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Hyundai Kona Hybrid und Ioniq Elektro

Neue attraktive Stromer von Hyundai

Beim Thema Elektromobilität ist Hyundai vorn mit dabei. Ab Oktober ergänzen der neue Kona Hybrid und der überarbeitete Ioniq Elektro die Produktpalette.

Inhaltsverzeichnis

Von Martina Göres

Als Benziner, Diesel und Elektroversion ist der Hyundai Kona bereits erhältlich. Jetzt folgt die Hybridvariante des 4,17 Meter langen Mini-SUV. Und die könnte für Gewerbekunden durchaus interessant sein, liegt sie doch preislich auf dem Niveau des vergleichbaren Diesels und ist ähnlich sparsam.

Hybrid-Technik aus dem Hyundai Ioniq Hybrid

Der 1,6-Liter-Vierzylinder im Hyundai Kona Hybrid mit 105 PS bringt es in Kombination mit dem 44 PS starken Elektromotor auf eine Systemleistung von 141 PS. Die sorgen in dem auch mit Zweifarblackierung erhältlichen, robust gezeichneten Stadt-SUV für ebenso ausreichenden wie unspektakulären Vortrieb.

Der Antriebsstrang mit angenehm sanft schaltendem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe und die 1,56 kWh große Lithium-Polymer-Batterie stammen aus dem größeren Bruder Ioniq Hybrid. Das System unterstützt den fünftürigen Kona Hybrid beim Anfahren und Beschleunigen und sorgt für harmonische Leistungsentfaltung. Rein elektrisch fährt der knapp 1,4 Tonnen schwere Fronttriebler aber nur sehr kurze Strecken. Vor allem in der Stadt und bei niedrigem Landstraßentempo schaltet sich der Verbrenner ab.

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Wenig Verbrauch bei gleich viel Platz

Der Fahrer merkt davon nichts, dem Verbrauch kommt es aber zugute. Den gibt Hyundai mit 4,3 Liter Super an. Unsere erste, längere Ausfahrt bei gemäßigter Fahrweise ergab akzeptable 5,2 Liter. Die Höchstgeschwindigkeit des Kona Hybrid beträgt 160 km/h.

Dank des 2,60 Meter langen Radstands sind die Passagiere im gut verarbeiteten Hybrid-SUV von Hyundai ordentlich untergebracht. Das – klassenübliche - Kofferraumvolumen von 361 bis 1.143 Liter ist durch die platzsparend unter der Rückbank untergebrachten Akkus nicht eingeschränkt. Erwähnenswert ist die niedrige Ladekante, sie liegt bei nur 69,5 Zentimeter. Nach dem Umklappen der im Verhältnis 40:60 teilbaren Rücksitzlehnen ergibt sich eine nahezu ebene Ladefläche.

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Gut ausgestattete Basis

Die gut ausgestattete Basisversion Trend startet bei 22.605 Euro (alle Preise netto zzgl. 19 Prozent Umsatzsteuer). Zum Serienumfang gehören Klimaautomatik, Tempomat (nicht adaptiv), Sitzheizung vorn, Parksensoren hinten und eine Rückfahrkamera. Auch der Spurhalter sowie ein Notbremsassistent, der jetzt nicht nur Fußgänger, sondern auch Radfahrer erkennt, sind immer an Bord.

Metalliclackierung kostet für alle drei Ausstattungslinien 496 Euro Aufpreis. Empfehlenswert ist das verbesserte Radio-Navigationssystem zum Preis von 1.092 Euro, es ist jetzt mit einem neuen, erstmals 10,25 Zoll großen Farbmonitor in der Mittelkonsole kombiniert, der schärfere Bilder liefert als bisher. Das vergleichsweise günstige System bietet neben einer Multi-Bluetooth-Funktion für die gleichzeitige Koppelung von zwei Smartphones auch ein Soundsystem mit acht Lautsprechern.

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Kona über das Smartphone steuern

Neu ist der Telematikdienst Bluelink als Bestandteil des Navigationssystems. Kona-Hybrid-Fahrer können via Bluelink und einer im Apple Appstore und über Google Plus erhältlichen App zahlreiche Funktionen über ihr Smartphone abrufen und steuern, beispielsweise das Fahrzeug ver- oder entriegeln oder ein Fahrtziel an das Navigationssystem senden. Lobenswert: Weil im Fahrzeug eine eigene SIM-Karte installiert ist, wird das Datenvolumen des verbundenen Smartphones nicht belastet. In der Ausstattung Style mit Nebelscheinwerfern, Stoff-Leder-Sitzen, Gepäcknetz und induktiver Smartphone-Ladeschale kostet der Kona Hybrid 23.950 Euro.

Empfehlenswert ist zusätzlich das 798 Euro teure Assistenzpaket mit Totwinkel- und Querverkehrswarner, Parksensoren vorn und Headup-Display. Das Sitzpaket zum gleichen Preis bietet elektrisch verstell- und belüftbare Vordersitze und Sitzheizung auch für die äußeren hinteren Plätze. Es ist aber nur für die höchste Ausstattungslinie Premium (25.799 Euro) erhältlich. Den adaptiven Tempomaten mit Abstandsregelung lässt sich Hyundai generell mit 378 Euro bezahlen.

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Mehr Leistung und Reichweite für den Ioniq Elektro

Während die aufgefrischten Hybrid- und Plugin-Hybrid-Versionen vom Hyundai Ioniq bereits im Handel sind, wird der überarbeitete Ioniq Elektro erst im Oktober nachgereicht. Optisch hat sich an der 4,47 Meter langen, fünftürigen Fließhecklimousine bis auf modifizierte Scheinwerfer kaum etwas geändert.

Technisch hingegen hat der Ioniq Elektro (ab 29.328 Euro) ordentlich aufgerüstet. Die Leistung des Elektromotors, mit dem der ruhige Gleiter nahezu geräuschlos unterwegs ist, wurde von 120 auf 136 PS gesteigert, die Kapazität der Lithium-Polymer-Batterie signifikant von 28 auf 38,3 kWh erhöht. Damit soll der bequeme, komfortabel gefederte Fronttriebler bis zu 378 Kilometer weit kommen, immerhin 100 Kilometer weiter als bisher. Der Stromverbrauch ist mit 11,5 kWh je 100 Kilometer angegeben. Nach WLTP beträgt die Reichweite 311 Kilometer, der Stromverbrauch 13,8 kWh.

80 Prozent Aufladung in unter einer Stunde

An einer Schnellladestation sollen sich die Akkus in weniger als einer Stunde bis zu 80 Prozent aufladen lassen, an einer 4,6-kW-Wallbox mit Typ-2-Kabel, das außer in den zwei höchsten von vier Ausstattungslinien 327 Euro Aufpreis kostet, in acht Stunden. Auch der Ioniq Elektro bekommt das neue Navigationssystem mit hochauflösendem 10,25-Zoll-Touchscreen-Farbmonitor und Bluelink, es ist von der zweiten Ausstattung an (31.302 Euro) an serienmäßig an Bord.

Drei Fragen an Sascha Behmer

Sascha Behmer, Abteilungsleiter Gewerbekunden bei Hyundai Motor Deutschland, zur Elektromobilitätsstrategie von Hyundai und den Potenzialen von Brennstoffzellenfahrzeugen:

Welche Kundengruppen wollen Sie mit Kona Hybrid und Ioniq EV ansprechen?

Die Hyundai Motor Deutschland GmbH richtet beim Flottengeschäft ihren Fokus grundsätzlich auf kleine und mittlere Gewerbekunden aus. Die aktuellen sehr guten Ergebnisse des Jahres mit plus 61 Prozent Steigerung im Vergleich zum Vorjahr belegen, dass wir mit dieser Strategie sehr erfolgreich im deutschen Markt unterwegs sind. Mit unserer äußerst leistungsstarken und attraktiven Modellpalette im Bereich der alternativen Antriebe sprechen wir neben dieser Klientel nun auch vermehrt User-Chooser und größere Fuhrparks mit attraktiven Full-Service-Leasingangeboten an.

Welche Einsatzzwecke sehen Sie für Elektromobilität im Fuhrpark?

Wir bieten als einziger Hersteller aktuell alle alternativen Antriebe in Serie an – von Mildhybrid über Hybrid und Plug-in Hybrid, batterieelektrischen Angeboten bis hin zum Brennstoffzellenfahrzeug. Mit unseren großen Reichweiten und dem sehr ansprechenden Design sind wir eine echte Alternative für User-Chooser in allen Funktionen und auf allen Ebenen. Aber auch als Service-Fahrzeuge sind unsere Modelle mit alternativen Antrieben für alle Einsatzzwecke eine sehr gute Wahl. Und natürlich wird jeder Fahrzeug-Pool einer Firma mit allen unseren Fahrzeugen CO2-ärmer, ohne dabei auf Ausstattung oder Fahrdynamik verzichten zu müssen. Wir erfüllen bereits jetzt die neuen Abgasgrenzwerte. Alle unsere Fahrzeuge sind mit Euro 6d-Temp EVAP-ISC bestellbar.

Welche Entwicklung, welche Chance sehen Sie für Ihr Brennstoffzellenfahrzeug Nexo?

Viele Gewerbekunden suchen eine Alternative zum rein batterieelektrischen Antrieb. Die hohe Reichweite bei kurzen Tankaufenthalten und damit eine Nutzung wie bei einem herkömmlichen Fahrzeug sind wesentliche Merkmale des Hyundai Nexo. Um eine Durchdringung des Marktes mit dieser Technologie zu fördern, engagiert sich Hyundai Motor Deutschland neben dem reinen Vertrieb bei Verbänden und Organisationen – wie zum Beispiel H2Mobility. Die Tankstelleninfrastruktur soll so optimiert werden und der Kundennutzen dadurch deutlich steigen, was die Nachfrage nach dieser Technologie und speziell dem Hyundai Nexo ankurbelt.

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