Bleiben bald Umweltzzonen für Diesel trotz grüner Plakette geschlossen?
Foto: stockWERK - Fotolia

Diesel-Debatte

AvD mahnt Redlichkeit in der Diesel-Debatte an

Die Debatte um den Diesel ist von Emotionen geprägt. Vor allem die Gegner agieren ungeniert mit „alternativen“ Fakten. Das muss aushören fordert der AvD.

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) kritisiert, dass die in die Diskussion vom Bundesumweltministerium eingebrachten Zahlen über vorzeitige Todesfälle wegen Herzkreislauferkrankungen aufgrund von Stickoxiden und Feinstaub einer haltbaren wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Längst haben selbst namhafte Lungen-Fachärzte moniert, dass hierbei seriöse Studien mittels statistischer Hochrechnungen unzulässig interpretiert würden, da in den Ausgangsdaten einzelne Stoffe und Stoffgruppen, wie Stickoxide, nicht getrennt ausgewiesen würden. Aus diesem Grund sei es unredlich einen bestimmten Stoff für eine Erkrankung oder Gesundheitsbeeinträchtigung verantwortlich zu machen, so der Autoclub.

Bevor Städte und Gemeinden über möglichen Fahrverbote nachdenken, sollten Sie im Zuge der vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) geforderte Abwägung die ihnen vorliegenden Informationen genauestens prüfen, da sich auch vergleichbare Zahlenwerke in vielen Fällen als „alternative Fakten“ entlarven lassen. Die Bundesrichter hatte in Ihrer auf den Luftreinhaltungsplan für Düsseldorf bezogenen Entscheidung klargestellt, dass Fahrverbote nur dann in Betracht kommen, dass Fahrverbote nur bei Einhaltung strenger Voraussetzungen statthaft und nur angeordnet werden dürfen, wenn sie die einzig geeignete Maßnahme zur schnellstmöglichen Einhaltung überschrittener NO2-Grenzwerte sind.

"Seit Jahren sinkende Belastungswerte" sprechen aus Sicht des AvD nicht gerade dafür, Innenstädte zu sperren. Der AvD fordert daher Städte und Kommunen auf intelligente Verkehrskonzepte zu entwickeln und umzusetzen, wie beispielsweise kurzfristig die Wiedereinführung der „Grünen Welle“ sowie mittelfristig den Aufbau elektrifizierte Transportsysteme und für eine Verbesserung der Angebotsqualität des öffentlichen Personennahverkehrs zu sorgen. (md/MID)

Begründung des BVerWG

Fahrverbote sind nicht rechtswidrig, aber...

Nun liegt die schriftliche Begründung des Bundesverwaltungsgerichts über Fahrverbote für Stuttgart und Düsseldorf vor.

Diesel-Fahrverbote werden konkreter - ein Überblick

Wer auf den Diesel angewisen ist, hat dieser Tage viel Grund zum Ärger: Über mögliche Diesel-Fahrverbote, die das Bundesverwaltungsgericht nun für zulässig erklärt hat. Über die Bundespolitik, die keine Lösung anbietet. Über Gesetze zur Luftreinhaltung in Städten und die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die durch Klagen die Einhaltung dieser Gesetze erzwingen will. Wie dramatisch ist die Lage für Diesel-Fahrer? Ferdinand Dudenhöffer hilft, die möglichen Szenarien einzuordnen.

DIESEL-FAHRVERBOTE

Was droht wem, wo und wann?

Nach den ersten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in Hamburg wächst bundesweit die Verunsicherung. Wir geben Antworten auf die drängendsten Fragen.

Urteil

Gericht macht Weg frei für Diesel-Fahrverbote

Heute hat das Bundesverwaltungsgericht die Urteile anderer Gerichte zu Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in Städten als zulässig erklärt.

hintergrundgrafik

bfp SONDERHEFT jetzt verfügbar!

Betriebliche Mobilität 2019

Best Practices und Interviews rund um die Themen Fahrzeuge, Mobilitätsbudget, Carsharing, Diensträder und vieles mehr...
DIGITALES MAGAZIN JETZT LESEN

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!