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Foto: Vimcar
Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Schafflhuber aus Weinheim setzt auf das Live- und Geo-Tracking von Vimcar.

Best Practice

Live- und Geotracking: Immer gewusst, wo

Zu wissen, wo sich Firmenfahrzeuge befinden, führt im Alltag zu deutlich mehr Effizienz. Wie genau, beschreiben unsere Anwenderfälle.

Wissen ist Macht, das gilt auch für die Fahrzeugortung via GPS-Tracking im Fuhrpark. Denn wer genau weiß, wo sich seine Fahrzeuge befinden, kann bei Bedarf schneller auf kurzfristige Änderungen im Tourenablauf reagieren, zum Beispiel Handwerksbetriebe auf dringende Notfälle. Aber auch wenn nicht Not am Mann ist, spielt die Fahrzeugortung in Echtzeit – auch als Live- und Geotracking bezeichnet – ihre Vorteile im Fuhrparkalltag aus. In der Alltagsroutine zum Beispiel beim Routen-Controlling oder, wenn es hart auf hart kommt, beim Wiederauffinden gestohlener Fahrzeuge.

Kompletter Fuhrpark mit Live- und Geotracking

Andreas Schafflhuber, Firmenchef des gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaubetriebs in Weinheim bei Heidelberg, nutzt das Live- und Geo-Tracking des Berliner Flottensoftware-Anbieters Vimcar seit Frühjahr 2019. „Schon einige Zeit davor haben wir für unsere beiden Pkw elektronische Fahrtenbücher angeschafft“, erklärt Schafflhuber den Start der Zusammenarbeit mit Vimcar. „So sind wir dann auch zum GPS-Tracking gekommen.“

14 Mitarbeiter beschäftigt der Garten- und Landschaftsbaubetrieb, sie sind in acht Nutzfahrzeugen unterwegs zum Kunden, davon vier Pritschenwagen und ein 7,5-Tonnen-Lkw. Der Unternehmensfuhrpark bewegt sich in der Regel im Radius von 25 Kilometern rund um das Unternehmen, und jedes einzelne Fahrzeug ist mit dem Tracking-System ausgestattet.

GPS-Tracking für mehr Transparenz

Andreas Schafflhuber hat sich vor allem für das System entschieden, um die Fahrten seiner Mitarbeiter besser im Blick zu haben. Das optimiere zum einen die Planungs- und Arbeitseffizienz, weil sich die Mitarbeiter bewusst seien, dass eine optimale Routenführung Priorität im Unternehmen besitzt. Zum anderen sieht Schafflhuber das GPS-Tracking auch als unterstützendes Instrument bei der Abrechnung von Aufträgen. „Leistungen bei Privatkunden rechnen wir minutengenau ab“, erklärt der Handwerksunternehmer. „Da dient uns die transparente elektronische Dokumentation im Zweifel auch als Argumentationshilfe vor Kunde.“

Vor der Einführung des Live- und Geo-Trackings hat Schafflhuber seine Mitarbeiter wie gesetzlich vorgeschrieben informiert. Die Reaktionen? „Einwände gab es keine“, sagt er im Rückblick. Andere Vorbereitungen musste er nicht treffen, auch die Vimcar-Hardware konnte er an der die OBD-Schnittstelle der Fahrzeuge selbst anbringen.

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Datenschutzvorgaben einhalten

Auch Felix Schmidt, Vice President Produkt bei Vimcar, hat es bislang nur selten erlebt, dass die Einführung des Live- und Geo-Tracking-Systems am Widerstand der Mitarbeiter scheiterte: „Die meisten verstehen den Nutzen.“ Das Tool an sich entspreche sämtlichen Datenschutzvorgaben, so Schmidt, wichtig sei es aber auch, die entsprechenden organisatorischen Datenschutzvorschriften einzuhalten, zum Beispiel die Informationspflicht. „Wir wissen, dass das Thema Datenschutz in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielt und haben unsere Vertriebs- und Rollout-Prozesse darauf ausgerichtet“, so der Vimcar-Vertreter. „Zum Beispiel bieten wir Leitfäden für Unternehmen mit Betriebsräten an und nehmen auf Wunsch auch an den Gesprächen mit dem Betriebsrat teil.“

Bei Schafflhuber sind die Aufträge in der Regel längerfristig planbar, zum Disponieren kurzfristiger Notfall-Aufträge nutzt er das Live- und Geo-Tracking daher nicht. In anderen Branchen spielt dieser Effekt dagegen eine größere Rolle. Zum Beispiel im Sanitär-Gewerbe, aber auch für Pflegedienste, um nur zwei von vielen Beispielen zu nennen. „Dann lässt sich auf einen Blick erkennen, welches Fahrzeug den Einsatzort am schnellsten erreichen kann“, betont Felix Schmidt.

Schnelles Auffinden nach dem Fahrzeugdiebstahl

Die schnelle und direkte Fahrzeugortung spielt aber auch in einem weiteren Extremfall eine wichtige Rolle – dem Fahrzeugdiebstahl. Denn wird das Auto live lokalisiert, ist eine schnelle Aufklärung und im besten Fall auch Rückholung möglich. Bei Schafflhuber stellte sich dieses Problem bislang zum Glück zwar noch nicht, aber es gibt andere Vimcar-Nutzer, die nach einem Fahrzeugdiebstahl vom System profitierten.

Ein Beispiel ist Stefan Zeltner aus Erbendorf im oberpfälzischen Landkreis Tirschenreuth. Im März 2019 stellten der Vertriebsmitarbeiter und seine Frau morgens plötzlich fest, dass der Dienstwagen nicht mehr dort stand, wo er abends abgestellt wurde. Das Auto war mit dem Live- und Geotracking-Tool von Vimcar ausgerüstet, worüber Zeltner auch die sofort gerufene Polizei informierte. „Die Streifenpolizisten vor Ort maßen dem allerdings zunächst wenig Bedeutung zu“, erinnert sich Zeltner. Aber: „Die wenig später eingeschaltete Kriminalpolizei wurde aber sofort hellhörig, als sie von den GPS-Daten erfuhr.“

Unmittelbarer Datentransfer

Dann ging alles ganz schnell: Nachdem Zeltner um 7:15 Uhr die Polizei über den Diebstahl informierte und gegen 9:45 Uhr die Kriminalpolizei aktiv wurde, erfolgte gegen 12:00 Uhr der Zugriff auf das mittlerweile in Polen befindliche Fahrzeug. Den Standort als letztes Ziel des Fahrzeugs konnte Stefan Zeltner zwar selbst über sein App einsehen, ganz ohne Hilfe von Vimcar ging es aber nicht: „Vimcar hat die Daten inklusive aller Echtzeit-Fahrtdetails an die Polizei übermittelt, das war eine sehr kooperative Zusammenarbeit.“ Voraussetzung dafür: Sein Einverständnis, dass die Polizei auf seine Daten zurückgreifen durfte.

Das Fahrzeug selbst konnte Zeltner nach zehn Tagen auf eigener Achse aus Polen abholen – die Versicherung kümmerte sich nicht um dem Rücktransport, weil nun ja kein Diebstahl mehr vorlag. Für ihn selbst hatte diese Tour auch einen gewissen Abenteuer-Faktor. Denn dass sein gestohlenes Auto in Deutschland von der Fahndungsliste genommen wurde, war klar. Ob diese Information aber auch in Polen und Tschechien, durch das seine Tour ging, angekommen war, nicht so ganz.

Am Ende passierte Stefan Zeltner beide Länder unbehelligt und brachte das durch den Diebstahl im Innenraum beschädigte Fahrzeug zurück an seinen angestammten Standort. Sehr zur Freude seines Fuhrparkleiters: Denn trotz entstandener Innenraumschäden wirkte sich deren Regulierung auf die Schadenquote bei der Versicherung immer noch besser aus als die Komplettregulierung eines gestohlenen Fahrzeugs.

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Andreas Schafflhuber (l.), hier mit einem seiner Mitarbeiter, setzt auf mehr Fuhrpark-Effizienz durch Fahrzeugorting in Echtzeit.
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Noch am Tag des Diebstahls konnte Stefan Zeltner mittels Live- und Geo-Tracking seinen gestohlenen Dienstwagen lokalisieren. 
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