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Mazda CX-30: apart und effizient

Mazdas kompaktes SUV-Coupé kann sich sehen lassen. Der CX-30 gefällt mit sportlich-dynamischem Design – und einer Motorenrevolution unter der Haube.

Inhaltsverzeichnis

Von Esra Tatlises

Mit dem CX-30 feierte Mazda im September gleich zwei Premieren. Erstens kann man den Neuzugang durchaus als erstes SUV-Coupé der Japaner in Europa bezeichnen, außerdem ist er – zusammen mit dem Mazda 3 – das erste Modell, das den neuen Skyactiv-X-Antrieb unter der Haube trägt. Damit haben Mazda-Kunden nun die Wahl zwischen drei SUVs – der rund 4,40 Meter lange CX-30 füllt genau die Lücke zwischen dem Kompakt-SUV CX-3 (4,28 Meter) und dem Mittelklasse-SUV CX-5 (4,55 Meter).

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Für den CX-30-Test hat bfp fuhrpark & management natürlich die neueste Motorisierung genauer unter die Lupe genommen. Für alle, die es genau wissen möchten: den Mazda CX-30 Skyactiv-X 2.0 M Hybrid mit Sechsgangschaltgetriebe. Die Wahl fiel auf den Fronttriebler in der höheren Ausstattung Selection. Technisch und ästhetisch soll der kompakte Kraxler gleich zweifach das Beste aus zwei Welten verbinden: Das Abgasverhalten des Benziners mit der Sparsamkeit des Diesels sowie einen dominanten SUV-Charakter mit der Form eines eleganten Coupés.

Innen und außen ein Hingucker

Optisch beeindruckt der Mazda CX-30 durch die unverkennbare Kodo-Designsprache: Diese drückt sich in schwungvollen Linien aus, die sich von den schmalen Scheinwerfern über die A-Säulen bis in das nach hinten flach abfallende Heck ziehen. Schwarz beplankte Radläufe unterstreichen zusätzlich das sportliche SUV-Temperament. Und die markentypische Schnauze mit dem breiten Kühler rundet den Crossover ebenfalls optisch ab. Insgesamt erinnert der Kraxler an das Kompaktmodell Mazda 3 – und das auch im Interieur: Hochwertige Lederverkleidungen und harmonisch fließende Linien umranden das Cockpit und geben dem Innenraum einen eleganten Touch.

Steuerelemente wie die Rückfahrkamera-Ansicht unter dem Lenkrad oder an der Mittelkonsole ermöglichen eine intuitive Bedienung – und auch Konnektivitätsprobleme am acht Zoll großen Head-up-Monitor gab es mit Apple Carplay keine. Das Eingeben von Navi-Adressen ist dagegen komplizierter: Mazda verzichtet auf Touch-Screen, daher muss jeder einzelne Buchstabe über den Drehknopf an der Mittelkonsole eingegeben werden. Das angenehm weiche Sportlederlenkrad mit vielseitigen Einstellungen, ergonomische Sitze sowie ausreichende Beinfreiheit sorgen auch bei längeren Strecken für Bequemlichkeit. Ein Manko ist die schlechte Sicht nach hinten, denn der Blick durch die sowieso schon kleine Heckscheibe wird durch die Kopfstützen hinten zusätzlich versperrt.

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Dynamisches Fahrgefühl

180 Skyactiv-PS und das dynamische Design lassen natürlich auch auf ein sportliches Fahrwerk schließen. Und straff abgestimmt ist es tatsächlich, was aber auch dazu führt, dass es bei kleinen Unebenheiten auf der Fahrbahn leicht holprig abfedert. Die kurzen Schaltwege und knackigen Gangwechsel des Sechsgang-Handschalters sind hingegen zweifellos gelungen und machen so richtig Spaß. – sowohl auf kurvenreichen Überlandfahrten, als auch im Stadtverkehr zeigt sich der CX-30 wendig und stabil in scharfen Windungen.

Die hohe Zahl an Pferdestärken macht sich beim Beschleunigen allerdings nicht bemerkbar. Dabei markiert der Skyactiv-X die Spitze der CX-30-Motorenpalette. Unter ihm rangieren als Einstiegsvariante der bekannte Skyactiv-G Benziner mit 122 PS, der Diesel Skyactiv-D mit 116 PS und seit Kurzem ein dritter Benziner mit 150 PS.

Mazda betont, der Skyactiv-X-Motor ist weniger auf Leistungsdynamik, sondern vor allem auf Effizienz ausgelegt. Und das funktioniert auch in der Praxis: Der WLTP-Normverbrauch für den Fronttriebler liegt bei 5,9 Litern. Wir fuhren jeweils etwa 40 Prozent in der Stadt und auf der Autobahn sowie den Rest auf Landstraßen und kamen diesem Wert auch praktisch nahe. Ein Wert, den konventionelle Benziner in dieser Leistungsklasse nicht erreichen – schon gar nicht in einem SUV. Sie funktioniert also, die Kombination der sparsamen Kompressionszündung des Diesels und dem Benzinmotor – kurzum: die Diesotto-Technik. Zumal die Mild-Hybrid-Technologie auch im Skyactiv-X-Motor für zusätzliche Sparsamkeit sorgt.

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Erste Wahl: der CX-30 Skyactiv-X

Welchen CX-30 also nehmen? Wer sich, zum Beispiel als Vielfahrer, für einen Diesel interessiert, dem bleibt im CX-30-Programm nur der Griff zum 116-PS-Aggregat. Und schon im Herbst sind wir mit dem CX-30 Skyactiv-G 2.0 M Hybrid auch den 122-PS-Einstiegsbenziner gefahren und würden ihn sofort empfehlen, zumal er dem Spitzenmotor in seiner Leistungsentfaltung praktisch in nichts nachsteht. Als Fronttriebler mit dem – von uns favorisierten – Handschalter startet er ab 20.832 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.).

Allerdings: Mit Blick auf die Preisliste beginnen die Zweifel, ob man nicht doch zum effizienten Skyactiv-X greifen sollte. Denn der Aufpreis für die moderne und innovative Technik hält sich in Grenzen: 2.100 Euro beträgt der Unterschied zwischen Einstiegs- und Spitzenaggregat. Der 150-PS-Benziner ist sogar nur 1.261 Euro günstiger als das Motoren-Topmodell.

Die "Selection"-Ausstattung lohnt sich

Ergo: Wir nehmen den Skyactiv-X. Wie alle anderen Mazda CX-30 kommt er schon serienmäßig mit vielen nützlichen Features: Ausparkhilfe, Spurwechselassistent, adaptiver Tempomat, Voll-LED-Scheinwerfer sowie ein Sport-Lederlenkrad sind ebenso an Bord wie ein Navigationssystem. Der Haken an der Sache: Bis auf Lackalternativen bietet Mazda für die Basis keine Sonderausstattungen an.

Empfehlenswerte Dinge wie die Sitzheizung vorn, eine Zweizonen-Klimaautomatik oder eine Rückfahrkamera gibt es ausschließlich in der höheren Selection-Ausstattung. Um 1.849 Euro erhöht diese den CX-30-Preis, wobei sich die Investition doppelt lohnt: Erstens durch mehr Ausstattung, zweitens durch mehr Flexibilität. Denn nur der CX-30 Selection lässt sich mit weiteren Optionspaketen individualisieren. Je nach Geschmack empfehlenswert: die Metalliclackierung und das sogenannte I-Activesense-Paket mit weiteren Fahrerassistenzsystemen wie

  • 360-Grad-Kamera
  • Aufmerksamkeitsassistent
  • Notbremsassistent hinten
  • Stauassistent oder
  • Frontüberwachung.

Gimmicks, für die sich der Aufpreis von 1.008 Euro auf jeden Fall lohnt.

Der Mazda CX-30 Selection Skyactiv-X 2.0 M Hybrid in der Kurzkritik:

  • Plus:
  • Knackige Sechsgang-Handschaltung sorgt für Fahrspaß
  • Hochwertiges Interieur

Minus:

  • 180 PS kaum spürbar
  • Schlechte Sicht nach hinten

Technische Daten Mazda CX-30 Selection Skyactiv-X 2.0 M Hybrid:

  • Fünfsitziges, fünftüriges Kompakt-SUV
  • Länge/Breite/Höhe in mm: 4.395/1.795/1.540
  • Frontantrieb mit Sechsgang-Schaltgetriebe
  • Antrieb: Benzin (Reihenvierzylinder)
  • Leistung: 132 kW (180 PS)
  • max. Drehmoment: 224 Nm bei 3.000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 204 km/h
  • Beschleunigung 0-100 km/h: 8,5 s
  • WLTP-Normverbrauch: 5,9 l
  • CO2-Emission (Norm): 105 g/km
  • Kofferraumvolumen: 430 l
  • Tankinhalt: 51 l
  • max. Zuladung: 597 kg
  • Preis Testwagen netto: 29.865 Euro

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