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Dienstleister unterstützen beim Papierkram

Fahrzeug-Zulassung im Um- und Aufbruch

Mit dem Projekt i-Kfz wird das Verwaltungsverfahren für die Zulassung von Kraftfahrzeugen einer Digitalisierungskur unterzogen. Die internetbasierte Fahrzeugzulassung soll nach dem Willen des Gesetzgebers aber auch weiterhin nur natürlichen Personen offenstehen.

Inhaltsverzeichnis

Von Alfons Wolf

Allerdings stellten im Jahr 2017 rund 65 Prozent der 3,44 Millionen Neuzulassungen gewerbliche Fahrzeuge dar. Wenn also die Firmen auch die Möglichkeit bekämen, ihre Fahrzeuge digital zuzulassen, wäre das Einsparpotential entsprechend groß: Der Bundesverband Fuhrparkmanagement e. V. taxiert die potentiellen Einsparungen auf 40 Millionen Euro.

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Aber auch über finanzielle Aspekte hinausgedacht würde gerade in Großstädten ein elektronisches Verfahren die regelmäßig überforderten Zulassungsstellen spürbar entlasten. Allerdings kann jeder Fuhrparkmanager sich zumindest analoge Entlastung bei spezialisierten Dienstleistern holen.

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Unterstützung von Dienstleistern

Diese Dienstleister kümmern sich um die Abläufe der An-, Um- und Abmeldung und bieten häufig auch das notwendige Dokumentenmanagement an - lästiges Zusammensuchen von Dokumenten adé. Über die Webportale der Dienstleister kann man vom Schreibtisch aus alle nötigen Daten eintragen und die Verfügbarkeit der erforderlichen Dokumente angeben.

Ein halbes Dutzend Dokumente sollte ein Fuhrparkmanager bei der Zulassung eines Dienstwagens im Blick haben. Diese holt ein Kurierdienst ab und liefert sie an die zuständige Zulassungsstelle.

Der Dienstleister übernimmt alle anfallenden Folgeaufgaben vom Behördengang bis hin zur Erstellung des Wunschkennzeichens. Nach wenigen Tagen liegt dann das Nummernschild auf dem Schreibtisch des Auftraggebers.

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Kunden profitieren von Skaleneffekten

Aber warum sollten Fuhrparkbetreiber mit Dienstleistern zusammenarbeiten und was muss dort mindestens angeboten werden? Zum einen straffen sie durch eine weitreichende Softwareunterstützung die gesamte Zulassung. Zum anderen profitieren Kunden wegen unserer hohen Fallzahlen von Skaleneffekten.

Klassische Outsourcing-Argumente spielen also eine große Rolle. Neben behördlichen Vorgängen, Überführungen und dem Dokumentenmanagement werden auch Dinge wie etwa das Strafzettelmanagement und die Protokollierung von Gefahrenübergängen übernommen – und das oft europaweit.

Fahrzeugdokumente im Hochsicherheitsbereich

Der Dienstleister DAD Deutscher Auto Dienst GmbH der Christoph-Kroschke-Gruppe zählt zu den Spezialisten für ganzheitliche und IT-gestützte Prozesslösungen rund um Fahrzeugflotten. Er lagert über eine Million Fahrzeugdokumente in einem geschützten Hochsicherheitsbereich, der jederzeit online oder im Original zugriffsbereit für den Kunden ist.

Per Internet und Passwort können nur autorisierte Personen jederzeit auf die gesicherten Daten zugreifen. Die Dokumenteninhalte liegen zusätzlich auch in digitaler Form standardisiert aufbereitet vor.

Die Wertschöpfung ergibt sich bei einer kleinen Flotte aus der Basisleistung der Prozesssteuerung, während die klassischen Skaleneffekte durch Versand- beziehungsweise Abwicklungskonsolidierung bei Großflotten zusätzliche Mehrwerte schaffen.

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Archiv mit Kfz-Ersatzschlüsseln

Aber es geht nicht nur um Papierdokumente. Der Dienstleister PS-Team hat beispielsweise neben 2,7 Millionen Fahrzeugdokumenten auch ein Schlüsselarchiv mit über 100.000 Kfz-Ersatzschlüsseln. Kein Problem also, wenn einem Fahrer an einem Wochenende der Schlüssel seines Firmenwagens abhanden kommt.

Die Kosten richten sich nach dem Volumen und den einzelnen Dienstleistungen sowie der jeweiligen Zulassungsstelle. Ein Zulassungsservice beginnt in der Regel bei ca. zwölf Euro je Fahrzeug. Für das Dokumentenmanagement kann man mit Kosten zwischen zwei und 15 Euro rechnen.

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Blick über den europäischen Flickenteppich

Die Digitalisierung des Zulassungsmanagements in Deutschland beschäftigt uns heute, aber lässt bisweilen vergessen, dass der gesamteuropäische Ansatz bisher noch kaum berücksichtigt ist: Denn alle europäischen Länder haben unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der Prozesse sowie für die Zulassung notwendigen Unterlagen.

Zulassungen können in einigen Ländern wie z.B. den Niederlanden zentral vorgenommen werden, während in der Schweiz eine dezentrale Einlösung (Zulassung) notwendig ist. Dr. Mirko Dobberstein, Geschäftsführer DAD Deutscher Auto Dienst GmbH, hat einige konkrete Beispiel parat: "Die Niederlande z.B. generieren einen 4-stelligen PIN, der dem Eigentümer übermittelt wird (nicht dem Halter) und eine Checkkarte, die unserer ZBI entspricht und ins Fahrzeug gehört. Die Italiener haben im Rahmen CDPD (Certificato di proprietà digitale) die Eigentumsbescheinigung digitalisiert und anschließend für 2019 die Zusammenlegung von Fahrzeugbrief und Eigentumsbescheinigung beschlossen, sodass es hier in Zukunft weniger Fahrzeugdokumente geben wird."

Bei den Digitalisierungsbestrebungen von heute ist es daher ratsam, eine zukünftige Vereinheitlichung auf europäischer Ebene jetzt schon mitzudenken.

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