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Foto: Kia Deutschland
Nur 0,1 Prozentpunkte liegt der drittplatzierte Kia Picanto im Minicar-Vergleich hinter den beiden Restwert-Siegern Hyundai i10 und Renault Twingo.

Wertverlust-Prognose

Minicars: Große Restwert-Schere

Kleinstwagen, auch Minicars genannt, überzeugen oft durch günstige Preise. Aber was hat es mit ihren Restwerten auf sich?

Auch wenn einige Minicars mittlerweile (auch) rein elektrisch vorfahren: Immer strengere Emissionswerte und damit steigende Kosten machen den Kleinstwagen langsam, aber sicher den Garaus. Einige Hersteller halten aber weiter an den kleinen Autos fest, im Fuhrpark spielen sie eine wichtige Rolle zum Beispiel bei Pflegediensten oder Lieferservices im urbanen Raum. Ihre Wendigkeit und meist günstigen Preise sprechen für die Kleinstwagen. Aber wie sieht es mit ihren Restwerten aus? Das haben sich die Prognose-Experten der DAT unter der Maßgabe von 36 Monaten Haltedauer und 30.000 Kilometer Gesamtfahrleistung für uns genauer angeschaut.

Enges Restwert-Spitzenfeld bei den Minicars

Ein interessantes Ergebnis vorweg: Allein auf Basis der Listenpreise berechnet, eilen die Verbrenner den reinen Elektroautos bei den Minicars teils meilenweit davon. Aber dazu später mehr. Beginnen wir zunächst mit dem dichten Siegerfeld: Mit 49,6 Prozent Restwert liegen der Hyundai i10 1.2 und der Renault Twingo SCe 65 auf dem ersten Platz gleichauf. Praktisch keinen Unterschied gibt es zum drittplatzierten Modell, dem i10-Geschwister Kia Picanto 1.2 mit 49,5 Prozent.

Im Mittelfeld der Verbrenner liegen in diesem Vergleich der VW Up!, der weiterhin als Benziner angeboten wird und auf 47,0 Prozent Händlereinkaufswert kommt. Ein Prozentpunkt darunter siedelt sich der Mitsubishi Space Star an. Und dann geht es weiter abwärts: Die Schwestermodelle Citroen C1 und Toyota Aygo kommen auf ähnliche 43,8 und 43,4 Prozent, nur noch knapp über 40 Prozent liegt der Fiat 500 mit Mildhybrid-Antrieb. Und zehn Prozentpunkte unter den Erstplatzierten folgt als letzter Verbrenner in diesem Vergleich der Peugeot 108.

Kleine Stromer nur auf den ersten Blick wenig wertstabil

Nun aber zu den Stromern und den Minicars: Mit höchstens 37,0 Prozent erscheinen die Restwerte von Renault Twingo Electric, dem elektrischen Fiat 500 und Smart EQ Forfour auf den ersten Blick im direkten Vergleich zu den Verbrennern fast desaströs. Aber: Zwar ziehen die staatlichen Förderungen für Elektroautos auch in diesem Fall die Restwerte perspektivisch nach unten. Gleichzeitig bilden aber die Listenpreise die Grundlage für diese Restwert-Prognosen – und die werden derzeit bekanntermaßen durch staatliche Kaufprämien deutlich vermindert.

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Platz 1 mit 49,6 Prozent Händlereinkaufswert: der Renault Twingo SCe 65 Zen.
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Ebenfalls Platz 1 mit 49,6 Prozent Händlereinkaufswert: der Hyundai i10 1.2 Trend.
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Platz 3 mit 49,5 Prozent Händlereinkaufswert: der Kia Picanto 1.2 Spirit.
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Platz 4 mit 47,0 Prozent Händlereinkaufswert: der VW Up! 1.0 Black Style.
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Platz 5 mit 46,0 Prozent Händlereinkaufswert: der Mitsubishi Space Star 1.2 MIVEC Plus.
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Platz 6 mit 43,8 Prozent Händlereinkaufswert: der Citroen C1 VTi 72 Feel.
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Platz 7 mit 43,4 Prozent Händlereinkaufswert: der Toyota Aygo 1.0 VVT-i X-Play.
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Platz 8 mit 40,5 Prozent Händlereinkaufswert: der Fiat 500 1.0 GSE Pop.
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Platz 9 mit 39,7 Prozent Händlereinkaufswert: der Peugeot 108 VTi 72 Active.
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Platz 10 mit 37,0 Prozent Händlereinkaufswert: der Renault Twingo Electric Zen.
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Platz 11 mit 34,3 Prozent Händlereinkaufswert: der elektrische Fiat 500 Action.
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Platz 11 mit 33,5 Prozent Händlereinkaufswert: der Smart EQ Forfour Passion.

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