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Carsharings sind im Wachstum, eine echte Alternative zum eigenen Pkw sind sie aus Sicht der meisten Pkw-Halter allerdings nicht.
Foto: Stellantis
Carsharings sind im Wachstum, eine echte Alternative zum eigenen Pkw sind sie aus Sicht der meisten Pkw-Halter allerdings nicht.

DAT-Report

Carsharing ist für Pkw-Halter keine Alternative

DAT zeichnet in einem Auszug seines Jahresreports 2022 ein düsteres Bild vom Carsharing: 84 Prozent halten es für keine Alternative.

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) veröffentlicht mit dem DAT-Report einmal im Jahr Fakten über automobile Befindlichkeiten. Im regelmäßig erscheinenden „Thema des Monats“ werden dabei unterschiedliche Aspekte aus dem Report herausgegriffen. Im August geht es um alternative Mobilitätslösungen wie etwa Auto-Abos oder E-Bikes. Knapp jeder fünfte Pkw-Halter gibt an, ein E-Bike zu besitzen (18 Prozent), 16 Prozent halten Carsharing für eine Alternative zum eigenen Auto.

E-Bikes sind meist Freizeitgeräte

Von den E-Bike-Besitzern bestätigte gut die Hälfte, dass sie nicht auf Fahrten mit dem eigenen Auto verzichten wolle und das E-Bike nur zusätzlich zum eigenen Pkw verwendete. Die andere Hälfte nutzt dagegen auf manchen Strecken das E-Bike als Alternative zum Auto. In der Altersgruppe von 23 bis 29 Jahre ersetzt das E-Bike bei 70 Prozent der Personen manche der Strecken, die sonst mit dem Auto zurückgelegt wurden.

Carsharing wenig interessant

Das Interesse der Pkw-Halter an Carsharing ist noch immer eher niedrig ausgeprägt. Laut DAT-Report 2022 bejahten etwa 16 Prozent die Frage „Wäre für Sie ein Carsharing-Konzept eine Alternative zum eigenen Auto?“ Deutliche Unterschiede gibt es allerdings in den einzelnen Altersgruppen. Mit zunehmendem Alter des Halters sinkt das Interesse an Carsharing. Während sich in der Altersgruppe bis 29 Jahre 22 Prozent Carsharing als Alternative zum eigenen Auto vorstellen können, sind es bei den über 60-Jährigen dagegen nur 13 Prozent.

Befragt man diejenigen, die sich Carsharing nicht als Alternative zum eigenen Pkw vorstellen können, nach ihren Ablehnungsgründen, so wurde am häufigsten (von 48 Prozent) der grundsätzliche Widerwille zum Teilen genannt. 39 Prozent gaben unter den drei wichtigsten Ablehnungsgründen auch den zu hohen Aufwand an. Etwas weniger berichteten davon, dass Carsharing zu wenig flexibel sei (31 Prozent).

Knapp ein Drittel kennt Auto-Abo nicht

Dabei kennen sich die meisten Befragten mit neuen Mobilitätsmodellen kaum aus: 41 Prozent der Pkw-Halter, 22 Prozent der privaten Neuwagenkäufer und 31 Prozent aller Gebrauchtwagenkäufer gaben an, noch nie von Auto-Abos gehört zu haben. Diejenigen, die sich für informiert halten, machen in allen Altersgruppen prozentual nur einstellige Anteile aus.

Der DAT resümiert, dass 26 Prozent der Pkw-Halter sich vorstellen könnten, ein Auto-Abo zu nutzen und 52 Prozent ein solches strikt ablehnen. Fragt man Neu- und Gebrauchtwagenkäufer nach ihrer Meinung zu solchen Carsharing-Angeboten, sinkt der Anteil drastisch: 2021 waren nur elf Prozent der Neu- und sechs Prozent der Gebrauchtwagenkäufer theoretisch zu einem Auto-Abo bereit. Mehr als vier Fünftel lehnten ein solches Modell für sich ab.

Aktuell stimmen 91 Prozent der Pkw-Halter im DAT-Report 2022 der Aussage zu, dass sie sich ohne Auto in ihrer Mobilität deutlich eingeschränkt fühlen. (deg)

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