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13.12.2017

Autoneuheiten 2018: Kombis, Mittelklasse und SUVs

In der Mittelkasse hagelt es 2018 ebenfalls SUVs.

Während der neue BMW X3 bereits seit Mitte November 2017 im Handel ist, erscheinen zwei weitere Benziner-Motorisierungen zum Jahreswechsel: der X3 xDrive20i mit 184 PS und der xDrive30i mit 252 PS. Auch bei dem nach dem Typen-Kürzel (30i) größeren Motor handelt es sich um einen 2.0-Liter-Vierzylinder. Etwa ab Juni kommt dann der neue X4, der sich der X3-Technik bedient.

Ab Februar erscheint die Citroen Submarke DS mit einem komplett neuen, eigenständigen Modell, dem DS 7 Crossback. Mit einer Länge von 4,60 Meter zielt der derzeit größte DS auf Audi Q5 (4,66 m) und Co. Den Anfang machen Vierzylinder Diesel und Benziner mit 130 bis 220 PS. Später kommt die Top-Motorisierung als Plug-in-Hybrid mit 300 PS und elektrisch angetriebener Hinterachse (also Allrad bei Bedarf). 60 km elektrische Reichweite sollen möglich sein.

Voraussichtlich im Juli geht die vierte Generation des Hyundai Santa Fe in den Handel. Bereits der Vorgänger (Gen. 3) brachte es mit einer Länge von 4,90 Meter auf ein stattliches Full-Size-SUV-Format, vergleichbar mit einem BMW X5. Insider berichten, dass der neue Santa Fe das frische Design des Hyundai Kona mit schmalen aggressiven Scheinwerfern übernehmen wird. Eine Siebensitzer-Version als Grand Santa Fe ist ebenfalls in Planung.

Im Januar und im Juli bringt Skoda mit dem Kodiaq Sport-Line und der L&K-Version weitere Ausstattungsvarianten auf den Markt. Im September kommt sogar ein PS-starker Kodiaq RS. Ein neues SUV startet Konzernschwester Seat im November. Dieses große Seat SUV nutzt die Architektur des VW Tiguan Allspace und wird voraussichtlich 4,70 Meter lang. Bis zu sieben Sitzplätze sollen möglich sein. Im Gegensatz zum ebenfalls siebensitzigen Skoda Kodiaq wird der Seat dank einer Coupé-ähnlichen Dachlinie flotter und sportlicher auftreten.

Die Wackelkandidaten im Neuheiten-Zirkus 2018 sind Borgward und Tesla. Niemand weiß genau, wann ein Borgward BX7 oder BX5 mit Benzinmotor tatsächlich in Europa startet. Noch spekulativer ist nur der Marktstart des Tesla Model3. Ob und wie schnell Tesla die Produktionsprobleme in den Griff bekommt, lässt sich nicht absehen.

Der nächste 3er BMW muss auf Anhieb passen

Beim Blick auf die Nicht-SUVs in der Mittelklasse sticht als wichtigster Modellwechsel der neue 3er BMW heraus. Einerseits verkörpert das sportliche Modell die Kernwerte und somit das Herz der Marke BMW. Anderseits gilt der 3er seit jeher als der fahrdynamische Maßstab der Mittelklasse, allerdings erfüllte nicht jede bisherige Generation diese Aufgabe im gleichen Maße. Die künftige 3er/4er Generation wird wieder als Limousine, Kombi, als 4er Coupé und als 4er Cabrio antreten. Der glücklose 3er GT wird gestrichen und seine Klientel soll vom künftigen 4er Gran Coupé angelockt werden. Die 3er Limousine macht im dritten Quartal den Anfang. Die Motorenpalette startet mit 1.5-Liter-Dreizylindern und deckt das Gros der Leistungsstufen mit 2.0-Liter-Vierzylindern ab. Mit einem 48-Volt-Bordnetz sollen Mildhybrid-Versionen angeboten werden, ähnlich wie es Audi bereits praktiziert. Auch ein PHEV ist wieder geplant. Erst viel später könnte ein reiner Elektroantrieb (BEV) in der Karosserie des 4er Gran Coupé Realität werden.

Weitere wichtige Modellwechsel sind das Facelift der Mercedes C-Klasse voraussichtlich im Juni und das Facelift des VW Passat im November. Der Mittelklasse Mercedes erhält neue Stoßfänger sowie Änderungen an Grill, Scheinwerfern und Heckleuchten. Im Innenraum soll künftig das digitale Cockpit der E-Klasse zumindest optional verfügbar sein. Im Motorraum hält eine neue Generation von Dieselmotoren Einzug und der V6-Benziner macht Platz für den neuen Reihensechszylinder. Einige Benziner erhalten ein 48-Volt-Teilbordnetz. Während Mercedes beim Facelift vor allem auf technische Aktualisierung setzt, will VW den Passat optisch voll auf Dynamik einschwören. Insider berichten von aufwändigen Veränderungen am Blech. Die Betonung der Horizontalen wird den Passat breiter erscheinen lassen. Ein schmaleres Greenhouse und ausgeprägte Schultern unterstreichen die Sportlichkeit. Innen soll die Bedienung erneuert werden und weitestgehend auf Tasten verzichten.

Peugeot bringt Mitte 2018 die neue Generation der seit 2010 produzierten 508 Baureihe auf den Markt. Limousine und Kombi starten leicht zeitversetzt und werden mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen in Richtung teilautonomes Fahren getrimmt. Im Innenraum hält vermutlich das aus dem 308 bekannte i-Cockpit Einzug, dabei geht der Blick des Fahrers nicht durch das Lenkrad, sondern über das Lenkrad auf die Instrumente.

Mit dem neuen V60 zeigt Volvo ab August die zweite Generation des Mittelklasse-Kombis. Das Design orientiert sich stark an der kantigen Form des größeren V90, innen stehen großes Raumangebot und Alltagsnutzen im Vordergrund. Zum Start gibt es Zweiliter-Vierzylinder und eventuell den kleineren Dreizylinder. Später soll auch eine PHEV-Benziner-Variante folgen.

Thomas Wüsten