Foto: DS Automobiles

bfp-Test

DS7 Crossback E-Tense 4x4: Elektrisierende Göttin

Ambiente, Technik und Design bringt der DS7 Crossback mit, um als edles-SUV wahrgenommen zu werden. Als Plug-in-Hybrid will er auch im Fuhrpark gefallen.

Von Clemens Noll-Velten

Mit der DS schuf Citroën einst eine automobile Ikone. Aufgrund des Gleichklangs mit dem französischen Wort déesse (Göttin) wurde das Mittelklasse-Modell mit der stromlinienförmigen Karosserie schnell zur "Göttin". Heute will Citroëns Mutterkonzern PSA den Glanz vergangener Tage aufleben lassen und mit DS eine eigene Luxus-Marke etablieren.

Viel Komfort im DS7

Der erste Eindruck: außen rund und üppig und elegant, innen extravagant, wertig und außergewöhnlich. Mit dem DS7 Crossback beginnt die zweite Modellgeneration von DS Automobiles auch mit einem Plug-in-Hybriden.

Unser Testwagen verfügte über die "Be Chic"-Ausstattung. Auf bequemen hochwertigen Ledersitzen mit Perlenstich-Ziernähten nimmt der Tester hinter dem Volant Platz. Details wie in Kristall eingefasste Bedienelemente und ein großes Infotainmentsystem unterstreichen das luxuriöse Ambiente im Innenraum.

Zur Sonderausstattung des Testwagens gehörte unter anderem ein Panorama-Schiebedach, eine sensorgesteuerte Handsfree-Heckklappe, deren Öffnungshöhe für Personen jenseits der 1,90-Meter-Marke Kopfschmerzen bereiten könnte und das Premium-Audiosystem "Focal Electra", das über einen ordentlichen Klang verfügt. Eine weitere verbaute Option ist das Night-Vision-System. Die Anzeige wird in das Kombiinstrument eingeblendet und zeigt ein Bild des Geschehens vor dem Auto. Fußgänger, Radfahrer und große Tiere – also alles, was Wärme abstrahlt – werden gelb markiert. Das funktionierte sehr gut. Insgesamt taten die zahlreichen Assistenzsysteme, wie Querverkehrserkennung beim Ausparken unauffällig aber konsequent ihren Dienst. Der DS7 muss sich als Mittelklasse-SUV nicht hinter Mitbewerbern wie dem BMW X3 oder dem Mercedes GLC verstecken. Im Gegenteil. Er ist ein echter Hingucker. Mehrmals wurden wir zu dem Design des Testwagens von Passanten angesprochen, die den DS7 als Fahrzeug der Marke Porsche zuordneten.

Das kann der DS3 Crossback

Aus zwei SUVs besteht die DS-Palette in Europa. bfp fuhrpark & management hat sich die Einstiegsbaureihe DS3 Crossback mit dem Top-Benziner angeschaut.
Artikel lesen >

Bedienung nicht immer intuitiv

Man gewöhnt sich schnell daran, dass nicht alle Bedienelemente am gewohnten Platz sind. Auch die Bedienung ist nicht immer intuitiv. Schließlich war es bei der DS einst nicht anders. Für diese Defizite entschädigen die Premium-Materialien wie Alcantara oder genarbtes Leder.

Nach dem Start setzt sich der E-Tense fast lautlos rein elektrisch in Bewegung, und dank der guten Isolierung werden Fahrer und Passagiere nicht von akustischen Begleiterscheinungen belästigt, wenn sich der Verbrennungsmotor zuschaltet. Dank der intelligenten Platzierung von Batterie und elektrischem Antrieb, bleibt viel Platz im Innenraum und auch im Gepäckabteil.

Neuer Direktor B2B und Gebrauchtwagen bei PSA

Wechsel zu Jahresbeginn: Marcus Hoffmann folgt auf Wilfried Völsgen als Direktor B2B und Gebrauchtwagen der Peugeot Citroën Deutschland GmbH.
Artikel lesen >

Gemeinsame Plattform mit dem Opel Grandland X

Der Kofferraum reicht für den großen Ausflug zu viert. Die Ladekabel finden dabei unter dem Kofferraumboden Platz. Ein seitliches Fach wäre praktischer, um auch bei vollgeladenem Gepäckabteil noch an die Kabel heranzukommen. Das Kofferraumvolumen ist in Ordnung, legt man die Rückenlehnen der Fondsitze um, wächst das Fassungsvermögen des Gepäckabteils von 555 auf 1.405 Liter.

Auch wenn DS als eigenständige Marke im PSA Konzern vertreten ist, nutzt der Konzern die technischen Synergien der anderen Konzernmarken, um Kosten zu sparen. So teilt sich zum Beispiel der DS7 Crossback E-Tense 4x4 die technische Plattform mit den anderen großen SUV des PSA-Konzerns, wie zum Beispiel dem Opel Grandland X. In der Plug-in-Hybrid-Variante stellen die Franzosen dem 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 200 PS zwei Elektromotoren zur Seite: einen mit 110 PS an der Vorderachse und einen hinten mit 112 PS. Die Systemleistung beträgt 300 PS. Das angenehm schaltende Achtgang-Automatikgetriebe sorgt für die entsprechende Kraftübertragung. So ausgerüstet, beschleunigt der DS 7 zügig in 5,9 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht bei 240 km/h seine Höchstgeschwindigkeit.

Im rein elektrischen Modus schwimmt das Auto im Berufsverkehr gut mit, mit bis zu 40 Kilometern Reichweite erfüllt der Franzose in der Praxis gerade so die Mindestanforderung für das E-Kennzeichen. Der Allradantrieb ist serienmäßig, in grobem Gelände wird der DS7 wohl weniger bewegt. Die Anhängelast von 1.200 Kilogramm ist nicht üppig, doch auch hier gilt: Alles ist möglich.

Unser Fazit:

Der Preis für die Version des DS7 Crossback E-Tense 4x4 Be Chic beträgt rund 40.000 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.). Unser Testwagen mit Sonderausstattung kommt auf rund 49.000 Euro. Damit bewegt er sich im Preisniveau der Mitbewerber, bietet aber mehr Glamour. Was mag Autokäufer dennoch daran hindern, sich für den DS7 zu entscheiden? Wer einen DS7 fährt, macht ein Statement: Ich bin kein Konformist. Also ein ideales Fahrzeug für User-Chooser und Unternehmen, die mit ihrem Fuhrpark auffallen wollen.

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!