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Foto: John Smith - stock.adobe.com

Recht / Urteil

Haben Falschparker bei einem Unfall eine Mitschuld?

Ein Fahrzeug parkt an einer engen Straße im Halteverbot und wird bei einem Unfall beschädigt. Wer trägt den Schaden? 

Wer bei schlechter Sicht zu schnell fährt, trägt bei einem Unfall mit einem Falschparker die Hauptschuld. Das gilt auch, wenn das andere Fahrzeug im absoluten Halteverbot gestanden hat, wie das Landgericht Hamburg entschieden hat.  

Halterin des falsch parkenden Autos forderte Schadenersatz

In dem verhandelten Fall hatte ein Autofahrer bei starkem Regen an einer Engstelle ein im absoluten Halteverbot abgestelltes SUV übersehen und gerammt. Die Halterin des im Stehen beschädigten Autos verlangte Schadenersatz, was die Versicherung des Unfallfahrers jedoch ablehnte. Die SUV-Halterin trage durch das Falschparken eine erhebliche Mitschuld, argumentierte die Assekuranz.  

Das Gericht sah das anders und wies 80 Prozent der Schuld dem Unfallfahrer zu. Es sei noch ausreichend Platz zum Vorbeifahren gewesen. Hätte der Fahrer seine Geschwindigkeit an die schlechte Sicht angepasst, wäre es nicht zu einer Kollision gekommen. (Az.: 306 O 207/19) (SP-X/CNV)

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