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Transporter

Mercedes-Benz Van hat 2018 viel vor

Mercedes-Benz Van verzeichnet zum dritten Mal in Folge ein Rekordjahr. Was plant Daimler für dieses Jahr?

Sabine Neumann

Internethandel, hohe Aktivitäten im Bauwesen und Lieferdienste sorgen für einen enormen Bedarf an Nutzfahrzeugen. Hersteller wie Mercedes-Benz Van profitieren davon: Mit 23.700 Einheiten haben sich allein im dritten Quartal 2017 neun Prozent mehr Kunden für einen Transporter mit Stern entschieden als im Vorjahr. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr die 100.000er-Marke bei den Zulassungen deutlich überschreiten“, freut sich Vertriebschef Jochen Dimter über die durchweg hohe Nachfrage: „Selbst der Sprinter, der 2018 komplett neu auf den Markt kommt, hat bis Ende September mit 31.000 Einheiten schon jetzt den Gesamtabsatz des vergangenen Jahres überschritten.“

Auch V-Klasse und Citan legen zu

Im gleichen Zeitraum haben V-Klasse und Citan um 13 Prozent zugelegt. Dimter ist selbst überrascht, wie sehr die beiden von der Nachfrage im Privatkunden-Sektor profitieren. Gut im Rennen sind auch das Sonderfahrzeuggeschäft (plus 23,5 Prozent) sowie der Gebrauchtwagenmarkt „Junge Sterne“ mit einem Zuwachs um 14 Prozent.

Für 2018 steht die verstärkte Implementierung der Elektromobilität an. Der seit kurzer Zeit für jedermann bestellbare E-Vito war nur der Anfang. Nach und nach soll die gesamte Flotte elektrifiziert werden. Selbst für die X-Klasse schließt Dimter das nicht aus. „Doch wir müssen dem Kunden in diesem Bereich weit mehr bieten als das Auto, wenn wir die Elektrifizierung der Fahrzeuge vorantreiben wollen“, weist der Geschäftsführer auf ein System aus Beratung, Ladeinfrastruktur, Energiemanagement oder der Vernetzung mit anderen E-Auto-Fahrern hin. Auch spezielle digitale Dienste wie eine App, die dem Kunden anhand der realen Fahrdaten einen Vergleich liefert, was die gleiche Tour mit Benzin oder Diesel gekostet hätte, gehört künftig zum Programm.

Was geschieht mit den Daten?

Mehr Daten können Nutzfahrzeugkunden von sofort an selbst mit älteren Sprintern sammeln, die noch nicht serienmäßig für Konnektivitäts- und Flottendienste vorbereitet sind. Im Rahmen des so genannten „Mercedes Pro Connect-Konzepts“ bekommt man beim Händler kostenfrei einen Adapter, der ganz einfach in die OBD-II-Schnittstelle gesteckt wird. Der webbasierte Service verbindet Fuhrparkmanager dann über ein Fahrzeugmanagement-Tool mit allen Fahrzeugen und Fahrern in der Flotte. Dienste wie die Abfrage des Fahrzeugstatus in Echtzeit, ein Wartungsmanagement oder ein digitales Fahrtenbuch erleichtern die alltägliche Arbeit.

Werkstattportal geht an den Start

Die zunehmende Digitalisierung macht aber auch vor dem Handel und den Servicebetrieben nicht halt. Von Januar an geht unter anderem das Van Werkstattportal an den Start. Darüber können Kunden online die Vertragswerkstatt ermitteln, die am besten zum Problem des Fahrzeugs passt, die zu erwartenden Kosten abfragen und auch gleich noch einen Termin ausmachen.

In der Werkstatt angekommen, erfolgt dann die Annahme des Fahrzeugs wesentlich effizienter als bisher. Der Serviceberater fasst sämtliche Angaben sowie die Ergebnisse der Erstuntersuchung des Fahrzeugs in einer digitalen Akte zusammen. Noch muss die Auftragsunterschrift auf Papier erfolgen. Aber auch das soll sich in Kürze ändern.

Was ist der „visible workshop“?

Mit zum Service gehört auf Wunsch – und ohne zusätzliche Kosten – auch der „visible workshop“. Die Servicemitarbeiter filmen wichtige Schritte der Reparatur, dokumentieren zusätzlich anfallende Wartungen ebenfalls per Bild und Ton. Diese Dokumente können dem Kunden inklusive Angebot und Dringlichkeitsempfehlung online übermittelt werden. Er kann so wesentlich einfacher entscheiden, welche Arbeiten durchgeführt werden sollen.

Für Flottenkunden sicher ebenso interessant wie für Privatkunden, sind die geplanten „Van Performance Center“, die ebenfalls 2018 umgesetzt werden sollen. Sie zeichnen sich durch Merkmale wie ausreichend Stellfläche für Zukunfts-Themen oder der Ausstellung „Junge Sterne Transporter“, die Umsetzung des Logistikpartner-Programms, die angesprochenen digitalen Service- und Verkaufsprozesse und eine Integration der E-Mobilität aus. Ein Ort also, an dem die Grundlage für weitere Rekordjahre gelegt werden könnte

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