Fahrbericht 02.08.2017

Die Alternative zum Diesel?

Škoda Octavia Combi 1,0

Klar, den facegelifteten Octavia gibt es nun schon knapp ein Jahr auf dem Markt zu kaufen; etwas weniger beachtet wurde bislang aber ein Motor, der es in sich hat. Der 1,0-Liter-Benziner erschien bislang kaum eine Konkurrenz zu den bewährten und bekannten Dieselmotoren zu sein. Doch in Zeiten von Dieselgate lohnt sich ja vielleicht ein Blick auf den kleinen Motor mit seinen nominell 115 PS?

 - Bilder zum Fahrbericht Skoda Octavia 1,0 August 2017
Bilder zum Fahrbericht Skoda Octavia 1,0 August 2017
Škoda

Antrieb

Wie gesagt: 85 kW (115 PS) schöpft der exakt 999 Kubikzentimeter große Dreizylinder-Reihenmotor aus seinem Hubraum. Unterstützt wird er dabei von einem Abgasturbolader, so dass ein Drehmoment von 200 Newtonmeter zwischen 2.000 und 3.500 Umdrehungen anliegt. Das klingt nach nicht viel, liefern die Selbstzünder-Triebwerke doch meist weit mehr. Doch schon die ersten Meter führen zum ehrfürchtigen Staunen seitens des Piloten. Sanft und dennoch zügig zieht der Octavia von dannen, beschleunigt durchaus kräftig, ohne dies akustisch kund zu tun. Die Gänge lassen sich präzise einlegen, und man muss den Motor nicht in die optimale Drehzahlregion treiben, will man zügig vorankommen. Die Harmonie ist groß, die Überraschung ebenfalls.

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Škoda

Keine Frage, hier ist dem VW-Konzern ein toller Motor gelungen, der zeigt, was Downsizing alles bewerkstelligen kann. Das bestätigte er auch auf einer längeren Tour, die unter anderem durch den Thüringer Wald führte: An Steigungen merkt man dem Triebwerk die fehlenden Kubik zwar durchaus an, doch mit ein wenig Stoizismus lässt sich das gut aushalten. Ist die Straße eben, rollt es sich kommod und leise bei 150 km/h und mehr.

Fahrwerk

Das sowieso schon überzeugende Fahrwerk des Octavia kommt auch mit dem kleinen Motor gut zurecht, gibt sich ausgewogen und wenig nervös.

Sicherheit/Ergonomie/Qualität

Auch hier unterscheidet sich der Octavia 1,0 nicht von seinen bekannteren Brüdern. Wir fuhren die zweithöchste Ausstattungsversion Style, die schon viele Nettigkeiten enthält; für den Müdigkeitswarner (50 Euro), den Fernlichtassistent (190 Euro) und Seitenairbags hinten (440) muss man allerdings Aufpreis zahlen. Die Topausstattung Laurin & Clement ist nicht verfügbar.

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Škoda

Im Innenraum schätzten wir die schnörkellose, aber solide wirkenden Materialien, die gute Verarbeitung und viele praktische Details, für die die Marke ja mittlerweile bekannt ist. So staunen wir immer noch darüber, wie einfach es sein kann, Türtaschen so zu formen, dass eine Literflasche problemlos hineinpasst, nicht verrutscht und einfach heraus genommen werden kann.

Als nicht mehr ganz so problemlos bedienbar empfanden wir das Topmodell im Bereich Infotainment mit Namen Columbus, da man bisweilen zwei, dreimal tippen muss, wenn man die Menüs wechseln möchte. Wir sind Fan der acht mechanischen Tasten rund um den Bildschirm, die man fast auch ohne hinzusehen findet.

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Kosten

24.590 Euro brutto möchte Škoda für den Octavia Combi 1,0 Style mit Sechsgang-Getriebe haben. Zum Vergleich: Die Version mit 1,6-Liter-Diesel (und ebenfalls 115 PS) kostet 2.800 Euro mehr; der 2,0-Liter-Diesel mit 150 PS gut 4.500 Euro mehr. Der Verbrauch pendelte sich bei 6,2 Liter auf 100 Kilometer ein, was 1,3Liter über der Norm liegt, ein Wert mit dem man angesichts der Fahrleistungen leben kann.

Fazit

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Dass Ein-Liter-Turbomotoren bisweilen Beachtliches leisten, wussten wir. Dass ein so kleiner Motor aber so souverän mit einem Fast-Mittelklasse-Auto umzugehen versteht, hat uns doch überrascht. Noch dazu mit einem Verbrauchsschnitt, der nicht sonderlich weit oberhalb der NEFZ-Normangabe liegt. Fuhrparkleiter und/oder Dienstwagenberechtigte, die nach einer Alternative suchen, sollten diesen Motor mal erfahren. Und das Schöne dabei: Durch den niedrigeren Listenpreis kann man sich das eine oder andere Extra zusätzlich gönnen.

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Datenblatt
 
  
Modell Škoda Octavia Combi 1,0 Style DSG
kW/PS 85/115
Drehmoment (Nm/Umin) 200/2.000-3.500
L/B/H (mm)4.300/1.820/1,560 4.667/1.814/1.465
Laderaum min/max (l) 610/1.740
Zuladung (kg) 645
Anhängelast gebr./ungebr. (kg) 1.600 / 630
Testverbrauch (l/100 km)9,4 6,2

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2 Kommentare zu "Die Alternative zum Diesel? "

  1. Siddhant Yadav - 17.11.2017, 10:40 Uhr (Kommentar melden)

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