Image
renault-kangoo-1.jpeg
Foto: Renault
Der neue Renault Kangoo Rapid kommt im Juni 2021 auf den deutschen Markt.

Kleintransporter

Jetzt mit zwei Namen: Renault Kangoo und Express

Der neue Renault Kangoo Rapid steht in den Startlöchern. Der Einstieg heißt jetzt Express, die Elektrovariante des Stadttransporters kommt 2022.

Startschuss für den neuen Kangoo Rapid. Die dritte Generation des Kompakttransporters geht in Deutschland im Juni an den Start. Äußerlich passt Renault seinen Stadtlieferwagen mit C-förmigen Tagfahrleuchten und erstmals optionalen Voll-LED-Scheinwerfer an die aktuelle Designlinie an. Unter dem Blech kommt der Kangoo Rapid aber wie gewohnt nutzwertig daher.

Wie sein Vorgänger fährt auch der neue Kangoo Rapid in zwei Längen vor: Die Standardversion L1 misst 4,49 Meter, ihr maximales Ladevolumen 3,3 bis 3,9 Kubikmeter, die Nutzlast 540 bis 740 Kilogramm. Zur noch nicht bestellbaren Langversion gibt Renault bislang folgende Daten bekannt: maximal 3,55 Meter Ladelänge und  4,2 bis 4,9 Kubikmeter Laderaumvolumen.

Renault Kangoo Nummer drei am Start

Die dritte Generation des Renault Kangoo fährt vor. Ab dem Frühjahr 2021 startet die Neuauflage des Hochdachkombi-Klassiker tritts.
Artikel lesen

Große Ladeöffnung auf der Beifahrerseite

Zwei Innovationen des Kangoo Rapid hebt Renault besonders hervor: die große seitliche Ladeöffnung namens „Open Sesame by Renault“ sowie eine Innengalerie namens „Easy Inside Rack“. Die insgesamt 1,45 Meter breite Ladeöffnung auf der rechten Fahrzeugseite bietet die Möglichkeit, auch besonders lange Gegenstände zum Beispiel in engen Parklücken seitlich in den Kangoo Rapid zu laden. Technische Voraussetzung ist der Wegfall der starren B-Säule, so dass seitliche Schiebetür und die Beifahrertür mit bis zu 90 Grad Öffnungswinkel eine Ladeöffnung ergeben. Für bekannte Seitenaufprallsicherheit sorgen Versteifungen in Schiebe- und Beifahrertür. Das System ist optional erhältlich. Die Breite der Serien-Schiebtür für die Langversion gibt Renault mit 86,7 Zentimetern an.

Beim System „Easy Inside Rack“ handelt es sich um eine einklappbare Innengalerie für den Transport langer Gegenstände. 2,0 bis 2,5 Meter lange und bis zu 30 Kilogramm schwere Gegenstände wie Leitern oder Rohre nimmt das System auf, ohne Platz am Wagenboden zu verlieren. Wer im Fahrgastbereich viel Kleinkram zu transportieren hat, dem stehen insgesamt 60 Liter Staumöglichkeiten zur Verfügung. Als Alternative zum klassischen Beifahrersitz ist dort auch eine Beifahrer-Doppelsitzbank erhältlich.

Fünf Leistungsstufen, mehr Infotainment im Kangoo Rapid

Renault bietet den neuen Kangoo Rapid mit dem bekannten 1,5-Liter-Turbodiesel mit 75, 95 oder 115 PS an. Als Benziner steht das 1,3-Liter-Turboaggregat mit 102 oder 130 PS zur Wahl. Serienmäßig gibt es ein Sechsgang-Handschaltgetriebe, optional wird es erstmals auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe EDC geben. Den mittleren Diesel und den Top-Benziner können Kunden auch in einer Eco-Leader genannten Variante bestellen. Sie ist bei Tempo 100 abgeriegelt, was den CO2-Ausstoß auf 128 beziehungsweise 144 Gramm je Kilometer senkt.

In Sachen Infotainment hält optional „Easy Link“ Einzug in Renaults Stadtlieferwagen. Ein Acht-Zoll-Touchscreen, Android Auto und Apple Carplay sind dann immer mit dabei, allerdings haben Kunden die Wahl, ob sie auch ein integriertes Navigationssystem wünschen oder ob sie per Smartphone navigieren. Eine Stufe darunter rangiert die „R&Go“-Ap, die Smartphone-Funktionen über das Autoradio darstellt. Darüber hinaus erweitert Renault das Fahrerassistenz-Portfolio des Kangoo Rapid, zum Beispiel um einen Totwinkel-Assistenten. Besonders wichtig für Nutzfahrzeuge stehen auch eine Anhänger-Stabilitätskontrolle und für Fahrzeuge mit Trennwand ein kamerabasierter Innenspiegel zur Verfügung.

Basis-Version heißt jetzt Express

Mit 4,39 Meter Länge zehn Zentimeter kürzer ist der Einstieg in die Kleintransporter-Welt von Renault. Kangoo darf die bis auf die Länge optisch identische Basis aber nicht mehr heißen. Express nennt Renault künftig seinen kleinsten Transporter, der bereits im Mai und damit einen Monat vor dem Kangoo startet. Er richtet sich vornehmlich an kleine Flotten und junge Unternehmen und ersetzt auch den Dokker der Budget-Marke Dacia, die sich damit aus dem Transporter-Segment zurückzieht.

Die Ladelänge des Renault Express beträgt 1,91 bis 2,36 Meter, das Gesamtladevolumen beziffert Renault mit 3,3 bis 3,7 Kubikmeter. Die Breite der seitlichen Schiebetür misst 71,6 Zentimeter. Mit maximal 625 Kilogramm dürfen Diesel-Modelle beladen werden, bei den Benzinern sind es 700 Kilogramm. Wie der Kangoo verfügt der Express über Heckflügeltüren im Verhältnis 1/3 zu 2/3.

Keine Unterschiede gibt es in Sachen Infotainment. Auch die Motorenpaletten von Kangoo Rapid und Express sind weitgehend identisch. Allerdings fehlen im Express die jeweiligen Spitzenmotorisierungen, auch das EDC-Getriebe gibt es für die Basis nicht. Auch eine Elektro-Version hat Renault ausschließlich für den Kangoo Rapid angekündigt. Sie ist ab 2022 geplant, leistet etwas über 100 PS und kommt mit 44-kWh-Akku. Erstmals verfügt der Kangoo Z.E. dann auch über eine Schnelllademöglichkeit mit 75 kW Ladeleistung, über die der Akku in 42 Minuten von null auf 80 Prozent geladen werden kann.

renault-kangoo-2.jpeg
Anders als bisher reichen die Heckleuchten des Kangoo nicht mehr ins Dach.
renault-kangoo-3.jpeg
Die bis zu 1,45 Meter breite Ladeöffnung des Systems „Open Sesame by Renault“ sorgt für mehr Beladungskomfort.
renault-express-2.jpeg
Die kürzere Basisversion des Kangoo firmiert künftig unter dem Namen Express und löst auch den Dacia Dokker ab.
renault-express-1.jpeg
Das System „Open Sesame by Renault“ gibt es für den Express nicht.
renault-express-3.jpeg
Die Cockpits von Kangoo und Express (im Bild) unterscheiden sich vom Layout her nicht,
renault-express-4.jpeg
1/3 zu 2/3 geteilte Heckflügeltür in Kangoo Rapid und Express.
Foto: Renault

Kompakter Transporter

Renault Kangoo Nummer drei am Start

Renault legt den Kangoo neu auf. Der Hochdachkombi wird deutlich erwachsener als sein Vorgänger.

Foto: Renault

Transporter

Renault elektrifiziert den Master

Die Zahl der rein elektrisch angetriebenen Transporter wächst: Nun bringt Renault den Master Z.E.

Interview

Citroen: „Wir setzen beim Diesel auf Transparenz“

Interview mit dem deutschen Citroen-Chef Wolfgang Schlimme über die Diesel-Krise und was Fuhrpark-Manager künftig von seiner Marke erwarten können.

Tipps & News rund um Fuhrparkmanagement und betriebliche Mobilität:der fuhrpark.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen fuhrpark.de-Newsletter!