Allrad-TGE mit Pritsche: MAN hat mittlerweile 100.000 Einheiten seines Transporters produziert, jetzt gibt es neue Antriebsalternativen.
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Allrad-TGE mit Pritsche: MAN hat mittlerweile 100.000 Einheiten seines Transporters produziert, jetzt gibt es neue Antriebsalternativen.

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Großer Transporter

MAN TGE: Hier und da optimiert

MAN feiert 100.000 TGE. Für den Transporter gibt es trotzdem nur Detailpflege, mehr Digitalisierung und ein neuer eTGE folgen später.

MAN ist ein Jungspund. Zumindest im Transportergeschäft. Denn so lange sind die Münchner im Segment der aus ihrer Sicht leichten Kastenwagen, Pritschen und Fahrgestelle noch gar nicht unterwegs. Seit 2017 rundet der TGE, ein Zwilling des VW Crafter, das MAN-Portfolio nach unten ab.

100.000 Einheiten seines TGE hat der Schwerlast-Spezialist in den vergangenen sechs Jahren unters Volk gebracht, und es sollen noch mehr werden. 2023 will Daniel Holbein, Head of Sales Van bei MAN Truck & Bus, weiter Gas geben in Sachen Transporter: „Diese Jahr erwarten wir einen erheblichen Sprung beim Absatz und werden damit so viele TGE verkaufen wie niemals zuvor.“ Dafür sorgen einerseits die vollen Orderbücher, so MAN. Aber auch für die Zukunft will man sich in München rüsten und führt deshalb einige neue TGE-Varianten ein – und baut in Zukunft seine digitalen Services aus.

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Neue Antriebskombi für den TGE mit bis zu 3,5 Tonnen

So bietet MAN den TGE mit bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ab sofort auch in der Kombination Hinterradantrieb, Einzelbereifung hinten und Achtgang-Automatik an. Das Ziel dahinter: Den TGE attraktiver zu machen für Aufbauten. Denn, so MAN, durch die neue Kombination erweiterten sich die Aufbau-Möglichkeiten für den TGE in dieser Klasse deutlich. Weil die Lastverteilung von Transportern mit Aufbauten eher auf der Hinterachse liege, verbessere der neue Hinterradantrieb die Traktion deutlich – auch und vor allem bei Anhängerbetrieb.

Seit 2019 lieferte MAN im Jahresschnitt rund 30 Prozent aller TGE mit einem Aufbau aus. Von der neuen TGE-Variante profitieren also nicht nur die externen Aufbaupartner, sondern auch die Münchner selbst. Denn neben den klassischen Kasten bietet MAN Kipper, Koffer, Kombiausbauten, Regalsysteme für Werkstattwagen oder auch Minibusse auch ab Werk an.

Permanenter Allradantrieb im TGE ab Q3/2023

Für den Einsatz im robusteren Gelände führt MAN den TGE noch im Laufe dieses Jahres wieder in einer zweiten Allrad-Variante ein. Derzeit liefert München seinen Allrad-Transporter mit Lamellen-Kupplung auf Basis der frontgetriebenen TGE-Varianten. Das maximale zulässige Gesamtgewicht beträgt 3,5 bis 4,0 Tonnen, die Leistung der Diesel 163 oder 177 PS. Die Achtgang-Automatik ist Serie.

Und da sind wir schon beim ersten Unterschied zum permanenten Allradantrieb, für den MAN die Bestellbücher voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2023 wiedereröffnet. Er wird serienmäßig mit Sechsgang-Handschaltung vom Band laufen, die Achtgang-Automatik kommt als Option. Als Basis dienen die Modelle mit Hinterradantrieb, die Drehmoment-Verteilung wird bei 42 zu 58 Prozent (Front/Heck) liegen. Erhältlich sein wird der permanente Allradantrieb für TGE-Modelle mit 4,0 bis 5,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, unter der Haube werkelt immer der 163-PS-Diesel.

Mittelfristig geplant: Neuer MAN eTGE

Wie gesagt investiert MAN aber auch in die Digitalisierung. Auf die Ergebnisse müssen die Kunden aber noch ein bisschen warten. Erst zum Modelljahr 2025 soll der TGE digital stark aufgerüstet werden. In Planung ist eine komplett neue Can-Bus-Architektur, weshalb nicht nur Digitalinstrumente in einem komplett neuen Armaturenbrett geplant sind, sondern auch Features wie die Smartphone-Integration oder kabelloses Smartphone-Laden sollen möglich werden. Und auch in puncto Fahrerassistenzsysteme wird MAN beim TGE mit der neuen IT-Plattform deutlich nachrüsten. Dazu gesellen sich weitere digitale Fahrerfunktionen wie die „Mobile Fueling“-App zur Tankabrechnung, die allerdings bereits zum Jahresende 2023 ins System eingespielt werden soll. Voraussetzung dafür ist allerdings die Nutzung der MAN-Bezahlplattform „Simple Pay“, die ebenfalls Endes 2023 erstmals in die TGE-Systeme integriert werden soll – via Over-the-Air-Update.

Gedulden müssen sich übrigens auch Interessenten für einen neuen Elektro-Transporter. Seinen aktuellen eTGE will MAN nur noch bis Frühjahr 2024 produzieren. Mittelfristig soll es einen Nachfolger auf komplett neuer Elektro-Plattform geben, der das Angebot der bekannten Diesel-Modelle ergänzen soll. Wann genau der neue eTGE an den Start rollt, dazu äußert sich MAN bislang aber noch nicht.

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