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Marktsegmente 1. Quartal 2019

Dataforce: Neuzulassungen im ersten Quartal 2019 stabil

Von Januar bis April wächst der deutsche Flottenmarkt um 8,2 Prozent. Vor allem einige Hersteller können sich über kräftige Zuwachsraten freuen.

Inhaltsverzeichnis

Auf Gesamtmarktebene standen für den kumulierten Zeitraum Januar bis April 2019 knapp 1,2 Millionen Neuzulassungen zu Buche. Das sind nur minimal weniger (minus 0,2 Prozent) als im sehr starken Vorjahreszeitraum, wie eine Erhebung des Marktforschungsinstituts Dataforce ergab. Das Volumen in den sogenannten Sondereinflüssen (Autovermieter, Autohandel und Automobilhersteller) war stabil und rangierte in Summe weniger als ein Prozent niedriger als im Vorjahr.

Dafür waren die Ausschläge im Privat- bzw. Flottenmarkt deutlich stärker: Während die privaten Pkw- Neuzulassungen im Zeitraum Januar bis April um 4,5 Prozent nachgaben, war der Flottenmarkt in bemerkenswert guter Form mit einem Plus von 8,3 Prozent.

Dataforce: Flottenmarkt wächst um satte 9,2 Prozent

Bei den einzelnen Kanälen gab es starke Verschiebungen. Nur bei den gewerblichen Neuzulassungen ging es bergauf.
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Seat, Volvo und Hyundai steigerten sich

Die ersten drei Hersteller im Markenranking – VW, Audi und BMW – erzielten allesamt zweistellige Zuwachsraten. Auch die dahinter platzierten Marken – Mercedes, Ford und Škoda – konnten ihr Volumen gegenüber dem Vorjahr ausbauen. Opel landete auf Rang 7.

Seat auf Position 8 erzielte eine enorme Steigerung von 41,1 Prozent und konnte dank dieses starken Ergebnisses an Renault vorbeiziehen. Noch besser erging es Volvo, die das Top 10 Markenranking der ersten vier Monate komplettierten und ihre Neuzulassungen um 44,0 Prozent verbesserten.

Markenübergreifend ist dabei interessant zu beobachten, dass in den ersten Monaten mal nicht nur (wie so oft) die SUVs zulegen konnten, sondern auch klassische Pkw-Modelle und sogar die in den letzten Jahren doch ziemlich gebeutelten MPV. Mit plus 12,4 Prozent fiel deren Wachstum sogar überdurchschnittlich hoch aus.

Hinter dem Segmentführer, dem VW Touran, konnten vor allem die Wettbewerber Ford S-Max, Seat Alhambra, BMW 2er Gran Tourer, aber auch Renault Scenic und VW Golf Sportsvan einen wesentlichen Anteil zu diesem positiven Ergebnis leisten.

Dennoch standen SUVs unterschiedlichster Größe unverändert hoch im Kurs. Kompakt-SUV erzielten die höchste Steigerung nach absoluten Zahlen, während die kleineren Vertreter den größten relativen Volumensprung erzielten. Zumindest, wenn man bei der Analyse die Fahrzeugsegmente mit einem Anteil von weniger als einem halben Prozentpunkt außen vor lässt.

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Elektrofahrzeuge im Aufwärtstrend

Wie sieht es bei den Kraftstoffarten aus? Der Dieselanteil sank um gut einen Prozentpunkt auf jetzt 58,0 Prozent, dafür stieg der Benzineranteil moderat um 0,4 Prozentpunkte auf 36,6 Prozent.

Deutlich aufwärts ging es dafür für die alternativen Kraftstoffe: In allen vier Monaten in diesem Jahr lag deren Anteil bei über fünf Prozent. Während die Anzahl für Gasfahrzeuge sogar rückläufig war, legten sowohl die Hybride als auch Plug-In Hybride um etwa zehn Prozent zu.

Deutlich höher war das Wachstum der reinen Elektromodelle mit einem bemerkenswerten Zuwachs von 79,0 Prozent. Angeführt wird das Segment von dem seit kurzem in Deutschland erhältlichen Tesla Model 3, gefolgt von BMWs i3 und dem Renault Zoe, die ebenfalls einen deutlichen Volumensprung erzielten. Hinzu kommen auch noch Neueinsteiger wie der Hyundai Kona Electric, Audi e-tron oder Jaguar I-Pace. (Red./cr)

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