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Marktübersicht E-Autos 2018

Diese Elektroautos stromern jetzt herum

Das sind alle zurzeit in Deutschland käuflichen Elektroautos. Gefragte Modelle haben zum Teil über zwölf Monate Lieferzeit.

Inhaltsverzeichnis

Von Thomas Wüsten / AutoAmbition

Wer Fuhrparkmanagern zuhört, erkennt schnell, dass der Elektroantrieb bereits viele Interessenten hat. Dennoch liegt der Marktanteil von reinen Elektroautos, auch BEVs (Battery Electric Vehicle) genannt, immer noch unter einem Prozent. Hier eine Auswahl der wichtigsten Modelle (ohne Plug-in-Hybride).

Elektroautos: Der Renault Zoe kostet netto nur 18.403 Euro

Der Renault ZOE ist bereits seit 2013 auf dem Markt. Er gilt als das meistverkaufte Elektroauto Europas. Der Renault Zoe kostet netto 18.403 Euro plus monatliche Batteriemiete (70 bis 120 Euro je nach Jahresfahrleistung). Seit 2017 ist der ZOE auch mit einer stärkeren 41-Kilowattstunden-Batterie erhältlich (Basis 22 kWh). Der Antrieb des ZOE leistet 68 kW/92 PS und liefert 220 Newtonmeter Drehmoment. Praktisch 300 Kilometer Reichweite sollen möglich sein.

Der spaßige Zweisitzer Renault Twizzy (Preis: 5.480 Euro) ist seit 2012 auf dem Markt.

Mit dem Renault Kangoo Z.E. (Preis: 20.820 Euro) bietet der französische Hersteller einen kompakten Kastenwagen mit einem Ladevolumen von bis 4,6 Kubikmeter. 44 kW E-Motor-Leistung stehen einer Batterie mit 33 kWh gegenüber. Die Batterie kann gemietet oder gekauft werden, mit Batterie kommt der E-Kangoo auf 29.920 Euro. Renault stellt eine Reichweite von bis zu 270 km in Aussicht.

Als großer Transporter ist Renault Master Z.E. (Preis: 59.900 Euro) im Angebot. Der Motor leistet 57 kW und die Reichweite soll bis zu 120 km betragen. Sechs verschiedene Aufbauversionen sind möglich.

Nissan Leaf

Anfang 2018 startete der Verkauf der zweiten Generation des Nissan Leaf. Zum Preis von 28.848 Euro kommt er mit 110 kW/150 PS Leistung, 320 Nm Drehmoment und einer 40-kWh-Batterie. Damit soll der knapp 4,50 Meter lange Leaf eine Reichweite von knapp 300 Kilometer realisieren (WLTP). Eine 60-kWh-Batterie für 500 Kilometer soll später folgen.

Ebenfalls neu ist der Nissan e-NV200 Transporter oder als fünfsitziger Bus (optional bis zu sieben Sitze) mit dem Namenszusatz Evalia. Der Kastenwagen kostet 28.660 Euro, der Bus kommt auf 36.498 Euro. Daten: 80 kW/109 PS,254 Nm Drehmoment, Batterie mit 40 kWh. Die Reichweite des mit gut 4,50 Meter recht kompakten Trapos soll nach WLTP bei etwa 200 Kilometern liegen.

Elektroautos: Der e-Golf stromert

Der e-Golf kostet aktuell netto 30.168 Euro, inklusive einer 35,8 kWh-Batterie. Sein Synchronelektromotor leistet 100 kW/136 PS und bringt ein Drehmoment von 290 Newtonmeter. Rund 300 Kilometer Reichweite sollen maximal möglich sein. Lange Lieferzeiten und das Ende der Produktionszeit sind absehbar. Der neue Golf 8 (kommt 2019) erhält keine e-Golf-Variante, weil bald die neue VW-Elektro-Marke I.D. startet.

Der VW e-up ist für viele zu klein

Mit dem e-up und der viertürigen Nutzfahrzeug-Variante e-load-up hat VW sein kleinstes Modell nachträglich elektrifiziert. Der e-up kostet netto 22.605 Euro (e-load-up 23.105 Euro). Dafür gibt es eine Leistung von 60 kW, 210 Newtonmeter Drehmoment und eine Batterie mit 18,7 kWh. Der e-up soll bei gemäßigter Fahrweise eine Reichweite von rund 130 Kilometer sicherstellen. Im Fuhrpark ist er mit nur 3,50 Metern Länge für manche Einsätze einfach zu klein.

Smart Elektroautos heißen EQ

Smart hat mit dem EQ fortwo, mit dem EQ fortwo Cabrio und mit dem EQ forfour drei E-Modelle im Portfolio. Die Preise für die kleinen Stromer liegen netto zwischen 18.436 Euro und 21.176 Euro. Alle drei Modelle verfügen über 60 kW E-Antrieb, der 160 NM Drehmoment bereitstellt. Die Batterie fasst 17,6 kWh. Die reale Reichweite beträgt laut Medien-Tests rund 110 Kilometer.

Kia kommt noch 2018 mit dem Niro EV

Seit Anfang 2015 ist der Kia Soul EV in Europa erhältlich. Der Crossover kostet 24.781 Euro und verfügt über einen 81 kW/110 PS starken E-Motor. Das maximale Drehmoment beträgt 285 Nm und die Batterie besitzt eine Kapazität von 30 kWh. Rund 200 Kilometer werden als Reichweite genannt.

Ab Herbst 2018 nimmt Kia den Kompakt-SUV Niro EV ebenfalls als BEV ins Programm auf. Leistung: 150 kW/2014 PS und 410 Nm Drehmoment. Der Niro EV soll 160 km/h schnell sein und mit der stärkeren 64-kWh-Batterie (Basis: 39,2 kWh) nach dem aktuellen WLTP-Zyklus über 450 Kilometer Reichweite schaffen.

Preis: netto etwa 29.500 Euro.

Hyundai Ioniq Elektro – gut und günstig

Während der Hyundai Ioniq PHEV bereits seit 2017 verkauft wird, startete der Hyundai IONIQ Elektro erst Anfang 2018. Mit 88 kW/120 PS Leistung, 295 Nm Drehmoment und einer 28-kWh-Batterie bietet der Kompaktklasse-Fünfsitzer guten E-Auto-Durchschnitt zum Preis von 24.485 Euro. Rund 280 Kilometer Reichweite und eine mögliche Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h werden von einer 8-Jahre-Garantie auf die Batterie ergänzt.

Ab August vervollständigt der Hyundai Kona Elektro das BEV-Angebot der Koreaner. Der 4,17 Meter lange City-Crossover kommt mit zwei Leistungsstufen. 99 kW/135 PS stark mit 39,2-kWh-Batterie und als Variante mit 150 kW/204 PS sowie 64-kWh-Batterie. Die Preise: 25.441 Euro und 28.676 Euro. Der Kleine bietet rund 300 Kilometer Reichweite, der Starke sogar knapp 500 Kilometer und zudem mit 7,6 Sekunden auf 100 km/h die deutlich bessere Beschleunigung.

Elektroautos: BMW i3 optional mit Range Extender

Bereits seit Ende 2013 ist der BMW i3 im Angebot. Das Elektroauto ist mit 125 kW/170 PS (i3s 134 kW/184 PS) gut motorisiert, beschleunigt BMW typisch dynamisch und läuft bis zu 150 km/h schnell (i3s 160 km/h). Mit Range-Extender und der großen 94 kWh Batterie ergibt sich eine praxistaugliche Reichweite von um die 300 Kilometer.

Der Jaguar I-Pace ist Vorreiter

Seit Anfang Juli ist der erste Elektro-Jag I-Pac eim Handel. Die Daten: Allradantrieb mit zwei Elektromotoren (jeweils vorn u. hinten), insgesamt 294 kW/400 PS, 696 Newtonmeter maximales Drehmoment und eine Batteriekapazität von 90 kWh. Der I-Pace soll nach der anspruchsvollen WLTP-Norm eine Reichweite von 480 Kilometern schaffen (Verbrauch: 21,2 kWh/100 km) und in nur 4,8 Sekunden von Null auf 100 km/h sprinten können. Der Einstiegspreis liegt bei knapp 65.500 Euro.

Audi greift mit dem e-tron quattro an

Audi wird spätestens im Herbst den e-tron quattro auf den Markt bringen. Der Preis der Basis-Version soll 62.277 Euro betragen. Audi setzt auf drei Elektromotoren, einen vorne und zwei an der Hinterachse. Die Batteriekapazität soll 95 kWh betragen. Das ermöglicht eine Reichweite von rund 500 Kilometer, natürlich nur dann, wenn die maximale Leistung von etwa 370 kW/440 PS (im Boost-Modus) nicht zu oft abgerufen wird.

Tesla ist seit Jahren am Start

Bislang zielt Tesla mit drei Elektroautos auf solvente E-Auto-Fans. Tatsächlich in Deutschland verfügbar sind allerdings nur die beiden teureren BEVs, das Model S (im Verkauf seit 2012) und das Model X (im Verkauf seit 2016). Beide Modelle spielen in der Preisliga über 75.000 Euro bzw. 94.000 (netto) und tun mit ihrem Erfolg (beide zusammen in 2017 mit über 3.100 Zulassungen) der Konkurrenz schon richtig weh.

Das lange angekündigte, kleinere und preisgünstigere Model 3 wird zwar seit 2017 in Mini-Stückzahlen gebaut, aber Tesla hat große Produktions-Probleme. Die Markteinführung des 4,70 Meter langen und rund 33.600 Euro teuren BEVs wurde mehrfach verschoben. Nun soll der Verkauf in Deutschland ab 2019 beginnen.

Opel wollte mitspielen – darf aber nicht

Der jetzige Eigentümer PSA verdient nach Medienberichten mit dem Verkauf des Opel Ampera-e kein Geld, da man hohe Lizenzgebühren an GM zahlen muss. Damit ist der Ampera-e zu einem ein Auslaufmodell geworden. Der Motor leistet 150 kW und die Batterie fasst 60 kWh. Damit sollen über 500 Kilometer Reichweite nach NEFZ möglich sein, und das zu einem Preis von 36.126 Euro.

Elektroautos: PSA hat vieles im Angebot

Peugeot hat mit dem iON und mit dem Partner Electric zwei BEVs im Angebot. Der elektrische Kleinwagen iON basiert ebenso wie der Citroën C-Zero auf dem Mitsubishi i-MiEV. Die Technik stammt also aus dem Jahr 2006. Das Leistungs- und Raumangebot passt allenfalls in den Stadtverkehr.

Der Peugeot Partner Electric ist als Kastenwagen ein direkter Wettbewerber des Renault Kangoo Z.E. Sein E-Motor leistet 49 kW und mit der 22,5 kWh fassenden Batterie soll eine Reichweite von etwa 170 Kilometer möglich sein. Citroën bietet mit dem Berlingo Electric eine technisch baugleiche Variante an.

Mercedes hat mit der Marke EQ Großes vor

Der soeben gestartete Mercedes eVito ist das einzige BEV im Programm. Sein Motor leistet 84 kW und bringt maximal 300 Nm. Die Batterie fasst 41,4 kWh, was dem Transporter eine Reichweite von rund 150 Kilometer (WLTP) verleiht. Knapp über eine Tonne Zuladung und ein maximales Ladevolumen von sechs Kubikmetern gibt es zum Kaufpreis von 39.990 Euro. Die neue Mercedes Elektro-Submarke EQ startet vermutlich erst 2019.

Iveco Daily Electric am Start

Iveco bietet mit dem Daily Electric einen E-Transport, der als Kastenwagen, Kleinbus oder auch nur als Fahrgestell lieferbar ist. Dank verschiedener Radstände sind Gesamtlängen von rund fünf Meter bis 7,5 Meter möglich. Entsprechend gibt es Versionen von 1,4 Tonnen bis zu 4,0 Tonnen Nutzlast. Der E-Motor leistet 80 kW und bringt 300 Nm Drehmoment. Die Preise beginnen bei 58.823 Euro. Die Reichweite soll bei rund 280 Kilometer liegen.

StreetScooter und e.GO Life

Seit 2016 läuft die Serienfertigung des StreetScooter und mittlerweile liegt die Jahresproduktion des Elektroautos bei 20.000 Fahrzeugen. Es gibt bereits mehrere Varianten des Transporters. Die Post deckt nicht nur den Eigenbedarf, sondern verkauft den StreetScooter ab 33.949 Euro bereits in mehreren europäischen Märkten.

Nun starten die Macher des StreetScooter mit dem Elektro-Kleinwagen e.GO Life das zweite Kapitel. Der 3,35 Meter kurze Viersitzer kommt Ende 2018 zu Preisen ab 11.690 Euro (Version Life 20 mit 20-kW-Motor) auf den Markt. Es wird Varianten mit verschieden starken Motoren und entsprechenden Batterie-Kapazitäten geben.

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