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50 TDI quattro tiptronic

Neuer Audi A8 im Test: der Sitz(t)!

Audis Edel-Limousine kann im Test in fast allen Belangen überzeugen – nur eine Kleinigkeit im Audi A8 gefällt nicht ganz.

Inhaltsverzeichnis

Von Timo Bürger

Bevorzugen Sie kreisende Bewegungen? Oder wellenartige Massagen? Müssen vielleicht gezielte Regionen an Ihrem Rücken gelockert werden? Sind Lüftung und Klima wohltuend eingestellt?

Bequemer als im Audi A8 kann man wohl kaum sitzen

Ja? – Dann sind Sie wahrscheinlich entspannt wie nie. Aber nein, Sie liegen hier nicht auf einem Wassermassagebett im Spa-Center, sondern Sie sitzen im neuen Audi A8. Und dessen Sitz hat gefühlt mehr Konfigurations- und Wellness-Optionen als das hervorragend klingende Bang & Olufsen Surround 3D Soundsystem (6.500 Euro Aufpreis).

Sollte diese Audio-Investition nicht ganz im Einklang mit der Car Policy eines Fuhrparks stehen, fährt man aber auch mit dem serienmäßigen Audi Sound System (zehn Lautsprecher inklusive Centerspeaker und Subwoofer mit einer Gesamtleistung von 180 Watt) akustisch sehr gut.

Die Kopfstützen sind derart weich gefüttert, dass man als Fahrer aufpassen muss, nicht sogleich ins Reich der Träume abzugleiten. Schick, wenn auch naturgemäß recht fleckenanfällig, sind perlmuttbeigen Bezüge obendrein. Wer derart bequem und entspannt sitzen möchte, muss das Paket mit der sperrigen Bezeichnung Komfort-Individualkontursitz für 3.970 Euro ordern. Und für das Volllederpaket des Fahrzeuges werden 7.510 Euro fällig.

Serienmäßig bietet Audi für Fahrer und Beifahrer den Komfortsitz mit elektrischer Einstellung (8 Wege), Memory-Funktion sowie 4-Wege-Lendenwirbelstütze. Alles in allem steigt man selbst nach einer langen Fahrt aus dem Audi A8 wahrscheinlich relaxter aus als man eingestiegen ist. Und freut sich zudem über die leicht und leise schließenden Türen (Servo-Schließung für 680 Euro Aufpreis), wenn man den Wagen verlässt.

Überzeugender Sechszylinder im Audi A8

An dieser Entspanntheit hat dann auch der drei Liter große Sechszylinder maßgeblich mitgewirkt – er passt bestens zu der Ingolstädter Luxuslimousine. Akustisch sehr zurückhaltend, aber dank 286 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment doch mehr als kraftvoll schiebt er den immerhin gut zwei Tonnen schweren Wagen in 5,9 Sekunden auf Tempo 100. Und das mit mäßig großem Durst: 7,2 Liter im Durschschnitt.

In Verbindung mit der tadellos schaltenden 8-Gang-tiptronic geht der ganze Vorgang so entspannt und souverän vonstatten wie man es von einem Fahrzeug in dieser Preisklasse wohl auch erwarten darf. Aber Achtung bei Tempolimits – schnell verliert man als Fahrer des 48-V-Mild-Hybrid-Fahrzeuges das Gefühl für die wirkliche Geschwindigkeit, so stoisch ruhig geht es (auch dank Akustikverglasung) zu.

Luftfederung ist serienmäßig, Allradlenkung kostet Aufpreis

Einen großen Beitrag zu diesem extrem wohligen Fahrgefühl tragen nicht nur der V6-Diesel, das eingangs beschriebene Wohlfühl-Gestühl, sondern auch das Fahrwerk mit serienmäßiger Luftfederung bei: Es bügelt gefühlt wirklich jede Unebenheit auf dem Asphalt weg.

Eine gute Wahl, auch optisch, sind dabei die 19 Zoll großen Alu-Gussräder, über die der Audi A8 geschmeidig abrollt. Ein Gewinn ist die Dynamik-Allradlenkung zum Aufpreis von 1.950 Euro. Damit lässt sich der 5-Meter-Wagen spielend leicht dirigieren, manch ein Kleinwagen ist sperriger zu handhaben.

Großzügige Platzverhältnisse in der Limousine

Von sperrig zu Sperrgut – wie sieht es mit den Platzverhältnissen aus?

Das Gepäckraumpaket mit 12-Volt-Steckdose, Schirmhalter, Netz an der linken Gepäckraumverkleidung und Ladekantenschutz sowie einer Gepäckspinne, die sich an 4 versenkbaren Verzurr-Ösen befestigen lässt, ist für 160 Euro zu haben.

Die Passagiere im Fond dürfen sich noch über ein besonderes Schmankerl freuen: Auf Wunsch gibt es eine Tablet-ähnliche Rear Seat Remote (Aufpreis 490 Euro), eine Fernsteuerung für die hinteren Insassen. Damit lassen sich auch auf der Rückbank Parameter wie Klima oder Sitzverstellung beeinflussen. Damit auch die Kleinsten sicher sitzen: Die Kindersitzbefestigung Isofix mit Top Tether bietet Audi für die äußeren Fondsitze an.

Recht üppige Serienausstattung

Serienmäßig bietet Audi etliche Systeme zum Grundpreis von 90.600 Euro an: An Komfortdetails offerieren die Ingolstädter beispielsweise die Sitzheizung für beide vorderen Sitze und die äußeren Rücksitze, die Lederausstattung Valetta, das "Ambiente"-Lichtpaket, die elektrisch öffnende/schließende Heckklappe und das Multifunktionslenkrad.

Auch in Sachen Sicherheit sind einige Systeme immer an Bord: Das Assistenzpaket Tour (mit adaptivem Fahr- und Geschwindigkeitsassistenten) und die Anti-Kollisions-Systeme "Audi pre sense basic" und "Audi pre sense Front" beispielsweise.

Reichlich Infotainment-Ausstattung

Am üppigsten ist die Ingolstädter Limousine aber mit Infotainment-Features bestückt: Hier ist serienmäßig vom Virtual Cockpit über die MMI Navigation plus bis zum eingangs bereits erwähnten Musiksystem (plus DVD-Player) fast alles schon an Bord.

Fazit Audi A8: fast fehlerlos

Wenn es überhaupt etwas am Audi A8 zu nörgeln gibt, dann dies: Bei ungünstigen äußeren Lichtverhältnissen lassen sich die Infos im Display schlecht ablesen. Die Fingerabdrücke vom Tippen und Wischen sieht man leider umso stärker. Ansonsten ist der neue Audi A8 ein nahezu perfektes Fahrzeug.

Audi A8

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Klimaanlage ist nicht gleich Klimaanlage

Kühlung ist auch das richtige Stichwort, wenn es um die Klimaanlage geht. Heutzutage ist sie fast immer ein fester Bestandteil der Car-Policy. Unterschiede gibt es jedoch hinsichtlich des Leistungsumfanges. Beispielsweise bietet das Basismodell des Opel Astra (ab 17.550 Euro) eine manuell einstellbare Klimaanlage mit Partikel- und Aktivkohlefilter. Ab der Ausstattungsversion Edition ist dann eine Zwei-Zonen-Klimatisierungsautomatik (390 Euro) erhältlich.

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