Foto: Denny Gille

Dataforce-Analyse "Powertrain 2019"

E-Mobilität: Fuhrparkleiter fühlen sich nicht gut informiert

In der Analyse "Powertrain 2019" befragt Dataforce Fuhrparkleiter zum Status Quo beim Thema E-Mobilität. Das Ergebnis: viel Skepsis.

Inhaltsverzeichnis

Das Marktforschungsinstitut Dataforce hat für die Analyse "Powertrain 2019" 615 Fuhrparkleiter befragt, wie sie zum Thema Elektromobilität stehen und wie ihre Vorhaben aussehen. So planen die Fuhrparkleiter im Schnitt, die Anteile an Elektrofahrzeugen oder Plug-In-Hybriden in ihrer Flotte bis Ende nächsten Jahres zu verdoppeln. Sie finden aber auch klare Worte, was sie von den Herstellern noch erwarten.

Kenntnisstand ist ausbaufähig

So zeigt die Analyse einerseits, dass sowohl Gesamtökobilanz als auch Nachhaltigkeit von E-Fahrzeugen von den Fleetmanagern stark angezweifelt werden. Aber andererseits spielt neben den Kosten und der fehlenden flächendeckenden Ladeinfrastruktur ein weiterer Faktor eine große Rolle: mangelhafte Informationspolitik seitens der Hersteller.

50 Prozent der Befragten fühlen sich "weniger gut" bis "gar nicht gut" durch die Automobilindustrie oder die Autohäuser zu elektrischer Mobilität informiert. Lediglich knapp ein Viertel sieht sich "außerordentlich gut" bis "gut" mit Fakten versorgt.

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Mehr Aufklärungsarbeit gefordert

So sollte mit Aufklärungsarbeit und gezielten Kampagnen, nicht nur auf den Webseiten der Hersteller, auf den sinnvollen Einsatz der unterschiedlichen Antriebstechnologien hingewiesen werden, meinen die Befragten. Denn als Dienstwagen – so sind sich die Fuhrparkleiter nach ihrem Wissensstand jedenfalls einig – seien Benziner und Dieselfahrzeuge nach wie vor die bessere Wahl. Die Mehrheit (55 Prozent) aller Flottenbetreiber ist dabei selbst schon einmal E-Fahrzeug gefahren, im letzten Jahr waren es noch 48 Prozent.

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Ladeinfrastruktur unterschätzt

Die Ladeinfrastruktur jedoch bereitet den Fuhrparkleitern und Dienstwagenfahrern nach wie vor Sorgen. Auf die Schätzfrage nach der aktuellen Anzahl öffentlich zugänglicher E-Tankstellen vermuten 13 Prozent der Fuhrparkleiter, dass es maximal 1.000 gibt. Laut Bundesnetzagentur (Stand 10/2019) sind es allerdings 10.500 gemeldete Ladeeinrichtungen. Im Schnitt werden von den Befragten 8.000 Ladesäulen in Deutschland aktuell geschätzt und 43.500 gefordert.

Mehr als 60 Prozent der Befragten verfügen bereits über Lademöglichkeiten im Unternehmen oder haben die Planung bereits in Angriff genommen. Knapp 40 Prozent hingegen haben keine Stromtankstelle und planen auch keine. Dabei sind die Begründungen breit gefächert: von absoluter Ablehnung von E-Mobilität, einem Warten auf Wasserstoff bis hin zu den eingeschränkten baulichen Möglichkeiten vor Ort und desinteressierten Vermietern. (cr)

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