Foto: AUDI AG

Auch für Leasing gedacht

Audi e-tron ist "bereit für das digitale Zeitalter“

Was verspricht sich Audi vom e-tron und wie sind dessen Chancen im Fuhrpark? Audi-Sprecher Josef Schloßmacher im Gespräch mit bfp fuhrpark und management.

Von Wolfgang Schäffer

bfp: Was bringt der Audi e-tron mit, um erfolgreich zu sein?

Josef Schloßmacher: Der Audi e-tron ist das erste rein elektrisch Serienmodell von Audi. Als emotionaler SUV überzeugt der Wagen durch volle Alltags- und Langstreckentauglichkeit. Mit seinem ganzheitlich-durchdachten Konzept – nachhaltig, verlässlich und kundenorientiert – ist der e-tron ein echter Audi und bietet einen hohen Kundenwert.

Mit dem e-tron übersetzt das Audi-Design die neue Formensprache der Marke ins Elektrozeitalter – sowohl im Exterieur als auch im Interieur. Optisches und aerodynamisches Highlight sind die virtuellen Außenspiegel – erstmalig in einem Serienautomobil.

Neuer Audi e-tron: Vier Ringe unter Strom

Mit dem e-tron hat Audi sein erstes rein elektrisch betriebenes Serienauto vorgestellt. Zu Preisen ab 80.000 Euro kommt das SUV im Dezember in den Handel.
Artikel lesen >

Das Batteriekonzept des Audi e-tron sorgt für höchste Crashsicherheit und schafft ein Sicherheitsniveau, das über gesetzliche Anforderungen hinausgeht. Mit dem integrierten Combined Charging System (CCS) kann dank kombiniertem AC- und DC-Ladezugang sowohl mit Wechsel- als auch mit Gleichstrom geladen werden. Serienmäßige Luftfederung, Progressivlenkung und eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern (im WLTP-Zyklus) sind Garanten für volle Alltags- und Langstreckentauglichkeit.

bfp: Wie wirkt sich die Digitalisierung aus?

Schloßmacher: Mit einer Reihe von digitalen Services ist der Audi e-tron bereit für das digitale Zeitalter. Der e-tron Routenplaner bietet eine effiziente Berechnung und komfortable Routenplanung, inklusive Anzeige der notwendigen Ladestopps (Schnellladesäulen) im MMI oder in der myAudi App unter Einbeziehung der Dauer der Ladestopps in die errechnete Reisedauer. Angezeigt wird die Ankunftszeit unter Einberechnung der notwendigen Ladezeiten.

Mit "functions on demand" können Kunden künftig Sonderausstattungen für den Audi e-tron in den Bereichen Lichttechnologie, Fahrerassistenzsystemen, Infotainment und Antrieb auch nach der Auslieferung des Fahrzeugs mit einer Laufzeit von einem Monat, einem Jahr oder auch dauerhaft hinzubuchen.

bfp: Wie sieht es mit den Lademöglichkeiten aus?

Schloßmacher: Um im Markt der Elektromobilität heute und auch zukünftig erfolgreich zu sein, reicht das Auto alleine nicht mehr aus. Aus diesem Grund bietet Audi ein umfassendes Öko-System, welches elementare Bereiche wie privates und öffentliches Laden, Aftersales, Digitalisierung sowie angliedernde Services umfasst. Zuhause kann der Kunde den Audi e-tron mit bis zu 11 kW (Ladesystem kompakt), mit dem optionalen zweiten Onboard-Charger mit bis zu 22 kW (Ladesystem connect) laden.

Neuer Audi A8 im Test: der Sitz(t)!

Audis Edel-Limousine kann im Test in fast allen Belangen überzeugen – nur eine Kleinigkeit im Audi A8 gefällt nicht ganz.
Artikel lesen >

Durch konsequente Infrastruktur-Kooperationen macht Audi die E-Mobilität langstreckentauglich. Der Audi e-tron wird als erstes Serienfahrzeug mit bis zu 150 kW laden können und somit in etwa 30 Minuten wieder voll langstreckentauglich sein. Der e-tron Charging Service bietet einen vereinfachten Zugang zu etwa 80 Prozent der öffentlichen Ladestationen.

Dies ermöglicht einen Zugang zu mehr als 70.000 Ladepunkten und 400 Schnellladestationen. Audi übernimmt die Grundgebühr im ersten Jahr, Stromkosten trägt der Kunde selbst. Ob AC- oder DC-Laden, ob 11 oder 150 kW – es genügt ein einziger Vertrag, um das Laden zu starten.

bfp: Noch fehlt es an der notwendigen Lade-Infrastruktur. Wie sieht das Audi-Engagement aus, um hier möglichst schnell eine Verbesserung einzuleiten?

Schloßmacher: Audi engagiert sich im OEM-übergreifenden Joint Venture Ionity. Ende 2018 wird es in Europa nahezu 200 High-Power-Charging (HPC)-Stationen geben, bis 2020 sind 400 Standorte an Hauptverkehrsachsen geplant. Ab 2019 wird das Laden für Audi-Kunden noch komfortabler. Dann debütiert die Funktion Plug & Charge. Damit autorisiert sich der Audi e-tron selbst an Ladesäulen und schaltet sie frei – eine Karte wird nicht benötigt.

Neuer Audi Q8: die SUV-Krönung

Das frische SUV-Coupé gibt auch einen Vorgeschmack, wie künftige Modelle der Marke aussehen könnten. Hier sind die Infos und Bilder zum neuen Audi Q8.
Artikel lesen >

bfp: Welche Kundenklientel wird sich für den e-tron entscheiden?

Schloßmacher: Der Audi e-tron bietet mit alltagstauglicher Reichweite und einem überzeugenden Gesamtkonzept ein attraktives Angebot im Oberklasse-SUV-Segment. Hauptzielgruppe sind dabei SUV-Fahrer. Ein Großteil dieser Kunden fährt aktuell noch einen klassischen Verbrenner – der Audi e-tron ist für sie das erste rein batterieelektrische Fahrzeug.

bfp: Wie schätzen Sie die Akzeptanz in Fuhrparks ein?

Schloßmacher: Wir sind davon überzeugt, dass unser erstes vollelektrisches Modell seinen Weg auch in den Fuhrparks machen wird. Hier erleben wir gerade ein hohes Interesse zum Thema Elektroauto. Als Premium-Oberklasse-Modell richtet sich der e-tron an die Zielgruppe Management und ist aufgrund der Dienstwagenregelung in vielen Fuhrparks einem limitierten Nutzerkreis zugänglich.

bfp: Wird es spezielle Leasing-Angebote für diese Zielgruppe geben?

Schloßmacher: Wir werden den Audi e-tron analog der gesamten Modellpalette im Großkundenleasing anbieten.

Neuer Audi Q3: der Kofferträger

Mehr Platz für die Passagiere und ein deutlich vergrößerter Kofferraum – Audi hat den Q3 in der zweiten Generation alltagstauglicher gemacht.
Artikel lesen >

bfp: Setzt Audi Berater ein, um über die Installationen von Lademöglichkeiten in Unternehmen und Privathäusern zu informieren?

Schloßmacher: Für einfaches Laden zu Hause kann das mitgelieferte Ladesystem kompakt verwendet werden. Dies erfordert eine Industriesteckdose (CEE) mit 16A und kann das Fahrzeug mit 11 kW Ladeleistung in etwa sieben Stunden bis 80 Prozent vollladen. Darüber hinaus unterstützt Audi bei der Klärung der richtigen Lademöglichkeit beim Kunden vor Ort. Beim Audi Partner kann der Kunde einen sogenannten „Home-Check“ bestellen. Bei diesem überprüft ein von Audi zertifizierter Installationsdienstleister beim Kunden vor Ort die Hausinstallation. Bei Bedarf erstellt der Installationsdienstleister ein Angebot, das der Kunde individuell beauftragen kann.

bfp hat ihn schon gefahren

Kompromisse reduziert: Audi e-tron schafft 300 echte Kilometer

Mit einer guten Ladestrategie kann der neue Audi e-tron damit eine Alternative im Fuhrpark sein. Mitglieder der Führungsetage setzen auf alle Fälle ein Zeichen.

Starker SUV-Stromer

Neuer Audi e-tron: Vier Ringe unter Strom

Mit dem e-tron hat Audi sein erstes rein elektrisch betriebenes Serienauto vorgestellt. Zu Preisen ab 80.000 Euro kommt das SUV im Dezember in den Handel.

Die Flotte wird elektrisch

Volkswagen fordert Masterplan für E-Mobilität

Flottenkunden werden nach Einschätzung von Volkswagen einen wesentlichen Beitrag zum allgemeinen Durchbruch der Elektro-Mobilität beitragen.

Joint Ventures positionieren sich im Markt

BMW und Daimler kooperieren für mehr Mobilität

Nach den erfolgreichen Joint-Ventures für Carsharing folgt jetzt die engere Zusammenarbeit für Ride-Hailing, Multimodalität, digitales Parken und Laden.

hintergrundgrafik

bfp SONDERHEFT jetzt verfügbar!

Betriebliche Mobilität 2019

Best Practices und Interviews rund um die Themen Fahrzeuge, Mobilitätsbudget, Carsharing, Diensträder und vieles mehr...
DIGITALES MAGAZIN JETZT LESEN

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!