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Foto: Christian Frederik Merten
BMW schickt sein SUV X3 aufgefrischt ins neue Modelljahr.

bfp-Fahrbericht

Geschärfter Blick für den X3

BMW liftet den X3. Optische Detail-Retuschen, mehr Connectivity und Assistenzsysteme kennzeichnen das SUV Modelljahr 2022.

Zumindest auf uns wirkte er immer noch ganz frisch, der BMW X3. Aber, eh´ man sich versieht, ist die dritte Generation des bayerischen Mittelklasse-SUVs  auch schon wieder vier Jahre auf dem Markt. Zeit also für ein Facelift, und das rollte im Spätsommer auf die Straßen.

Wie fast immer bei BMW bedeutet Facelift auch in diesem Fall optischer Feinschliff im Detail. Ein neuer Grill – die BMW-Niere –, flachere Scheinwerfer in Voll-LED-Ausführung und eine neue Schürze, das war´s auch schon an der X3-Frontpartie. Auch am Heck des SUVs legten die Designer im Detail Hand an. Hier gab es ebenfalls eine neue Schürze, dazu eine neue Rückleuchten-Grafik. Außerdem hat BMW im Farbtopf gerührt und dem X3 neue Lackierungen spendiert.

BMW hat den iX3 gepflegt

Nach dem Facelift des X3 folgt nun das in China produzierte Elektro-SUV iX3. Ab sofort ist der Stromer bestellbar, im Herbst wird er ausgeliefert.
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Merh Connectivity im BMW X3

Im Interieur betont BMW die neu gestaltete Mittelkonsole, in die auch der Startknopf wanderte. Über ihr thront der serienmäßig 10,25 Zoll große Touchscreen, optional gibt es im Ausstattungs-Paket „BMW Live Cockpit Professional“ für 1.345 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) einen 12,3-Zoll-Monitor. Außerdem beinhaltet das Paket unter anderem 12,3 Zoll große Digitalinstrumente.

Auch in Sachen Connectivity hat BMW den X3 aufgerüstet. So soll die Cloud-Lösung „BMW Maps“ zu schnellerer und dynamischerer Routenberechnung auf Basis von Live-Verkehrsdaten führen und bei der Parkplatzsuche unterstützen. Außerdem erweitern die Münchner die Smartphone-Schnittstellen: Zusätzlich zu Apple Carplay gibt es im X3 nun Android Auto. Und auch der lernfähige „BMW Intelligent Personal Assistant“ wartet mit neuen Funktionen auf, so lassen sich per Sprachbefehl nun auch Klimaanlage, Fenster, Fahrmodi oder die News-App steuern.

Ein Funktionsplus erwartet X3-Fahrerinnen und -Fahrer auch bei den Assistenzsystemen. In das mittelgroße SUV hält der „Driving Assistant Professional“ Einzug. Zusätzlich zum „Driving Assistant“ für 756 Euro (Spurverlassens- und Spurwechselwarner, City-Notbremsassistent, Querverkehrswarner hinten, Verkehrszeichenerkennung, Heckkollision-Prävention) bietet die Professional-Version einen adaptiven Tempomaten, einen Kreuzungswarner, einen Rettungsgassenassistenten sowie einen verbesserten Lenk- und Spurführungsassistenten. Für 1.849 Euro ist diese Ausbaustufe der Fahrerassistenzsysteme allerdings zunächst den Spitzenmodellen X3 M40i und M40d vorbehalten.

Mildhybride Standard bei den X3-Verbrennern

Womit wir beim Thema Antrieb wären. Eine breite Motoren-Palette bietet BMW für sein SUV: Zur Wahl stehen ein 2,0-Liter-Benziner mit 184 oder 245 PS, dazu gesellen sich ein gleich großer Diesel mit 190 PS sowie ein 3,0-Liter-Benziner mit sechs Zylindern und 286 PS. Alle Verbrenner sind als 48-Volt-Mildhybride mit elf Zusatz-PS ausgelegt. Einen Plug-in-Hybrid mit 292 PS Systemleistung und 50 Kilometern rein elektrischer Reichweite gibt es außerdem, an der Spitze der Palette stehen der X3 M40i mit 360 PS sowie der X3 M40d mit 340 PS (beide ebenfalls als Mildhybride) sowie der X3 Competition mit 510 PS. Und auch vollelektrisch ist der X3 weiterhin erhältlich: der Elektromotor der iX3 leistet 286 PS. Allradantrieb ist für alle Motoren Serie, ebenso die Achtgang-Automatik. Einzige Ausnahme bildet das Elektro-SUV iX3: Hier gibt es Hinterradantrieb und Eingang-Automatik.

Gefahren sind wir den Sechszylinder-Diesel X3 xDrive 30d. Mit seinen 286 PS ist man entspannt-dynamisch unterwegs, auch Fahrwerk und Lenkung passen perfekt zum sportlichen Anspruch von BMW. Ebenfalls typisch: Beengt sitzt man nicht, vielmehr drängt sich auch hier der gern genommene Vergleich mit dem individuell geschnittenen Maßanzug auf. Materialanmutung und Verarbeitung entsprechen dem typischen BMW-Standard. Einmal mehr zeigte sich die Effizienz der Motoren aus München: Nach unserer Tour auf Landstraße, Ortsetappen und Autobahn zeigte der Bordcomputer 7,7 Liter Diesel je 100 Kilometer an. Aus unserer Sicht ein guter Wert für die Gewichts- und Leistungsklasse, in der sich der X3 bewegt.

Gestraffte X3-Preisliste

Der günstigste X3 ist der xDrive 20i ab 42.941 Euro, der von uns gefahrene xDrive 30d kostet mindestens 50.924 Euro. Wer sich mit dem schwächeren Diesel begnügt, steigt bereits ab 45.126 Euro ein. BMW betont, die Komplexität der Ausstattungslinien und Optionen um 30 Prozent reduziert zu haben. Heißt: Weniger Kombinationsmöglichkeiten. Als Ausstattungslinie gibt es den X3 – beziehungsweise gesonderte Preislisten für iX3 und M-Modelle –, dazu ein Auswahl an Optionen. Was auf jeden Fall dabei sein sollte: das Innovationspaket mit Laserlicht, Fernlichtassistent „Selective Beam“, Fahrerassistenzpaket „Driving Assist“ und Komfortzugang (2.034 Euro) sowie das „BMW Live Cockpit Professional“ für 1.345 Euro.

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Am X3-Heck gibt´s vor allem eine geschärfte Rückleuchten-Grafik.
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Neue Mittelkonsole im BMW X3. Ein 10,25-Zoll-Touchscreen ist immer Serie, optional gibt es 12,3 Zoll. Dann sind auch gleich große Digitalinstrumente an Bord.
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Auch das Elektro-SUV iX3 bekommt seine erste Modellpflege. Fahren konnten wir den gelifteten Stromer leider noch nicht.
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