Foto: SP-X/Max Friedhoff

Pedelecs

EU will Pflichtversicherung

Um Geschädigte besser zu schützen, will die EU-Kommission eine Haftpflichtversicherung für Pedelecs vorschreiben.

Die Zahl der Pedelecs ist in den letzten Jahre rasant gestiegen. Ebenso rasant sind auch viele Radler mit Elektro-Unterstützung unterwegs. Dadurch hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Pedelec-Beteiligung stark zugenommen. Vor diesem Hintergrund schlägt die EU-Kommission jetzt eine Verschärfung der Regeln vor, die auch für Pedelec-Nutzer einen Mindestversicherungsschutz verlangen soll.

Hohe Schadensquote bei unversicherten Fahrzeugen

Unter anderem verweist die EU-Kommission darauf, dass zum Beispiel im Jahr 2011 allein in den EU-Staaten durch unversicherte Fahrzeuge Unfälle mit einem Schaden von 870 Millionen Euro verursacht wurden. Opfer dieser nur leicht motorisierten Fahrzeuge bräuchten allerdings Schutz. Deshalb sollten etwa auch Pedelecs einen Mindestschutz aufweisen wie er bei anderen Kraftfahrzeugen vorgeschrieben ist. Alternativ schlägt die Kommission einen nationalen Entschädigungsfond für Länder vor, die keine Haftpflicht für neue Elektrofahrzeugarten wollen.

Kritik vom europäischen Fahrradverband

Kritisiert werden diese Vorschläge unter anderem von der European Cyclists' Federation. Millionen Pedelec-Nutzer würden nach Ansicht des Fahrradverbands kriminalisiert und mit zusätzlichen Kosten belastet, was die Attraktivität des Pedelecs mindern würde. In der Regel seien – sofern sie existiert – die Schäden bereits durch eine Privathaftpflicht gedeckt. (KH/SP-X)

Deutlich kürzere Ladezeiten für E-Bikes

Der E-Bike-Komponentenhersteller Bosch erweitert sein Angebot an Batterieladegeräten um eine besonders schnelle Variante, die deutlich kürzere Ladezeiten für Pedelec-Nutzer erlaubt. Der sogenannte Fast Charger ist mit allen Pedelec-Traktionsbatterien von Bosch kompatibel und kann entsprechend auch von Kunden genutzt werden, die ein älteres E-Bike mit Bosch-Antrieb besitzen.

Rückfahrkameras für alle

Die EU-Kommission will Fahrerassistenzsysteme zur Pflichtausstattung neuer Autos machen. Einem nun veröffentlichten Vorschlag zufolge sollen Rückfahrkameras, Müdigkeitserkennungen und intelligente Geschwindigkeitsbegrenzer künftig in allen Fahrzeugen zum Standard zählen. Bei Pkw wird zudem der verpflichtende Einbau von Spurhaltehelfern und Notbremssystemen vorgeschlagen, bei Lkws und Bussen sollen Maßnahmen zur Sichtverbesserung durchgeführt werden. Als obligatorisch vorgesehen sind auch Warnsysteme, die drohende Kollisionen mit Fußgängern und Radfahrern erkennen.

Pläne der EU-Kommission

Werden Rückfahrkameras für Neuwagen bald Pflicht?

Auch verschiedene andere Assistenzsysteme sollen bald verpflichtend in allen Neufahrzeugen eingebaut sein.

Verkehrssicherheit in Europa

Die Zahl der Verkehrstoten in Europa sinkt – aber nicht schnell genug, kritisiert der European Transport Safety Council (ETSC). In einem Bericht kritisiert die Organisation, dass sich der Fortschritt über die vergangenen Jahre verlangsamt habe: 25.250 im Straßenverkehr Getötete 2017 entspricht einem Rückgang von 2 Prozent zum Vorjahr, wie schon 2016. 2015 war die Zahl der Opfer sogar um ein Prozent gestiegen, 2014 hatte sie stagniert.

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