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Foto: Martina Göres
Die 2,64 Meter zwischen den Achsen des Jeep Compass sorgen für gute Platzverhältnisse.

bfp-Fahrbericht

Jeep Compass: Aufgefrischter Erfolgstyp

Neue Motoren gab es für den Jeep Compass schon letztes Jahr. Jetzt widmet sich Jeep auch dem Design und dem Interieur des beliebten Kompakt-SUV.

Stand der Name Jeep in der Vergangenheit ausnahmslos für robuste Off-Roader, verkauft die jetzt im französisch-italienisch- amerikanischen Stellantis-Konzern aufgegangene Marke längst nicht mehr nur reine Geländegänger. Auch der 4,40 Meter lange Compass ist – wie viele seiner Wettbewerber – vor allem für die Straße gebaut.

Was seinem Erfolg nicht schadet: In Europa ist das auch mit Frontantrieb ab 23.529 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) erhältliche Kompakt-SUV mit rund 40 Prozent Verkaufsanteil das wichtigste Jeep-Modell. Nach vier Jahren Bauzeit erfährt der zwischen den SUV-Brüdern Renegade und Cherokee angesiedelte Fünftürer jetzt eine umfassende Modellpflege.

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Aufgewerteter Compass-Innenraum

Äußerlich wurde der Compass nur behutsam renoviert. Erkennungszeichen des optisch ansprechenden SUV mit rustikalem Charme bleiben die für Jeep typischen sieben Lüftungsschlitze am Grill. Neu: Das Tagfahrlicht wanderte von den Stoßfängern in die schlankeren, jetzt serienmäßigen LED-Scheinwerfer.

Bedeutender sind die Änderungen im hochwertiger wirkenden Innenraum. Das weich unterschäumte Armaturenbrett wurde wie das Lenkrad und die Türverkleidungen neu gestaltet. Die weiter oben platzierte Tunnelkonsole zwischen Fahrer und Beifahrer bietet jetzt größere Staufächer.

Neues Infotainmentsystem mit schnellerem Prozessor

Wichtigstes Novum ist aber das neue Infotainmentsystem Uconnect 5 mit 8,4 oder 10,1 Zoll großem, aus der Mittelkonsole ragendem Touchscreen-Monitor, der besser bedien- und ablesbar ist als das ungünstiger, weil tiefer sitzende Element im Vorgänger. Der fünfmal schnellere Prozessor soll für flotte Verarbeitung aller Befehle sorgen, die auch mittels natürlicher Spracheingabe und Unterstützung von Amazons Alexa eingegeben werden können. Mit der neuen drahtlosen Smartphone-Einbindung gehört Kabelgewirr der Vergangenheit an.

Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitswarner, Notbremse mit Fußgänger- und Radfahrer-Erkennung und intelligenter Tempomat sind in allen Compass-Versionen an Bord. Angesichts der mäßigen Übersicht nach hinten ist die neue 360-Grad-Kamera empfehlenswert, die im Paket mit Totwinkel-Warner 1.252 Euro kostet.

Jeep hat den Compass überarbeitet

Neben der Neugestaltung des Innenraums und einiger Äußerlichkeiten und gibt es auch einen neuen, alten Bekannten im Motorenprogramm.
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Fünf Motoren bilden die Compass-Antriebspalette

Familientauglich sind im Compass Platzangebot und Gepäckvolumen, das von 430 bis 1.387 Liter reicht. Fünf Motoren stehen für das mindestens 1,5 Tonnen schwere, komfortabel abrollende Kompakt-SUV zur Wahl. Wir waren mit dem schwächsten Benziner, einem 1,3-Liter-Turbo mit 130 PS und Frontantrieb unterwegs. Seine Sechsgangschaltung könnte, so finden wir, etwas präziser geführt sein.

Der Verbrauch nach rund 50 Kilometer Überlandfahrt war vielleicht nicht repräsentativ, mit rund zehn Liter aber erschreckend hoch. Nach der Norm sind es 7,2 Liter Super. Wer nicht selbst schalten will, greift zum ebenfalls frontgetriebenen Benziner mit 150 PS und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Für den einzig verbliebenen Selbstzünder im Motorenangebot, den mindestens 27.731 Euro teuren 1,6-Liter-Turbodiesel mit um zehn auf 130 erstarkte PS, sind weder Allradantrieb noch Automatik verfügbar.

Allrad nur für die Plug-in-Hybrid-Versionen

Flottenkunden werden sich verstärkt für die beiden 4xe genannten Plug-in-Hybrid-Versionen mit 190 und 240 PS Systemleistung für 34.958 und 37.059 Euro entscheiden, schätzen die Jeep-Strategen. Nur die 4xe-Versionen kommen mit Allrad: Während der 1,3-Liter-Benziner die Vorderräder antreibt, wirkt der Elektromotor auf die Hinterachse der Teilzeitstromer. Die 11,4 kWh große Batterie soll eine rein elektrische Reichweite von knapp 50 Kilometer ermöglichen. Fleißiges Stromzapfen empfiehlt sich, denn der Benzintank fasst nur 36,5 statt der üblichen 55 Liter.

Für harten Geländeeinsatz steht das 40.000 Euro teure Spitzenmodell Trailhawk bereit. Es ist der stärkeren PHEV-Version vorbehalten und kommt mit 21 Zentimeter Bodenfreiheit, größeren Böschungswinkeln, 483 Millimeter Wattiefe und speziellem Rock-Modus für Kriechfahrten auf steinigem Terrain. Damit gibt es doch noch einen echten Offroader im Compass-Programm.

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Das 4,40 Meter lange Kompakt-SUV kommt mit rustikaler Optik.
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Neue Heckleuchten-Signatur für den Jeep Compass.
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Neues, gut bedien- und ablesbares Infotainmentsystem mit 8,4- oder 10,1-Zoll-Bildschirm.
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Hinter der Heckklappe ist Platz für 438 bis 1.387 Liter Gepäck.
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Jeep-typische sieben Kühllufteinlässe am Compass-Grill.

Technische Daten Jeep Compass April 2021

Technische Daten Jeep Compass Plug-in-Hybrid April 2021

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