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Firmenwagenwissen

Die beliebtesten Innenausstattungen

Transporter helfen Geld verdienen – das stand schon in den 50er Jahren auf einem Werbeplakat für den „Bulli“, den VW Transporter. Daran hat sich auch heute nichts geändert: Kastenwagen oder Kombis helfen Handwerkern, Servicemitarbeitern oder Shuttleunternehmen, ihre Aufgabe möglichst erfolgreich zu erfüllen. Geändert hat sich aber der Anspruch an Fahrzeuge. Ein paar Faktoren gelten immer: die Fahrzeuge sind Arbeitsmittel, das jeden Tag einsatzbereit sein muss und so wenig wie möglich ausfallen darf. Zudem sind die Anforderungen an die Laderaumgestaltung und die Ladungssicherung in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich. Denen muss der Grundaufbau von Kastenwagen oder Kombi gerecht werden. Nicht zu vergessen, dass die Fahrer und Nutzer meistens häufig wechseln. Der Arbeitsplatz hinter dem Lenkrad sollte dennoch immer passen. Und über allem steht immer der Kostendruck. Wenn es so günstig wie möglich sein soll, dann könnte man ja meinen, dass vor allem die Basisversionen der 2,8-Tonner hoch im Kurs stehen. Aber auf Nachfrage bei den Herstellern stellt sich das als Trugschluss heraus. Der „Nacktfrosch“, wie die Basisversion bei einem Hersteller scherzhaft genannt wird, ist eher unbeliebt. Obwohl sich beispielsweise 50 Prozent der NV 300-Kunden für den 120 PS-starken dCi 120 entscheiden, den es auch in der Basisversion Eco (24.890 Euro) geben würde, liegen Nissan ausschließlich Bestellungen für die Ausstattungsniveaus Pro oder Comfort vor.

Eine Entscheidung, die durchaus sinnvoll ist. Für 540 beziehungsweise 2.110 Euro Aufpreis bietet das japanische Modell doch einiges mehr an Extras. Gegenüber „Pro“ gehören dann vom Beifahrerairbag, einer umklappbaren Beifahrerdoppelsitzbank mit PC-Ablage und Staufach, elektrischen Fensterhebern mit Impulsfunktion, der geschlossenen Trennwand mit Durchladeklappe, seitlich angebrachten Verzurrösen bis hin zur Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung oder einer 12-Volt-Steckdose im Laderaum zum Lieferumfang.

Ein Trend, den auch Ford beim Transit Custom kennt. Von den Kastenwagen werden 45 Prozent in der Basisausstattung, 50 Prozent als „Trend“ und fünf Prozent mit dem größten Ausstattungsumfang (Limited) ausgeliefert. Für zusätzliche 2.000 Euro gibt es das mittlere Ausstattungsniveau „Trend“ mit Audiosystem, elektrisch beheiz- und verstellbare Außenspiegel, Fahrersitz mit Lordosenstütze, Tempomat, abschließbares Handschuhfach, Klimaanlage, Lederlenkrad, Park-Pilot-System, eine halbhohe Seitenwandverkleidung, Vinyl-Boden oder Scheinwerfer mit Abbiegelicht.

Bei Mercedes besteht zumindest bei den Vito-Tourer-Kunden ein Zusammenhang zwischen der Motorleistung und dem Ausstattungsniveau: während die meisten Kunden der Basisversion „Pro“ vielfach zum hinterradangetriebenen CDI 1140 greifen, wählen Käufer der hochwertigen „Select“-Modelle eher die Version mit 190 PS.

Beim VW Transporter steht der aktive Park-Assistent hoch im Kurs – in 32 Prozent aller Verkäufe wird er bestellt. An der Spitze liegt jedoch die Klimaanlage (81 Prozent), dicht gefolgt vom Regensensor (75,6 Prozent) und der Höheneinstellung des Fahrersitzes (69 Prozent).

Fahrer des Citroën Jumpy profitieren von der kompletten Neuentwicklung des Fahrzeugs nicht nur aufgrund des deutlich gewachsenen Platzangebots, sondern erhalten mit Armlehnen und Lendenwirbelsäulenstütze eine bequemere und damit gesündere Arbeitshaltung. Zudem gehören Berganfahrhilfe, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Tempomat und eine verblechte Trennwand mit zum Lieferumfang.

Eine Klappe zum Durchladen unter dem Beifahrersitz eröffnet im Renault Trafic zusätzliche 1,20 Meter Ladelänge, womit im L1 Gegenstände von bis zu 3,75 Metern Länge, im L2 sogar bis zu 4,15 Meter transportiert werden können. Wenn selbst das nicht genügt, dann könnte die rechte Hecktür offen gelassen werden, da die Linke speziell dafür über eine eigene Sicherheitsvorrichtung verfügt.

Mit dem Modellwechsel vom Scudo zum Talento hat Fiat auch die Variabilität des 2,8-Tonners deutlich erhöht. Neue Abmessungen in Kombination mit dem Ladevolumen zwischen 5,2 und 8,6 Kubikmetern, drei unterschiedliche Innenraumvarianten mit diversen Staufächern und bis zu 90 Litern Inhalt sowie vier effiziente Dieseltriebwerke machen das italienische Modell nun deutlich attraktiver.

Um den Spagat zwischen dem besten Alltagsnutzen und den geringsten Gesamtkosten (TCO) zu erreichen, schnüren Hersteller ein ganzes Paket an Maßnahmen. Bei Nissan reicht die Palette beispielsweise vom Angebot der Allwetterreifen, die eine Achtfach-Bereifung für eine Vielzahl von Nutzern in Deutschland überflüssig macht, über die großzügigen Verstellmöglichkeiten des Fahrerplatzes, diversen Ablagen- und Verstaumöglichkeiten bis hin zu diversen Optionen, ein mobiles Büro zu installieren. Dazu kommt eine volle Herstellergarantie über fünf Jahre oder 160.000 Kilometer sowie sparsamen und aufgrund des flachen Drehmomentverlaufs schaltfaul zu fahrenden Bi-Turbo-Aggregaten. Mit flexiblen Wartungsintervallen bis zu 40.000 Kilometern und energieeffizienten Motoren in diversen Leistungsstufen punktet Mercedes ebenso wie mit individuellen, auf die speziellen Kundenanforderungen zugeschnittenen Serviceträgern. Die vollverzinkte Karosserie und eine verbesserte Hohlraumversiegelung sollen für einen gleichbleibend hohen Qualitätseindruck sorgen. Der neuen Generation des Jumpy wird eine sehr gute Restwertentwicklung prognostiziert, was die Finanzierungskosten beziehungsweise den Wertverlust gering hält. Niedrige Betriebskosten verspricht auch Citroën mit den ebenfalls neuen Selbstzündern. Mit 5,1 Litern Verbrauch setzt sich der BlueHDI mit 115 PS (Start-Stopp-Funktion/Sechsgang-Schaltgetriebe) derzeit an die Spitze im Segment. Deutlich weniger Spritbedarf ist ebenfalls eine der Optimierungen, die Volkswagen für den T6 vorgenommen hat. Im Vergleich zum Vorgänger sind es nun 5,9 anstelle von 6,8 Litern. Die Kosten für Wartung und Verschleiß sind von 1.362 Euro im Schnitt auf 1.223 Euro gesunken. Und bei den Betriebskosten kommt der VW nun auf einen Wert von 6.503 Euro (6.993 Euro) im Jahr. Einsparungen, die dazu beitragen, dass mit der Transporter-Flotte Geld verdient wird.

Von Sabine Neumann

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