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Laut einer aktuellen Dataforce-Studie beklagen viele Flottenkunden Lieferengpässe bei der Fahrzeugbeschaffung
Foto: j-mel - adobe stock
Laut einer aktuellen Dataforce-Studie beklagen viele Flottenkunden Lieferengpässe bei der Fahrzeugbeschaffung

Dataforce-Studie

Hemmschuh Lieferengpass

Es stockt. 97 Prozent der Fuhrparks mit mindestens 50 Einheiten leiden erheblich unter Lieferengpässen bei der Fahrzeugbeschaffung. Die Unzufriedenheit wächst.

„Harry, hol` schon mal den Wagen“. Was beim TV-Krimi schon lange nicht mehr läuft, funktioniert inzwischen  bei vielen Fuhrparks auch nicht mehr. Der Grund: Lieferengpässe in der Automobilindustrie. Laut einer Dataforce-Befragung drückten nahezu alle Fuhrparkverantwortlichen ihre große Unzufriedenheit aus. Gemäß der Dataforce-Studie kämpfen satte 97 Prozent aller Flotten mit mindestens 50 Autos (Pkw und Transporter) mit Lieferschwierigkeiten bei der Fahrzeugbeschaffung. Annähernd 20 Prozent der Unternehmen können zudem nicht alle dienstwagenberechtigten Mitarbeiter mit einem Fahrzeug versorgen. Dieser Umstand zwinge viele Betriebe zum Umdenken, sich anders aufzustellen und Alternativangebote zu nutzen.

Lieferengpass zwingt zum Umdenken und Nutzung von Alternativangeboten

Kein Wunder. Ruft die Autoindustrie mittlerweile Lieferzeiten von 12 oder in manchen Fällen sogar 18 Monaten auf. Selbst wer noch in ruhigeren Zeiten sein Wunschmodell bestellt hat, kann betroffen sein und müsse oftmals Auslieferungstermine akzeptieren, die über den festgelegten Zeitpunkt hinaus gingen. Gut die Hälfte der befragten Fuhrparkverantwortlichen reagierten darauf mit einer längeren Nutzung der Kauffahrzeuge, weitere 35 Prozent mit einer Verlängerung der Leasingverträge. Das gestalte sich in der Praxis je nach Leasingpartner nicht immer reibungslos und sei zum Teil mit deutlichen Kostensteigerungen verbunden. In großen Flotten mit mindestens Einheiten im Bestand falle diese Quote mit 66 beziehungsweise 45 Prozent nochmal signifikant höher aus. Kompromissbereitschaft und Flexibilität werde am häufigsten bei den Ausstattungsmerkmalen gezeigt. Insbesondere dann, wenn sich Features nachrüsten liessen. Folge: Kunden seien mehr denn je bereit, eingetretene Pfade zu verlassen und andere Marken, Modelle, Fahrzeugsegmente oder Antriebsarten ins Auge zu fassen.

Kunden fassen andere Marken, Modelle, Segmente oder Antriebsarten ins Auge

Wie aber gehen die involvierten Anbieter mit der herausfordernden Situation um und wie ist es mit der Kundenzufriedenheit bestellt. Auch bei diesen Fragen gibt die Dataforce-Untersuchung klare Antworten. Als oberste Priorität werde eine offene, ehrliche und verlässliche Kommunikation gewünscht. Das gelte ebenso für den Autohandel. Dort wurden der Informationsfluss und die Verbindlichkeit bei den Lieferterminen der Fahrzeuge am häufigsten bemängelt. Etwas anders reagierten Leasinggesellschaften. Laut Dataforce stünde bei diesen Marktteilnehmern die Möglichkeit, bestehende Leasingverträge zu verlängern, ganz oben auf der Agenda. Das Gleiche gelte für mehr Flexibilität bei Leasingdauer und -raten.

Für die Studie hat Dataforce 179 Fuhrparkverantwortliche befragt. (MN)

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