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Foto: Christian Frederik Merten
Trotz Facelift fast alles beim Alten: der Mercedes CLS bleibt sich optisch treu.

bfp-Fahrbericht

Facelift Mercedes CLS: Der Charakter bleibt

Mercedes liftet sein viertüriges Coupé CLS. Optisch bleibt sich der Stuttgarter treu, Technik-Updates gab es bereits 2020 und im Frühjahr.

Eleganz oder Dynamik? Coupé oder Limousine? Wer sich nicht entscheiden kann, greift zum Mercedes CLS. Seit 2004 vereint der Stuttgarter Luxus-Liner das Beste aus zwei Welten – als Wegbereiter der modernen viertürigen Coupés. Seit 2018 steht der CLS Nummer drei bei den Händlern, ab August in optisch überarbeiteter Form.

Nur Details neu im CLS-Design

Trotz Facelift hat sich am Design des CLS hat Mercedes allerdings wenig verändert. Warum auch? Viel Optimierungspotenzial bietet die zurückhaltend-elegant, aber doch dynamisch gezeichnete Coupé-Limousine ja wirklich nicht. Deshalb blieb es außen bei neuen Kühlergittern sowie neu gezeichneten Front- und Heckschürzen. Auch innen bleibt der CLS auf den ersten Blick ganz der Alte: Hier und da gibt es neue Materialien für Zierteile, neue Sitzbezüge und ein neues Multifunktionslenkrad. Außerdem betont Mercedes die zwei Formate von Digitalinstrumenten und Touchscreen: Zweimal 10,25 Zoll oder in der Widescreen genannten Ausführung mit zweimal 12,3 Zoll (im MBUX-High-End-Paket für 2.185 Euro oder im Business-Paket ab 2.340 Euro; alle Preise netto zzgl. USt.).

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Das war´s dann auch schon mit den Änderungen – zumindest auf den ersten Blick. Denn zumindest das Lenkrad versteckt auch eine technische Neuerung. Es wurde nämlich nicht nur neu gezeichnet, sondern erkennt jetzt kapazitiv, ob der Fahrer seine Hände am Volant behält. Lenkbewegungen sind deshalb nicht mehr nötig, wenn die Assistenzen meckern.

Neuer Mildhybrid-Diesel seit Frühjahr 2021

Auch ansonsten ist der CLS up-to-date, wesentlich Neuerungen wurden aber bereits lange vor dem Facelift eingeführt. Mit dem CLS 300d 4Matic hielt im März 2021 zum Beispiel erstmals ein Diesel-48-Volt-Mildhybrid Einzug in das viertürige Coupé. Der laufruhige Vierzylinder leistet 265 PS, der integrierte Startergenerator (ISG) bei Bedarf zusätzliche 20 PS. Durch Rekuperation und Segelfunktion soll der Antrieb besonders effizient arbeiten. Maximal 6,6 Liter Verbrauch gibt Mercedes nach WLTP-Norm an, und tatsächlich ist der große Viertürer kein Säufer. Den WLTP-Wert erreichte er auf unserer Testrunde zwar nicht, mit 7,8 Litern zeigte er sich auf unserer gemischten Testrunde aber äußerst genügsam.

Überhaupt nicht genügsam müssen CLS-Fahrer sein, wenn es um Komfort und Technik geht. Die Coupé-Limousine zählt zu den vorzüglichen Langstreckengleitern, und im Rahmen des Technik-Updates spendierte Mercedes dem CLS schon 2020 mehr und bessere Fahrerassistenzsysteme sowie ein aufgefrischtes MBUX-Infotainmentsystem.

Der von uns gefahrene 300d 4Matic kostet mindestens 56.460 Euro, die Basis CLS 220d mit 194 PS startet bei 51.055 Euro, den Benziner CLS 450 4Matic gibt es ab 61.975 Euro. Serienmäßig kommt der CLS im Avantgarde-Look, optional gibt es aber auch das AMG-Line-Interieur und -Exterieur. Apropos AMG: Als Mercedes-AMG steht der CLS als 53 4Matic+ für 74.115 Euro in der Preisliste – und mit 435 PS plus 22 ISG-PS. Die Schaltung übernimmt immer die harmonische Neungang-Automatik 9G-Tronic, im AMG gibt es das speziell auf die Sportmodelle abgestimmte Speedshift-Getriebe.

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Auch die dynamisch-elegante Coupé-Linie bleibt beim CLS unangetastet.
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Das Heck der Coupé-Limousine CLS fällt elegant nach hinten ab.
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Das MBUX-Infotainmentsystem wurde bereits 2020 aufgefrischt.

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