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Mit Elektrotransportern, wie dem Nissan NV200 konnte „Zukunft.de“ umfangreiche Erkenntnisse über den Einsatz von batterielektrischen Fahrzeugen in die Letze Meile gewinnen.
Foto: Dennis Gauert
Mit Elektrotransportern, wie diesem Nissan NV200, konnte „Zukunft.de“ umfangreiche Erkenntnisse über den Einsatz von batterielektrischen Fahrzeugen in die Letze Meile gewinnen.

E-Transporter

Forschungsprojekt „Zukunft.de“ erfolgreich

Die Initiative mit einem breit aufgestelltem Konsortium startet 2018 mit dem Ziel, mindestens 500 E-Transporter auf der letzten Meile einzusetzen. Es wurden 1000 Fahrzeuge.

Nach vier Jahren Laufzeit kommt das Forschungsvorhaben erfolgreich zum Ende: Seit 2018 hat das Forschungsprojekt „Zukunft.de“ 1000 Elektro-Transporter auf Deutschlands Straßen bekommen. Geplant waren 500 Fahrzeuge. Mit den Projektfahrzeugen wurden laut eigenen Angaben an rund 70 Standorten über die Projektlaufzeit mehr als zwölf Millionen Kilometer zurückgelegt, 17,6 Millionen Sendungen zugestellt und mehr als 13.000 Tonnen CO2 eingespart.

Praxistest gab Aufschluss über Abläufe

Im Projekt wurden die Transporter einem Praxistest in der Zustellung unterzogen. Es wurden Kriterien definiert, wie Depotstandorte konzeptionell für den Einsatz von E-Transportern vorbereitet werden müssen, und Lösungen zur Anpassung der betrieblichen Abläufe gefunden, die sich durch die Elektrifizierung ergeben. Alle Schritte wurden von 2018 bis 2020 vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, der Kühne Logistics University sowie der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) wissenschaftlich begleitet.

Erstmals entwickelten die Forscher ein Modell, das die Optimierung der Routenplanung beim Einsatz von E-Transportern ermöglicht. Für die beteiligten Paketdienste bedeutete das Projekt den Auftakt in eine flächendeckende Elektrifizierung der Zustellverkehre. Mittlerweile haben alle vier Unternehmen Konzepte zur weiteren Elektrifizierung ihrer Flotten entwickelt.

20 Millionen Euro Fördergelder

„Zukunft.de“ war mit einem breit aufgestellten Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie einer engen Kooperation der Bundesländer Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen in dieser Form einmalig. Koordiniert wurde das Projekt durch die Hamburger Projektleitstelle hy-Solutions GmbH gemeinsam mit der E-Mobil BW und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur stellte für das Vorhaben rund 20 Millionen Euro Förderung zur Verfügung, davon knapp 5,2 Millionen Euro für Forschungsaktivitäten und weitere 14,8 Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen rund um die Beschaffung von Ladeinfrastruktur und Fahrzeugen. (deg)

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