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Foto: Citroen Deutschland GmbH
Immer mehr Transporter-Hersteller bieten ihre Fahrzeuge mit reinem, Elektroantrieb oder als Hybridvariante an.

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Elektromobilität

Diese Elektro-Transporter gibt es schon heute zu kaufen

Das Angebot an rein elektrischen Autos nimmt Fahrt auf. Auch die Auswahl an Elektro-Transportern wird immer größer. Eine Marktübersicht.

Von Christian Frederik Merten

Wer häufig auf Langstrecken unterwegs ist, für den eignen sich reine Elektroautos heute noch nicht. Anders sieht es aus, wenn Fuhrparks vor allem kurze bis mittlere Strecken zurücklegen. Wer zum Beispiel mit seinem Transporter täglich nicht mehr als 100 Kilometer zum Kunden fährt oder Pakete ausliefert, sollte sich das aktuelle Angebot an Elektro-Transportern durchaus einmal ansehen. Denn immer mehr Transporter-Hersteller bieten neben den konventionellen Diesel-Aggregaten auch reine Elektromotoren für ihre Frachter an.

Wichtige Anbieter mit elektrischen Transportern

Derzeit sind es vor allem mittelgroße und große Transporter, die auf Wunsch auch als Elektrovariante zur Verfügung stehen. Der soeben aus FCA und PSA fusionierte Stellantis-Konzern ist mit den baugleichen Citroen e-Jumpy, Opel Vivaro-e und Peugeot e-Expert besonders variantenreich am Start. Neben verschiedenen Längen gibt es zwei Akku-Größen (50 und 75 kWh) und bei Opel auch eine feste Doppelkabine. Neben den Kastenvarianten gibt es alle drei Modelle auch als bis zu neunsitzigen Kombi.

Auch VW Nutzfahrzeuge ist elektrisch unterwegs, zu allererst mit dem e-Crafter. Als e-TGE ist er auch mit MAN-Logo zu haben. Den Dauerbrenner VW Transporter – landläufig Bulli genannt – gibt es ebenfalls rein elektrisch. Aber: Auch wenn der ganz offiziell auf der Marken-Website beworben wird, rüstet Kooperationspartner Abt Kasten sowie Kombi und Caravelle (beide maximal neun Sitze) in Eigenregie um.

Nur mit Stern gibt es den Mercedes e-Sprinter (Akkugröße 41 oder 55 kWh), in zwei Längen, dafür aber nur mit 41-kWh-Akku e-Vito. Aufgepasst: Ein DC-Schnellladesystem gibt es nur für den Personentransporter e-Vito Tourer mit ebenfalls bis zu neun Sitzplätzen, aber nicht für den Kasten. Allerdings verfügt der e-Vito Tourer auch über einen deutlich größeren Akku (100 kWh).

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Keine Schnellladung bei Renault

Fehlen noch Nissan und Renault. Bei den Japanern beschränkt sich das Angebot elektrischer Transporter zur Zeit auf den e-NV200 als Kasten und Kombi. Bei Renault gibt es den Kangoo Z.E. in zwei Längen als Kasten und Kombi, der größere Master Z.E. bietet eine in seinem Umfeld unschlagbare Variantenvielfalt: Er ist nicht nur als Kasten zu haben, sondern auch als Fahrgestell und als Plattform-Fahrgestell. Weder für Geld noch gute Worte gibt es für die elektrischen Renault-Transporter jedoch ein Schnellladesystem.

Neueinsteiger im Markt nicht nur für Elektro-Transporter sind Maxus und Tropos. Maxus ist eine Marke des chinesischen SAIC-Konzerns und bietet seit Kurzem in Deutschland die Modellreihen eDeliver 3 – in zwei Längen und mit zwei Akku-Größen, ausschließlich als Kasten – und EV80 an. Der EV80 basiert auf einer älteren Konstruktion der mittlerweile verschwundenen englischen Nutzfahrzeug-Marke LDV, ist aber neben dem Kasten auch als Fahrgestell oder als Kombi lieferbar. Bei den Tropos-Modellen handelt es sich um kleine elektrische Basisfahrzeuge für Pritschen oder Kofferaufbauten.

Neue Elektro-Transporter für 2021

Auch bei den elektrischen Transportern gilt es vor dem Kauf natürlich, den Einsatzzweck genau im Blick zu haben, damit sich die Investition rentiert. Denn die ist, schaut man ausschließlich auf den Listenpreis, meistens nicht ohne. Steht zum Beispiel ein Opel Vivaro Cargo M mit 122-Diesel und Automatik ab 30.160 Euro (alle Preis netto zzgl. USt.) in der Preisliste, kostet die vergleichbare Elektrovariante mindestens 36.890 Euro. Aber: Mit Ausnahme des ausschließlich im Rahmen von Regionalprojekten geförderten Tropos Able und der Kombi-Variante des Maxus EV80 stehen alle Elektro-Transporter in unserer Übersicht auf der Förderliste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Ohne Berücksichtigung weiterer Rabatte für den Verbrenner und mit bis zu 9.000 Euro Fördersumme liegen die Preise vieler Elektro-Transporter auf dem Niveau vergleichbarer Diesel – oder sogar darunter, wie in unserem Opel-Beispiel. Heißt: Informieren und Preisvergleiche sind für Fuhrparks und Handwerksbetriebe das A und O vor der Anschaffung von Elektro-Transportern.

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Das wird in Zukunft auch deshalb immer wichtiger, weil sich das Angebot an Elektro-Transportern auf absehbare Zeit noch deutlich vergrößern wird. Im Laufe des Jahres wird Stellantis seine großen Transporter Citroen Jumper, Fiat Ducato und Peugeot Boxer elektrifizieren. Auch Opel wird eine elektrische Version seine größeren Modells Movano auf den Markt bringen. Am unteren Ende der Palette sind für 2021 elektrische Varianten der Kleintransporter Citroen Berlingo, Opel Combo und Peugeot Partner geplant. Und auch die Toyota-Transporter Proace und Proace City – Kooperationsprodukte mit Stellantis – werden ab Mitte beziehungsweise Herbst 2021 mit reinem Elektroantrieb vorfahren. Erst ab 2022 gibt es mit dem großen Transit BEV Fords ersten Elektro-Transporter.

Seltene Alternative Plug-in-Hybrid

Übrigens: Wer sich für den reinen Elektroantrieb im Transporter nicht erwärmen kann, für den gibt es auch in diesem Segment auch die Alternative Plug-in-Hybrid. Hier ist die Auswahl allerdings deutlich geringer. Das Angebot besteht derzeit aus dem bekannten Ford Transit Custom als Kastenwagen und Kombi und dessen Pkw-Variante Tourneo Custom sowie aus einem neuen Marktteilnehmer: Der Hersteller der aktuellen Version des legendären London-Taxis, die Geely-Tochter bietet ab Frühjahr den 5,23 Meter langen Transporter VN5 auch in Deutschland an.

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