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Foto: Christian Frederik Merten
Im DAT-Vergleich überzeugt der Polestar 2 als restwertstarkes Elektroauto.

Restwertentwicklung

Elektroautos: Höherer Preis, größere Wertstabilität

Immer mehr Fuhrparks entscheiden sich für Elektroautos. Aber wie entwickeln sich die Restwerte der Stromer? Eine DAT-Analyse.

Lange Zeit gestaltete es sich schwierig, Restwerte von Elektroautos zuverlässig zu prognostizieren. Zu groß waren die Unwägbarkeiten, wie sich die Nachfrage nach gebrauchten Stromern entwickeln würde. Mit immer größerer Modellvielfalt und zunehmender Akzeptanz am Markt ändert sich das. Belastbare Restwert- und Wertverlustprognosen gibt es nun auch für Elektroautos, für bfp FUHRPARK & MANAGEMENT berechneten die Experten der DAT die Wertentwicklung beliebter Autos mit Elektroantrieb.

Premium zahlt sich aus

Der Elektromotor ist der kleinste gemeinsame Nenner im Auswahlfeld, die berücksichtigten Modelle gehören verschiedenen Segmenten an. Deshalb liegen den Berechnungen neben 36 Monaten Haltedauer ausnahmsweise verschiedene Jahreslaufleistungen zugrunde: 10.000 Kilometer für kleinere und 15.000 Kilometer für mittlere Modelle sowie 20.000 Kilometer für größere und Premium-Modelle.

Das Ergebnis: Als besonders wertstabil erweisen sich größere und teurere Elektroautos. So reißt der Polestar 2 als Erstplatzierter in diesem Vergleich mit 53,3 Prozent Restwert deutlich die 50-Prozent-Marke. Der Mercedes EQC trifft sie genau, der Tesla Model 3 nähert sich ihr mit 48,1 Prozent. Auch Audi E-Tron 50 Quattro und BMW iX3 stehen mit 47,6 und 46,0 Prozent gut da. Der neue Skoda Enyaq iV 60 kratzt mit 44,7 Prozent an der 45-Prozent-Marke.

Deutlich weniger wertstabil zeigen sich dagegen die günstigeren Elektroautos im Markt. Zunächst zum Mittelfeld: So kommt der VW ID.3 Pro als Bestplatzierter in diesem Teilbereich nur auf 43,1 Prozent. Während der Hyundai Kona Elektro es noch über die 41-Prozent-Marke schafft, scheitert der Nissan Leaf an dieser Hürde.

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Kleine Autos, kleiner Wertverlust

Allerdings:  Zwar liegen die Restwerte der hier betrachteten kleineren Elektroautos nur zwischen 40,2 und 41,3 Prozent. Absolut gesehen sind sie aber die Restwert-Stars dieses Vergleichs. Denn ihre deutlich geringeren Preise führen erwartungsgemäß auch zu weniger Geldabfluss. Mit 17.720 bis 18.145 Euro verlieren ihre Halter am wenigsten finanzielle Mittel.

So richtig vergleichen lässt sich das alles ja gar nicht, werden Sie jetzt vielleicht sagen, denn wir reden ja von völlig verschiedenen Fahrleistungen. Stimmt grundsätzlich, aber ein Trend lässt sich aus den Daten dennoch herauslesen. Denn ein Pfund der höherklassigen Elektroautos ist, dass sie trotz höherer Fahrleistungen relativ gesehen weniger an Wert verlieren.

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Polestar 2: Händlereinkaufspreis bei 53,3 Prozent des Netto-Listenpreises (20.000 km p.a.).
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Mercedes-Benz EQC 400 4Matic: Händlereinkaufspreis bei 50,0 Prozent des Netto-Listenpreises (20.000 km p.a.).
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Tesla Model 3 Standard Plus 58 kWh: Händlereinkaufspreis bei 48,1 Prozent des Netto-Listenpreises (20.000 km p.a.).
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Audi E-Tron 50 Quattro: Händlereinkaufspreis bei 47,6 Prozent des Netto-Listenpreises (20.000 km p.a.).
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BMW iX3: Händlereinkaufspreis bei 46,0 Prozent des Netto-Listenpreises (20.000 km p.a.).
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Skoda Enyaq iV 60: Händlereinkaufspreis bei 44,7 Prozent des Netto-Listenpreises (20.000 km p.a.).
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VW ID.3 Pro Life: Händlereinkaufspreis bei 43,1 Prozent des Netto-Listenpreises (15.000 km p.a.).
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Hyundai Kona Elektro: Händlereinkaufspreis bei 41,5 Prozent des Netto-Listenpreises (15.000 km p.a.).
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Nissan Leaf ZE1: Händlereinkaufspreis bei 40,9 Prozent des Netto-Listenpreises (15.000 km p.a.).
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Renault Zoe R110/Z.E. 50 : Händlereinkaufspreis bei 41,3 Prozent des Netto-Listenpreises (10.000 km p.a.).
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Peugeot e-208 : Händlereinkaufspreis bei 40,6 Prozent des Netto-Listenpreises (10.000 km p.a.).
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Opel Corsa-e: Händlereinkaufspreis bei 40,2 Prozent des Netto-Listenpreises (10.000 km p.a.).

DAT-Restwertprognose Elektroautos April 2021

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