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Foto: Christian Frederik Merten
Optisch bringt das Facelift für den Jaguar E-Pace nur Detailänderungen mit.

bfp-Fahrbericht

Jaguar E-Pace: Feinschliff für die kleine Katze

Modellpflege für den Jaguar E-Pace. Das kompakte SUV kommt mit leichten Retuschen, besserem Infotainment und Plug-in-Hybrid. Erste Impressionen.

Seit Anfang 2018 wildert Jaguar mit seinem knapp 4,40 Meter langen SUV E-Pace im Kompaktsegment. Ende 2020 kam der kleine Engländer dann in den Genuss einer Modellpflege, die sich außen wie innen bemerkbar macht. Retuschen an Grill und Stoßfängern sowie eine neuen LED-Tagfahrleuchten – Jaguar nennt sie doppelt J-Blade-Signatur – kennzeichnen den neuen Jahrgang von außen. Und wo wir gerade bei den Scheinwerfern sind: Ab 748 Euro Aufpreis (alle Preise netto zzgl. USt.) gibt es den E-Pace auch mit Pixel-LED-Licht. Unabhängig davon: Es handelt sich um optischen Feinschliff, große Designänderungen brachte das E-Pace-Facelift nicht mit.

E-Pace jetzt auch mit Pivi-Infotainment

Spürbarer sind die Änderungen im Interieur. Sicherlich auch durch neue Materialien – unser Eindruck: hochwertig und gut verarbeitet –, das neue Lenkrad und den jetzt anstelle des Drehrads verbauten Automatik-Wählhebels, im Alltag aber vor allem durch das neue Konzern-Infotainmentsystem Pivi.  Es verspricht deutlich weniger Bedienvorgänge für die meisten Funktionen, 90 Prozent der alltäglichen Befehle sollen in zwei oder weniger Schritten ausgeführt sein, sagt Jaguar. In der Tat zählt Pivi auch in der Praxis zu den einfach und ergonomisch bedienbaren Infotainmentsystemen. Äußeres Merkmal des Systems ist der nach außen geformte 11,4-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole.

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Die Pivi-Grundfunktionen sind bereits in der Basis Serie, Pivi Pro mit erweiterten Funktionen und Navigation gibt ist ab der nächsthöheren Ausstattungslinie S immer mit an Bord. 12,3-Zoll-Digitalinstrumente gibt es serienmäßig im E-Pace R-Dynamic HSE oder im E-Pace 300 Sport, ansonsten kosten sie 625 Euro als Einzeloption oder sind Bestandteil des Technologie-Pakets (1.957 Euro). Allerdings: Ohne Pivi Pro sind sie überhaupt nicht bestellbar. Was aber eh nur die wohl überschaubare Zahl der Kunden des Basis-E-Pace betrifft.

Nur der Basis-Diesel kommt ohne Mildhybrid

Werfen wir einen Blick auf die Antriebe: Der Zweiliter-Diesel leistet im E-Pace 163 oder 204 PS. Allrad, Neungang-Automatik und 48-Volt-Mildhybrid-System sind in der stärkeren Variante Standard, den schwächeren Diesel gibt es auch mit Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltung und ohne Mildhybrid-Unterstützung.

Damit ist er der einzige Jaguar E-Pace komplett ohne Hybrid-Unterstützung und mit Handschaltung. Denn bei den regulären Benzinern des englischen Kompakt-SUVs ist es mittlerweile Standard. Los geht es mit dem neuen 1,5-Liter-Dreizylinder mit 160 PS. Er kommt immer mit Frontantrieb und Achtgang-Automatik. Als Alternative bietet Jaguar den E-Pace aber auch mit seinem Zweilliter-Aggregat mit 200, 249 oder 300 PS an – und zwar immer mit Allradantrieb und Neungang-Automatik.

E-Pace erstmals auch als Plug-in-Hybrid

Besonders interessant für User-Chooser – Stichwort Dienstwagenversteuerung – ist aber der neue Jaguar E-Pace P300e PHEV AWD. Der Plug-in-Hybrid leistet insgesamt 309 PS. Diese Systemleistung schöpft er aus dem Dreizylinder-Turbobenziner und einem 109-PS-Elektromotor an der Hinterachse.

Diese neue Variante haben wir uns für unsere Testrunde ausgesucht. Drei Fahrmodi stehen Fahrerinnen und Fahrern zur Wahl:

  • Save für die Sicherung einer Mindesstrommenge zum Beispiel für Fahrten in Umweltzonen
  • Hybrid für die automatische Nutzung von Verbrenner und Elektromotor und
  • EV für rein elektrisches Fahren.

Insgesamt bietet der E-Pace als Plug-in-Hybrid eine Menge Power. Im EV-Modus beschränkt sich die Leistung aber auf 109 PS. Wenig für den fast 2,2 Tonnen schweren E-Pace als Plug-in-Hybrid, weshalb sich an Steigungen auch schnell der Benziner zuschaltet. Aber: Für rein elektrisches Fahren in Ballungsräumen reichen die rein elektrischen Pferde natürlich absolut aus. Nach WLTP-Norm soll sich der E-Pace 55 Kilometer rein elektrisch bewegen lassen. Unser Fazit nach der Proberunde: ein realistischer Wert. Nach knapp 33 Kilometer Fahrtstrecke standen noch 17 Kilometer E-Reichweite in unserem Display. Zum Start bei nicht ganz vollem Akku waren es 50. Passt genau.

Schön übrigens: Der E-Pace zählt zu den bislang wenigen Plug-in-Hybriden, die sich schnellladen lassen. Wer es eilig hat, lädt seine brutto 15 kWh große Batterie in 30 Minuten von null auf 80 Prozent.

Plug-in-Hybrid nur als R-Dynamic

Der günstigste Jaguar E-Pace ist der Einstiegs-Diesel D165 FWD. Er steht ab 32.597 Euro in der Preisliste. Wer das Kompakt-SUV lieber als Benziner möchte, zahlt mindestens 33.623 Euro für den E-Pace P160 FWD. Und den von uns gefahrenen Plug-in-Hybrid gibt es ab 49.025 Euro abzüglich Plug-in-Hybrid-Bonus.

Vier Ausstattungsvarianten stehen für den regulären Jaguar E-Pace zur Wahl: die Basis, S, SE. Wie immer können Kunden aber auch zum sportlichen Paket R-Dynamic greifen. Dann gibt es mit HSE, Black und Sport drei weitere Linien. Und: Den Plug-in-Hybrid bietet Jaguar ausschließlich als R-Dynamic an, und dann ausschließlich als S, SE oder HSE.

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Erhalten bleiben dem E-Pace damit auch seine coupéhaften Linien.
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Besonders deutlich wird die Coupé-Anmutung in der Seitenansicht des Jaguar E-Pace.
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Innen gibt es mehr Neues. Dort hielt das Infotainmentsystem Pivi Einzug, inklusive nach außen gewölbtem 11,4-Zoll-Touchscreen.
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Mit 4,40 Meter Außenlänge zählt der E-Pace zu den kompakten SUVs. Trotzdem passen im Normalzustand 494 Liter Gepäck in den Engländer.
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Geladen wird auf der linken Fahrzeugseite, als einer der bislang wenigen Plug-in-Hybride beherrscht der Jaguar das Schnellladen.

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