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DAT Diesel-Barometer November 2019

DAT-Analyse: Kunden kehren zum Diesel zurück

Die Befragung von Autohändlern zeigt eine Entspannung bei der Diesel-Thematik. Hier ist der Beratungsbedarf der Kunden aber weiterhin hoch.

Im aktuellen DAT Diesel-Barometer hat die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) Automobilhändler befragt. Hier sind die Ergebnisse auf Basis der Befragung einer Auswertung von Datenbanken des KBA und der DAT. Grundsätzlich entspannt sich die Situation weiter, allerdings sind im Detail noch Herausforderungen zu bewältigen.

Jeder fünfte Händler sieht die Dieselkrise als überwunden an

So haben 50 Prozent der befragten Händler Kunden, die wieder zum Diesel zurückgekehrt sind. Diese Frage wurde erstmals im aktuellen DAT Diesel-Barometer gestellt. Was das Vertrauen der Händler selbst in die Dieseltechnologie betrifft, so ist hier ein Vergleich zum Vorjahr möglich: 43 Prozent statt vormals 56 Prozent glauben, dass die Bedeutung des Diesels im Vergleich zum Benziner abnehmen wird.

Jeder fünfte Händler (21 Prozent) sieht auch die Dieselkrise als überwunden an, für knappe 80 Prozent gilt das allerdings nicht. Auch diese Frage wurde erstmals gestellt.

Aktuell bilden aber nur noch 41 Prozent der Händler Rückstellungen für drohende Verluste aufgrund der anhaltenden Situation rund um den Diesel. Vor einem Jahr bestätigten dies noch 59 Prozent. Mehr als 90 Prozent der Händler nehmen auch wieder Diesel-Pkw in Zahlung: Neun Prozent der Automobilhändler tun dies nicht. Dieser Anteil lag vor einem Jahr noch bei 18 Prozent.

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Höhere Standzeiten der Diesel Pkw

85 Prozent aller Händler gaben an, Kunden bei deren Fragen rund um den Diesel mehr beraten zu müssen. Vor einem Jahr waren das zwar noch 93 Prozent der Händler, der Informationsbedarf der Endverbraucher ist aber weiterhin sehr hoch.

Die Standzeiten der Diesel-Pkw sind weiter hoch: Im Durchschnitt stehen bei den Händlern gebrauchte Diesel-Pkw 90 Tage und kosten pro Tag 28 Euro. Dies ist weiterhin eine finanzielle Belastung für die Ertragslage im Handel.

Daneben ist die Nachfrage nach alternativen Antrieben durch staatliche Anreize spürbar: 29 Prozent der Händler haben vermehrt Anfragen von Firmenkunden nach Pkw, die unter die sogenannte 0,5-Prozent-Regelung fallen. Dies bedeutet, dass der Dienstwagenfahrer eines solchen Pkw unter bestimmten Voraussetzungen von einem vergünstigten Steuersatz profitieren kann (nur 0,5 Prozent statt ein Prozent des Bruttolistenpreises). (cr)

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