Mobilitätsdienstleister

Mehr als nur Autos: Arval passt Geschäftsmodell an

Arval fokussiert sich auf neue Geschäftsfelder. Neben dem Leasing geht es künftig vor allem auch um nachhaltige und vernetzte Mobilität.

Inhaltsverzeichnis

Von Christian Frederik Merten

Alain van Groenendael, CEO des Leasing- und Mobilitätsdienstleisters Arval, hat seinem Team ein klares Ziel vorgegeben. "Wir wollen Marktführer im Bereich nachhaltiger Mobilitätslösungen werden", sagte er am Dienstag im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs vor Journalisten. Wie Arval das erreichen möchte, beschreibt der neue Strategieplan "Arval Beyond", den van Groenendael ebenfalls am Dienstag vorstellte.

Der Plan umfasst zahlreiche quantitative Zielsetzungen rund um die nachhaltige Mobilität bis zum Jahr 2025. So soll der Arval-Leasingbestand bis zu diesem Jahr auf weltweit zwei Millionen Fahrzeuge anwachsen. Ein großer Teil davon, nämlich 500.000 Einheiten, soll auf reine Elektroautos und Plug-in-Hybride entfallen. Der strategische Fokus liege hier allerdings auf den rein batterieelektrischen Autos, so Andrian Cainarean, Head of Mobility Partnerships and Energy Transition bei Arval.

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Vier Kernsäulen des neuen Geschäftsmodells

Aber auch qualitativ haben sich die Franzosen einiges vorgenommen. "Arval Beyond" bedeutet praktisch die komplette Transformation des Geschäftsmodells vom reinen Full-Service-Leasinganbieter hin zum Anbieter für komplette Mobilitätslösungen. Konkret sollen das neue Geschäftsmodell vier Kernsäulen tragen, deren Schlagworte lauten:

  • 360° Mobility
  • Good for you, good for all
  • Connected & flexible
  • Arval Inside

Unter dem Schlagwort 360° Mobility versteht Arval vor allem das Angebot verschiedener Mobilitätslösungen unter einem Dach. Bis 2025 sollen alle Arval-Ländergesellschaften ihren Kunden neben Autos auch E-Bikes, Carsharing, Mikromobilität oder komplett vernetzte "Mobility as a Service"-Lösungen (MaaS) anbieten.

Das Schlagwort "Good for you, good for all" will Arval zum einen mit mehr elektrischen und elektrifizierten Fahrzeugen im Leasingbestand füllen sowie den zugehörigen Services zum Beispiel mit Blick auf die Ladeinfrastruktur. Aber auch darüber hinaus verkörpert dieser Baustein laut Arval-Aussage vor allem einen Beratungsansatz zum Beispiel mit Blick auf die Erhöhung der Fahrsicherheit. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Arval möchte die CO2-Emissionen seiner Flotten zwischen 2020 und 2025 um 30 Prozent senken, zudem soll sich die Gesamtunfallrate um zehn Prozent reduzieren.

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Vernetzte Services für den Arval-Bestand

Wie der Name schon sagt, dreht es sich innerhalb der Säule "Connected & Flexible" um vernetzte und flexible Mobilitätsangebote. Als Beispiele nennt Arval für diesen Bereich die automatische Abrechnung von Parkgebühren, die Fernbuchung der Fahrzeugreinigung oder Sprachassistenzservices. Auch hier ist ein quantitatives Ziel definiert: 80 Prozent des Arval-Bestands soll bis 2025 mit vernetzten Services ausgestattet sein.

Dass all diese Ziele nicht im Alleingang erreicht werden können, verdeutlicht der französische Leasinganbieter von selbst. Unter dem Motto "Arval Inside" setzt der Konzern auf internationale wie lokale Kooperationen, um die neue Unternehmensstrategie auch mit Leben zu füllen.

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