Foto: Bernhard Limberger - Volvo Car Germany

Neuer XC40 T5 Twin Engine

In jeder Volvo-Baureihe jetzt auch ein Plug-in-Hybrid

Volvo baut sein Mild- und Plug-in-Hybrid-Angebot aus. Außerdem gibt es für zwölf Monate eine Stromkostenerstattung und einen neuen Versicherungspartner.

Inhaltsverzeichnis

Von Christian Frederik Merten

Neuer Plug-in-Hybrid von Volvo. Mit dem Marktstart des XC40 T5 Twin Engine bieten die Schweden ab sofort einen Plug-in-Hybrid in jeder Baureihe an. Zusätzlich zum bekannten Dreizylinder-Turbobenziner, der hier 180 PS leistet, befindet sich unter der Haube des Kompakt-SUVs ein 82 PS starker Elektromotor. Die Kraft aus beiden Motoren findet ihren Weg über ein neu entwickeltes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Vorderräder.

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Knapp zwei bis sieben Liter Verbrauch im XC40 T5 Twin Engine

Stichwort Effizienz: Nach WLTP soll der XC40 Plug-in-Hybrid bis zu 45 Kilometer rein elektrisch fahren. Dieser Wert ergibt sich aus 10,7 kWh Batteriekapazität und einem Stromverbrauch von 15,7 bis 16,8 kWh je 100 Kilometer. Wer den XC40 immer auch elektrisch fährt, soll damit auf einen Normverbrauch von 2,0 bis 2,4 Liter Benzin kommen.

In der Praxis liegt der Wert dagegen deutlich höher. Mit voller Batterie zeigte der Bordcomputer auf ersten Testfahrten einen Verbrauch von 1,8 Litern. Der Strom sollte laut Bordcomputer für 40 Kilometer halten, bei uns war allerdings – bei maximal 100 km/h auf Autobahn und Landstraße – nach 33 Kilometern Schluss. Dann stieg auch der Benzindurst von Volvos neuestem Plug-in-Hybrid merklich an. 7,1 Liter standen nach Berg- und Talfahrt am Ende auf der Anzeige. Deutlich mehr als angegeben, aus unserer Sicht aber immer noch ein guter Wert, wenn man die Kombination aus Benzinmotor, Systemleistung und Fahrzeugsegment bedenkt.

Momentum Pro als Ausstattungsbasis

Den Wechsel der Antriebsaggregate spürt man beim Fahren überhaupt nicht, und auch sonst unterscheidet sich der XC40 T5 Twin Engine von seinen konventionell betriebenen Geschwistern kaum. Das Design ist unverändert, auch die Raumausnutzung ist dank des im Antriebsstrang verbauten Lithium-Ionen-Akkus nicht eingeschränkt. Nur die Ladebuchse im vorderen linken Kotflügel verrät die neueste XC40-Antriebsvariante.

Wer sich für den XC40 T5 Twin Engine interessiert, muss mit einem Basispreis von 41.176 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) kalkulieren. Dafür gibt es aber schon die mittlere Ausstattungsvariante Momentum Pro, die unter anderem mit Navigation, Infotainment, Apple Carplay und Android Auto, LED-Scheinwerfern, City-Safety-Notbremssystem oder Verkehrszeichenerkennung vorfährt. Wer möchte, kann aber auch zu den Ausstattungen R-Design oder Inscription greifen.

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Neuer Plug-in-Hybrid für den Volvo V60

Neben dem XC40 baut Volvo sein Angebot an Plug-in-Hybriden auch beim Mittelklasse-Kombi V60 aus. Als Alternative zum V60 T8 Twin Engine mit 303 Verbrenner- und 87 Elektro-PS bieten die Schweden nun auch den V60 T6 Twin Engine an. Der Elektromotor ist gleichstark, allerdings leistet der Benziner nur 253 PS. Seine rein elektrische Reichweite bei maximal 59 Kilometern, den Benzinverbrauch gibt Volvo mit 1,7 bis 2,4 Litern an. Auf unserer Teststrecke lagen wir bei etwas mehr als vier Litern bei vollem Akku, nachdem der Strom verbraucht war, pendelte sich der Verbrauch bei rund sechs Litern ein. Die rein elektrische Reichweite betrug in der Praxis um die 50 Kilometer.

Anders als der XC40 T5 Twin Engine erfüllt der V60 T6 Twin Engine aber nicht die Abgasnorm Euro 6d, sondern nur Euro 6d-Temp. In beiden Plug-in-Hybriden kommt der V60 zusätzlich mit Hinterachs-Elektroantrieb, was ihn zum Allradler macht. Los geht es bei 46.933 Euro, lieferbare Ausstattungslinien sind ebenfalls Momentum Pro, R-Design und Inscription.

Außerdem gibt es zum neuen Modelljahr neue Mild-Hybride von Volvo. Die SUVs XC60 und XC90 erhalten mit dem Benziner B5 AWD eine 250 PS starke Antriebsvariante mit Shift-by-Wire-Achtgangautomatik und Brake-by-Wire-System. Letzteres ermöglicht 100 Prozent Rekuperation und erübrigt den Einbau eines Bremskraftverstärkers, was sich in vier Kilogramm Gewichtsersparnis auszahlt. Zehn bis 15 Prozent Verbrauchsersparnis verspricht Volvo für die Mild-Hybride mit 48-Volt-Bordnetz und Startergenerator, die Preise starten bei 46.429 Euro für den XC60 B5 AWD und bei 55.252 Euro für den XC90 B5 AWD.

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Stromkostenerstattung für Plug-in-Hybride

Volvo baut aber nicht nur sein Angebot elektrifizierter Fahrzeuge aus, sondern möchte auch das rein elektrische Fahren mit seinen Plug-in-Hybriden forcieren. Ein Instrument dafür: das Volvo Recharge Leasing. Hier fasst der schwedische Hersteller den Plug-in-Hybrid, die Ladestation sowie deren Hardware in einer Rate zusammen. Anders als das Auto muss der Kunde die Wallbox am Ende des Leasingzeitraums nicht zurückgeben.

Weil damit zwar die Voraussetzung der Ladeinfrastruktur geschaffen, aber noch lange nicht sicher ist, dass Nutzer auch wirklich laden und elektrisch fahren, haben sich die Schweden ein Bonussystem ausgedacht: Über die Volvo Oncall App misst der Importeur den Stromverbrauch der elektrisch zurückgelegten Strecken. Wer viel elektrisch fährt, wird dann belohnt, denn für die ersten zwölf Monate der Fahrzeugnutzung erstattet Volvo seinen Kunden dann – mit 30 Cent je kWh – die dafür angefallenen Stromkosten.

Neuer Versicherungspartner Generali

Und eine weitere Neuigkeit vermeldet Volvo zu Jahresbeginn für seine Services: Für den Versicherungsbaustein im Full-Service-Leasing heißt der Partner ab sofort Generali. 20 Prozent aller für Versicherungsprodukte relevanten Endkundenfahrzeuge haben die Schweden mit diesem Produkt in der Vergangenheit ausgestattet, in Zukunft soll es direkt auf die strategischen Ziele Nachhaltigkeit und Sicherheit einzahlen. Deshalb gewähren die Partner allen Haltern eines Volvo-Plug-in-Hybrids sowie der ab Juni auf 180 km/h Spitzengeschwindigkeit begrenzten Modelle 35 Prozent Rabatt auf die Versicherungsprämie. Vor allem für kleine Gewerbekunden ein Angebot, das es nachzurechnen gilt.

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