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Neuer Kia Niro EV: Ein Drei-Phasen-On-Board-Charger unterstützt das Laden mit Wechselstrom (AC). Dank der V2D-Funktion bietet das neue elektrische Crossover zugleich eine mobile 220-Volt-Stromquelle (bis zu 3 kW).
Foto: Michael Neher
Neuer Kia Niro EV: Ein Drei-Phasen-On-Board-Charger unterstützt das Laden mit Wechselstrom (AC). Dank der V2D-Funktion bietet das neue elektrische Crossover zugleich eine mobile 220-Volt-Stromquelle (bis zu 3 kW).

bfp-Fahrbericht

Kia Niro: Hipper Öko-Hoodie fürs Lifestyle-Crossover

Aller guten Dinge sind drei. Kia schickt die zweite Auflage des Lifestyle-Crossovers Niro ins Rennen – als Hybrid, Plug-in und vollelektrisch.

Von Michael Neher

Bei Kia bleibt es weiter hochspannend. Jetzt haben die Südkoreaner die zweite Generation des kompakten Crossovers Niro zu den Händlern gebracht. Das Design ist markant und stylisch, Raumangebot und Komfort sind großzügig, Technik und Sicherheit ansprechend. Mächtig zu Sache geht’s auch unter dem schicken Blechkleid. Denn Kia hat seinem beliebten Lifestyle-Crossover einen hippen Öko-Hoodie übergezogen. Niro-Fans können zwischen drei alternativen Antrieben wählen: Hybrid (HEV), Plug-in-Hybrid (PHEV) und einer reinen Elektroversion (EV).

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Aus dem e-Niro wird der Niro EV

Konzentrieren wir uns auf den Stromer. Im Zuge des Generationswechsels wurde aus dem e-Niro der Niro EV. In der Länge wächst der Niro EV um 6,5 Zentimeter auf 4,42 Meter, in Breite (1,83 Meter) und Radstand (2,72 Meter) je zwei Zentimeter. Der Kofferraum fasst nun 475 (plus 24 Liter) bis 1.392 Liter. Ganz neu ist zudem ein Frunk, in dem sich nochmal 20 Liter Krimskrams unterbringen lassen, der maximal zehn Kilo wiegen darf.

Generell wirken Optik und Auftritt reifer, die Proportionen erwachsener, alles ist aus einem Guss. Man muss kein Niro-Kenner sein, um die EV-Variante von seinen Hybridgeschwistern zu unterscheiden. Ein Blick auf die Front genügt. Die Ansicht ist geprägt durch den geschlossenen zweifarbigen Kühlergrill, das eigenständige Stoßfänger-Design und den Ladeanschluss in der Mitte. An der Seite fallen die „Aero“-C-Säulen des Niro EV ins Auge, die auch in Kontrastfarbe zu haben sind, am Heck die bumerangförmigen LED-Rückleuchten. Zudem wurden in den Säulen Luftkanäle verbaut, die der Aerodynamik zugutekommen (cW-Wert Niro EV: 0,286).

Komfortables und großzügiges Niro-Interieur

Im Innenraum geht’s dank der gewachsenen Proportionen großzügig zu. Komfort wird ebenso großgeschrieben. Beispiel: Der auf Wunsch erhältliche Beifahrersitz „Premium Relaxion“, der sich per Knopfdruck – selbstverständlich nur in Fahrpausen – in eine bequeme Liegeposition bringen lässt. Weitere praktische Komfortdetails: In den Lehnen der Vordersitze wurden Kleiderbügel und USB-Ladebuchsen integriert. Auch bei den Materialien geht Kia mit der Zeit, setzt verstärkt auf Recyceltes. So besteht beispielsweise der Dachhimmel überwiegend aus wiederverwerteten Papierfasern und in den Sitzbezügen steckt Bio-Polyurethan (Bio-PU) mit Tencel aus Eukalyptusblättern mit.

Eher überschaubar ist das Ausstattungsangebot. Mit der Linie „Inspiration“ steht nur eine Version zur Verfügung, die kommt jedoch nahezu einer Vollausstattung gleich. Lediglich vier Pakete stehen bereit, die wiederum in Abhängigkeit mit einzelnen Features nur in Verbindung miteinander geordert werden können. Ziemlich unglücklich für den Kunden, aber leider gängige Praxis. So gibt’s den oben erwähnten Kuschelsitz nur im Relax-Paket P3 für 916 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.), das wiederum nur in Verbindung mit dem Drive-Wise-Paket P1 (1.000 Euro) erhältlich ist.

Beim Rekuperieren zeigt sich die Kia-Kompetenz in Sachen E-Mobilität

Und wie fährt sich der kompakte Kia-Stromer? Flott und locker vom Hocker – besonders beim Ampelstart und beim Überholen. Handling prima, One-Pedal-Drive überzeugend. 204 PS sorgen für satte Beschleunigung (7,8 Sekunden bis Tempo 100) und gepflegten Vortrieb (Spitze: 167 km/h). Speziell beim Rekuperieren zeigt sich die Kia-Kompetenz in Sachen E-Mobilität. Die Energierückgewinnung ist spürbar und lässt sich sogar am Instrumentendisplay ablesen, die vergleichsweise üppigen Reichweiten sowieso. Bis zu 460 Kilometer sind laut WLTP machbar. Zum Start unserer Testfahrt standen rund 80 Prozent (368 Kilometer) der Akku-Kapazität bereit. Knapp zwei Stunden und 63,1 Kilometer später waren es noch etwa 64 Prozent (292 Kilometer). Der Testverbrauch lag bei 15,3 kW/100 km. Gesamteindruck? Daumen hoch!

Technische Daten Kia Niro

  • Segment: Kompakt-Crossover
  • Karosserie: SUV fünftürig
  • Maße | Kofferraum: 4.420 x 1.825 x 1.545 mm | 451-1.445 l (PHEV: 348 - 1.342 l)
  • HEV: 141 PS | 4,2-3,4 l | 97-79 g CO2 | ab 25.790 Euro
  • PHEV: 183 PS | 1,6-1,3 l + 13,0-10,5 kWh | 36-29 g CO2 | ab 30.832 Euro (vor Förderung)
  • EV: 204 PS | 16,2 kWh | 0 g CO2 | ab 39.992 Euro (vor Förderung)
  • Max. Ladeleistung PHEV (AC/DC): 3,3/- kW
  • Max. Ladeleistung EV (AC/DC): 11/80 kW
  • E-Reichweite PHEV: 59-65 km
  • E-Reichweite EV: bis zu 460 km
  • Versicherung: KH: 16-18 | VK: 23-24 | TK: 21-22

(Verbrauch, Emissionen und Reichweiten nach WLTP; Preise netto zzgl. USt.)

Das Kia-typische „Tigergesicht“ wurde beim Niro weiterentwickelt und verläuft nun über die gesamte Frontbreite. LED-Tagfahrleuchten und Blinker in Form einer „Herzschlagkurve“ an den Seiten.
Alles digital und intuitiv bedienbar. Hingucker im Wortsinne ist das Panoramadisplay mit den beiden 10,25-Zoll-Displays von Kombi-Instrument und Navi.
Das kompakte Crossover Niro EV ist serienmäßig top ausgestattet. Die sieben Jahre Kia-Herstellergarantie gelten auch für die Batterie.
Neues Feature für den Kia Nio EV: Der Stromer darf nun bis zu 750 Kilogramm schwere Anhänger ziehen (gebremst).
Gegenüber dem Vorgänger hat der Kofferraum der zweiten Niro-Auflage um 24 Liter zugelegt. Ladekapazität jetzt: 475 bis 1.392 Liter.
Aller guten Dinge sind drei. Den neuen Kia Niro gibt’s als Hybrid, Plug-in und Vollstromer.

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