Mobilitätsspezialisten bei Belmoto: Philip Kneissler und Michael Müller (re.).
Foto: Belmoto

Weniger CO2-Emissionen

Frosta setzt auf Mobilitätskonten

Der Tiefkühlkost-Fabrikant baut die grüne Fuhrparkstrategie aus. Hilfe suchte und fand Frosta beim Mobilitätsdienstleister Belmoto.

Frosta beabsichtigt, die CO2-Emissionen bis 2022 um 7,5 Prozent zu reduzieren. Die Einsparziele betreffen auch den Unternehmensfuhrpark. Laut Mitteilung von Kooperationspartner Belmoto sind die Pläne ambitioniert: Um mobilitätsbezogene Emissionen zu reduzieren, will der Tiefkühlkost-Spezialist Dienstreisen auf das Nötigste beschränken, den Fuhrpark verringern und bis 2025 auf Firmenwagen mit Verbrennerantrieb verzichten.

"Mit unserer alten Dienstwagenrichtlinie waren wir nicht nur komplett unflexibel, wir haben damit auch viele unnötige Pkw-Fahrten gefördert", erläuterte Friederike Ahlers, Pressesprecherin bei Frost die Entscheidung. So sei selbst dann das Auto gewählt worden, wenn eine Bahnreise entspannter oder man mit dem Fahrrad schneller gewesen wäre. Die Nutzung von Hybridfahrzeugen habe nicht den gewünschten Effekt erzielt, hieß es. Im Kern dieses neuen, mit Belmoto erarbeiteten Konzepts stehe ein persönliches Mobilitätsbudget. Neben dem persönlichen Dienstwagen lässt sich dieses auf verschiedene Mobilitätsformen aufteilen.

"So bleibt bei der Wahl eines kleineren Dienstwagens mehr Budget zur freien Verwendung übrig, bei einem Komplettverzicht steht das Budget in voller Höhe auf der Belmoto Mobility Card zur Verfügung", so der O-Ton. Damit könnten nicht nur Bahnfahrten, Mietwagen oder Sharing-Angebote bezahlt werden, sondern auch Kinobesuche oder Wocheneinkäufe. Das persönliche Budget ermöglicht nach Ansicht von Personalleiter Ralf Junge die Kombination von nachhaltiger Verkehrswegenutzung und persönlichen Vorteilen. "Davon profitieren Mitarbeiter und die Umwelt gleichermaßen", ist sich der Manager sicher.

70 Mobility Cards bei Frosta

Die Umsetzung erfolgte zügig: Laut Michael Müller, Mobilitätsexperte bei Belmoto dauerte es keine vier Monate vom Erstkontakt bis zum individuellen Mobilitätskonzept bzw. der neuen Dienstwagenstrategie. Seit Ende 2019 nutzen alle 70 Dienstwagen-Berechtigte an den deutschen Standorten die persönliche Mobility Card. Das Konzept trägt erste Früchte: Ausgelaufene Leasings führten mehrheitlich zum Wechsel auf kleinere Dienstwagen, teilweise verzichteten die Frosta-Mitarbeiter ganz auf das eigene Fahrzeug. Neue Mitarbeiter erhalten künftig nur noch die Mobility Card. (mas)

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