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Koreaner im Check von bfp

Der etwas andere Kombi – der Kia ProCeed

Mit dem ProCeed bringt Kia jetzt einen neuen Typ von Kombi auf den Markt, der designorientierte User-Chooser zum Hingucken einlädt.

Inhaltsverzeichnis

Von Sabine Neumann

Die offizielle Bezeichnung der attraktiven Karosserieform des Kia ProCeed nennt sich "Shooting Brake". Sollte das jemanden bekannt vorkommt, dann kennt er sich bei den Stuttgarter Modellen aus: auch zur Familie der A-Klasse gehört ein Fahrzeug mit dieser Zusatzbezeichnung, der CLA Shooting Brake.

Der Kia ProCeed ist dynamisch gezeichnet

Der Kia hat außer dem für diese Modellart typischen coupéhaft nach hinten abfallenden Dach, eine sehr gerade verlaufenden Schulterlinie, schmale Seitenfenster, ein langgezogenes, dynamisch gezeichnetes Heck mit muskulös heraus gearbeitetem Stoßfängern, ein markantes LED-Leuchtenband zwischen den Rücklichtern und einen Sport-Diffusor.

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Eine Kombination, die den 4,61 Meter langen Wagen gleichermaßen elegant wie kraftvoll auf den 17-Zöllern stehen lässt. Zudem ist der ProCeed mit einer Höhe von 1,42 Metern stolze vier Zentimeter niedriger als die Kombiversion Ceed Sportswagon (SW) – so niedrig ist kein anderer Vertreter im C-Segment.

Langstreckentauglicher Innenraumkomfort

Dem Platzangebot im hochwertig ausgestatten Passagierabteil tut das aber keinen Abbruch. Selbst die Reisenden im Fond haben ausreichend Platz über dem Scheitel. Bein- und Schulterfreiheit sind identisch mit dem SW.

Übernommen von der übrigen Ceed-Familie wurde auch die bewährt praktische Innenraumgestaltung. Die modernen Elemente wurden allenfalls durch Details wie Sitzbezüge in Stoff-Leder-Optik oder Aluminium-Sportpedale weiter aufgewertet.

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Zu kleinen Abstrichen führt der flache Verlauf der Heckscheibe (64 Grad gegenüber 51 Grad beim SW) allerdings doch. Zum einen reduziert sie die Größe des Heckfensters, womit die Sicht nach hinten deutlich eingeschränkt ist. Gut, dass die Rückfahrkamera zur Serienausstattung gehört.

Serienmäßig Gepäcksicherungssystem an Bord

Zum anderen müssen Vielfahrer und Außendienstmitarbeiter auf 30 Liter Volumen im Gepäckraum verzichten. Das sollte zu verschmerzen sein, zumal 594 Liter im Vergleich zu anderen kompakten Kombis sowieso ein sehr guter Wert sind. Maximal sind 1.545 Liter Fassungsvolumen (hintere Lehnen je nach Ausstattung 40:20:40 umklappbar) möglich.

Ein ab Werk mitgeliefertes Gepäckraumtrennsystem auf Schienenbasis, ein Gepäcknetz und Ablagefächer im Boden dienen zum sicheren Verstauen von Koffern und Taschen. Auf Wunsch lässt sich die Heckklappe sensorgesteuert elektrisch öffnen (690 Euro/Teil des Technologiepakets).

Sportliche Antriebe erhältlich

Drei Aggregate stehen für den Kia ProCeed als Antrieb zur Wahl. Schon der 140 PS starke 1,4-Liter-Turbobenziner (27.690 Euro/29.690 Euro mit DSG) macht einen guten Eindruck. Agil und laufruhig bringt der Direkteinspritzer den 1,4-Tonnen schweren ProCeed in Schwung. Einzig auf Beschleunigungswünsche im sechsten Gang reagiert das Triebwerk etwas müde und muss durch einen Wechsel des Ganges aktiviert werden.

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Kraftvolle Leistung hingegen zeigt GT mit 204 PS. In Kombination mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe benötigt der 1,6-Liter-Benziner (33.190 Euro) laut Kia 7,5 Sekunden, um auf Tempo 100 zu kommen. Mit dem Schaltgetriebe (31.990 Euro) dauert es 0,1 Sekunden länger. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 225 Kilometern pro Stunde mit dem Schalter, bei 230 Kilometern pro Stunde mit der Automatik erreicht.

"Es gibt keinen Grund, die Selbstzünder zu verteufeln"

Geschäftsführer Steffen Cost geht davon aus, dass angesichts der Diesel-Diskussionen Ottomotoren deutlich das Rennen bei der Nachfrage nach dem Kia ProCeed machen werden. Dennoch hofft er auf einen kleinen Anteil von zehn Prozent für den durchzugsstarken 1,6-Liter-Diesel (29.590 Euro) mit 136 PS und 320 Newtonmetern (in Verbindung mit dem DSG/sonst 280): "Es gibt keinen Grund, die Selbstzünder zu verteufeln." Gleichzeitig fordert er von der Politik ein klares Konzept, um diese mittlerweile sehr saubere Antriebsart zu rehabilitieren.

Keinerlei Nachhilfe benötigt der ProCeed in Sachen Fahrwerk und Lenkung. Die Kennlinien wurden in beiden Fällen deutlich straffer ausgelegt als bei den Seriengeschwistern. Das erlaubt auch bei hohen Geschwindigkeiten Lastwechsel, ohne dass der Viertürer aus der Ruhe kommt. Auf schlechten Wegstrecken werden Schläge und Stöße hingegen weitestgehend weggefiltert.

Serienausstattung: Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis für den Kia ProCeed

Bleiben die Betriebskosten als Argument, um im Fuhrpark zu wahrgenommen zu werden. Erste positive Rückmeldungen der Restwert-Experten versprechen höhere Werte als bei den anderen Ceed.

Und die Serienausstattung kann sich unter anderem mit Assistenten für drohende Frontkollisionen, das Verlassen der Fahrspur oder zur Überwachung des Toten Winkels ebenso sehen lassen wie mit DAB-Radio, Abstandsradar, LED-Scheinwerfer und Rückfahrkamera. Selbst mit der Anschaffung des Navi-Pakets (mit Verkehrszeichenerkennung und Soundsystem/890 Euro) bleibt der attraktive Shooting Brake mit der Basismotorisierung unter der 30.000-Euro-Marke.

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