts- und durchzugsstark, sondern arbeitet auch leise und mit einer für Motoren dieser Art nicht immer zu erwartenden Laufruhe.

Von der bietet der 150 PS starke 1,5 Liter-Motor mit Zylinderabschaltung im A1 35 TFSI noch mal eine gehörige Portion mehr. Wie schon in einigen anderen Modellen von Audi und des VW-Konzerns allgemein überzeugt der Turbo-Vierzylinder mit kraftvollem Vortrieb und sehr geschmeidigem Lauf und hält sich selbst bei einem ambitionierten Fahrstil beim Verbrauch zurück. Werte zwischen 5, 5 und 6,5 Litern sind leicht zu erfahren. Bei den Dreizylindern darf das Gaspedal nicht so strapaziert werden, um ähnliche Resultate zu erreichen.

An der Spitze steht der Zweiliter mit 200 PS

An der Spitze der Angebotspalette steht der A1 40 TFSI. Der Zweiliter leistet 200 PS und wuchtet 320 Newtonmeter auf die Vorderachse. In 6,5 Sekunden wird der Sprint aus den Stand auf Tempo 100 absolviert, als Höchstgeschwindigkeit gibt Audi 235 Kilometer pro Stunde an.

Gekoppelt ist das Triebwerk mit einer Sechsgang S-Tronic. Die drei anderen Motoren sind wahlweise mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe oder serienmäßig mit manuellen Fünfgang- (Basismodell) beziehungsweise Sechsgang-Schaltungen zu haben.

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