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Foto: Clemens Noll-Velten
Mercedes Benz A 250 e Plug-in-Hybrid als viertürige Stufenhecklimousine 

bfp Fahrtest

Mercedes-Benz A 250 e: Teilzeitstromer in besonderer Form

Wer einen kompakten Mercedes mit E-Antrieb fahren möchte, muss nicht auf den vollelektrischen EQA warten – oder doch? Wir haben uns die Plug-in-Hybrid-Variante der A-Klasse als Stufenhecklimousine genauer angeschaut.

Warten mussten bis vor kurzem allerdings auch die Kunden des A250e, denn der Hersteller kam mit der Auslieferung seines Kompaktklassemodells mit Plug-in-Hybrid-Antrieb kaum hinterher. Die Begehrlichkeit ist immer noch groß, lockt doch eine niedrige Versteuerung des geldwerten Vorteils der privaten Nutzung viele User Chooser an. Aber auch die Beschaffungskosten sind für Fuhrparkmanager durchaus interessant. Kaufprämien von Mercedes-Benz und Staat sowie niedrige Leasingraten sind schon verlockend. Interessant auch der Blick in die Herstellerpreisliste: Die Plug-in-Hybrid-Version der A-Klasse, A 250 e Stufenhecklimousine (Systemleistung  218 PS), kostet inklusive Hersteller-Umweltbonus 28.700 Euro (netto). Das sind zwar gut 3.700 Euro (netto) mehr als das Basismodell A 180 mit 136 PS und Schaltgetriebe, aber je rund 3.100 Euro weniger als der vergleichbare Benziner A 250 (224 PS) und der stärkste Diesel A 220 d mit 190 PS.

A 250 e Stufenheck-Limousine: sportlich elegante Skulptur

Die Entscheidung für eine viertürige Stufenhecklimousine ist auf jeden Fall ein Statement des Fahrers. Waren sie doch bis vor kurzem vor dem Aussterben bedroht und von den Autoherstellern in Deutschland kaum noch angeboten, kann man das im Fall der A-Klasse nicht nachvollziehen. Den Designern ist es gelungen, eine stattliche, sportlich elegante Skulptur zu schaffen, die zu jeder Gelegenheit passt. 4,5 Meter ist unser Testwagen lang und damit 13 cm länger als die Kompaktlimousine, kostet rund 300 Euro mehr und bietet genauso viel Fondraum und bis zu 335 Liter Kofferraumvolumen.

Im Vergleich zum CLA ist die Limousine schon Großraum

Im Innenraum beeindruckt der A 250 e mit großen Bildschirmen und besonders im Dunkeln mit dem mercedestypischen Ambiente-Licht, das beliebig angepasst werden kann. Das Interieur ist elegant-sportlich und erstklassig verarbeitet. Fahrer und Beifahrer sitzen auf den sportlich geschnittenen Sesseln bequem und werden auch bei Kurvenfahrten gut in Position gehalten. Auf der Rückbank haben auch lange Menschen genug Bein- und Kopffreiheit, letztere ist begrenzt auf eine Körpergröße von bis zu 1,85 m Länge. Im Vergleich zum CLA ist das aber schon Großraum.

Die Bedienung des Infotainment-Systems ist intuitiv und geht über Tasten, Touchscreens und die hervorragende Sprachsteuerung leicht von der Hand. Auch die mercedestypische Wahlhebelposition am Lenkrad für die Automatikschaltung hat man schnell verinnerlicht.

Komfortabel ist die Vorklimatisierung vor dem Start des Fahrzeugs, weil A 250 e einen elektrischen Klimakompressor besitzen. Die Vorklimatisierung kann auch bequem über ein Smartphone aktiviert werden.

In der Stadt elektrisch agil

Lenkung und Fahrwerk sind serienmäßig sehr gut abgestimmt. Und auch sportliches Fahren ist damit möglich. Innerorts fährt der A 250 e in der Regel agil elektrisch. Allerdings passt der 1,3-Liter-Turbo-Benziner mit seinen 160 PS nicht zu dem Fahrzeug. Er wirkt ohne das elektrische Aggregat leicht überfordert und zeigt dies durch Aufheulen des Motors. Auch das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe könnte feiner abgestimmt sein. Es kann sich nicht immer für den richtigen Gang entscheiden und korrigiert dann schnell. Das spürt man hauptsächlich beim Einsatz des Benzin-Motors. Mit 1,7 Tonnen ist die A-Klasse Limousine als PHEV kein Leichtgewicht, davon entfallen 150 kg für die Akkus. Auch der Übergang von E-Antrieb auf Verbrennermotor ist deutlich spürbar. Die  Zusammenarbeit beider Motoren klappt hingegen harmonisch und souverän.

Reichweite von 53 Kilometern elektrisch schaffbar

Kombiniert hat Mercedes auch Navigation, Abstandsradar und die automatische Rekuperation. Damit weiß die A-Klasse vorausschauend, wann die Verkehrs- oder Straßensituation ein Verzögern erforderlich macht. Dafür nutzt das Fahrzeug dann den E-Motor als Generator anstelle der konventionellen Bremsen. Die Schaltwippen am Lenkrad ermöglichen zudem fünf verschiedene Rekuperationsstufen. Je nach gewähltem Fahrprogramm startet der A 250 e rein elektrisch und fährt so lange im Elektromodus, bis man das Fahrprogramm wechselt oder so stark aufs Gaspedal tritt, dass der Verbrenner anspringt. 53 Kilometer schafften wir im Schnitt bei frühlingshaften und zum Teil winterlichen Temperaturen. Damit sind Alltagsfahrten, wie die durchschnittliche  Pendlerstrecke, problemlos zu bewältigen. Rein elektrisch verbrauchten wir 18,7 kWh pro 100 Kilometer. Der Benzinmotor gönnt sich 5,6 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer. Trotz des kleinen Tankvolumens (35 Liter) schaffte unser Testwagen rund 500 Kilometer. Als Zugmaschine ist der kompakte Hybride auch geeignet. Die Anhängelast beträgt beachtliche 1.600 kg (gebremst).

Am Schnellader in 30 Minuten auf 80 Prozent geladen

Damit der Plug-In-Antrieb so oft wie möglich genutzt wird, sollten Fuhrparkmanager ihre Carpolicy entsprechend anpassen und das Laden zur Pflicht machen. Serienmäßig kann der A 250 e mit 3,7 kW; 7,4 und 24 kW  laden. Zwar nimmt der A 250 e nur 22 kW am Schnelllader auf, dennoch sind die Akkus in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufgeladen.

An der Wallbox werden die Akkus mit maximal 7,2 kW in 110 Minuten geladen. An der Haushaltssteckdose vergehen hingegen fünfeinhalb Stunden.

Fazit:

Dienstwagenberechtigte, deren Kurzstreckenanteil überwiegt und die regelmäßig Strom tanken, werden mit dem Elektromodus des Mercedes A 250 e viel Freude haben. Reserven verspricht der Benzinmotor, der zwar etwas überfordert wirkt aber zweckmäßig die Reichweite erhöht. Klar ist, dass der Plug-in-Hybrid kein dynamischer Sportler ist. Aber Anschaffungskosten und Betriebskosten von 45 Cent pro Kilometer sowie die Steuervorteile machen die Entscheidung relativ einfach. Ach ja, auch das Umweltgewissen kann formal beruhigt werden. Doch darüber kann man streiten.

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4,5 Meter ist unser Testwagen lang und damit 13 cm länger als die Kompaktlimousine
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Mercedes Benz A 250 e. Die Stufenhecklimousine bietet 335 Liter Kofferraumvolumen.
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Im Innenraum beeindruckt der A 250 e mit großen Bildschirmen und besonders im Dunkeln mit dem mercedestypischen Ambiente-Licht, das beliebig angepasst werden kann. Das Interieur ist elegant-sportlich und erstklassig verarbeitet.
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Fahrer und Beifahrer sitzen auf den sportlich geschnittenen Sesseln bequem und werden auch bei Kurvenfahrten gut in Position gehalten.
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Auf der Rückbank haben auch lange Menschen genug Bein- und Kopffreiheit, letztere ist begrenzt auf eine Körpergröße von bis zu 1,85 m Länge. Im Vergleich zum CLA ist das aber schon Großraum.
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Mercedes Benz A 250e: In der viertürigen Stufenhecklimousine haben auch Kinder in ihren Kindersitzen reichlich Platz.
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Die Entscheidung für eine viertürige Stufenhecklimousine ist auf jeden Fall ein Statement des Fahrers.
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Eine innovative Abgasanlage ermöglicht ein ganz besonders geschicktes Packaging der Batterien: Der Auspuff ist nicht bis ans Fahrzeugende geführt, sondern mündet zentral unter dem Fahrzeugboden, der Endschalldämpfer wurde in den Mitteltunnel gepackt.

Betriebskosten / TCO Mercedes-Benz A 250 e viertürige Stufenhecklimousine

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