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Elektro-Crossover

Neuer Enyaq iV: Elektrisch typisch Skoda

Der Enyaq iV ist Skodas erstes Modell auf Basis des Modularen Elektrobaukastens von Volkswagen. Gleich vorweg: Der Enyaq bleibt ein typischer Skoda.

Inhaltsverzeichnis

Von Christian Frederik Merten

Van, Kombi, SUV - im neuen Skoda Enyaq iV steckt alles ein bisschen. Mit ihrem - lassen wir den Citigo an dieser Stelle mal beiseite - ersten richtigen Elektroauto stellen die Tschechen ein typisches Crossover auf die Räder. Wie VW ID.3 und ID.4 oder künftig der Cupra El-Born basiert auch der Skoda Enyaq auf dem Moularen Elektrobaukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns.

Wer sich den Enyaq das erste Mal anschaut, dem fällt sofort die individuelle Grill-Gestaltung ins Auge. Seine Streben sind auch während der Fahrt vertikal wie horizontal beleuchtet, Skoda nennt diese optional erhältliche Grillvariante mit Bezug auf die böhmische Glasverarbeitungstradition "Crystal Face". Unser Eindruck: Aus manchen Blickwinkeln erinnert dieser Skoda an die Premium-Konkurrenz aus dem Münchner Vierzylinder.

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Schnellladung gegen Aufpreis

In drei Varianten bietet Skoda den zunächst ausschließlich heckgetriebenen Enyaq im ersten Aufschlag an. Der Enyaq iV 50 kommt mit 55 kWh großem Akku und 148 PS, der Enyaq iV 60 mit 62-kWh-Akku und 180 PS. Das vorläufige Spitzenmodell Enyaq iV 80 leistet als Hecktriebler 204, später als Allradler 265 PS. Den Strom bezieht das Topmodell aus einem 82 kWh großen Akku, dessen Energie nach WLTP für bis zu 510 Kilometer reicht. Geplant ist aber auch ein Enyaq iV RS mit 306 PS, was ihn zum leistungsstärksten Serien-Skoda aller Zeiten macht.

Aber wie lange hängt der Enyaq am Stecker? Wer mit serienmäßigen 11 kW und 16 Ampere lädt, braucht in allen Varianten zirka acht Stunden, bis der Akku voll ist. Aber es geht auch schneller: 50 bis 55 Minuten sind es bei der Basis Enyaq iV 50 bei 50-kW-DC-Ladung. Bei den stärkeren Modellen geht es optional noch schneller. Gegen etwa 474 Euro Aufpreis (alle Preise netto zzgl. Ust.) lassen sich beide Varianten am Supercharger füllen. Beim Enyaq iV 80 braucht man für eine Akku-Füllung von null bis 80 Prozent dann etwa 40 Minuten. Im Aufpreis sind dann auch ein Jahr Ionity-Grundgebühr enthalten. Wer auch tatsächlich in diesem Netz lädt, zahlt außerdem nur 15 bis 17 Cent pro Kilowattstunde, die Hälfte des Normaltarifs. Als Normverbrauch nach WLTP gibt Skoda für die 80er-Version 15,5 kWh an.

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Fünf Sitze und viel Platz für Gepäck

Bestellbar ist der Enyaq ab sofort, die ersten Fahrzeuge rollen ab Frühjahr 2021 auf die Straßen. Die Basis gibt es ab 21.138 Euro, die beiden stärkeren Versionen ab 33.491 beziehungsweise 37.888 Euro.

Allen Varianten gemein ist, dass Skoda auch bei seinem Elektroauto traditionelle Markentugenden umgesetzt hat. Zum Beispiel beim Platzangebot: Mit 4,65 Metern ist der Enyaq ein paar Zentimeter kürzer als der aktuelle Octavia Combi, bietet laut Skoda aber so viel Platz wie ein Kodiaq. Mehr als fünf Sitze wird es zwar nicht geben, genug Platz für Gepäck aber allemal: 585 bis 1.711 Liter fasst der Gepäckraum des neuesten Skoda. Wem das nicht reicht, der kann noch bis zu eine Tonne an den Enyaq anhängen, beim Allradler werden es bis zu 1,2 Tonnen sein. Die meisten Kunden, so Skoda, werden die Anhängekupplung aber für die Montage eines Fahrradträgers nutzen.

Kleiner Schwamm für saubere Ladekabel

Und was kann der Enyaq noch? Im Innenraum kommt er serienmäßig mit einem 13-Zoll-Touchscreen. Nur die Fahrer der Basis-Version müssen mit einem Zehn-Zoll-Monitor Vorlieb nehmen. Immer Serie sind dagegen digitale Instrumente. In Sachen Assistenzsystemen gibt es ein Head-up-Display, das seine Informationen direkt auf die Frontscheibe projziert. Ab nächstem Jahr erstmals auch mit Hilfe von Augmented Reality - dann werden Richtungspfeile zum Beispiel direkt auf der Fahrbahn angezeigt. Als praktisches Detail bietet Skoda einen Schwamm an, mit dem sich verschmutzte Ladekabel leicht reinigen lassen.

Übrigens: Flotten- und Gewerbekunden stellen für Skoda auch eine wichtige Enyaq-Zielgruppe dar. Vor allem User-Chooser wollen die Tschechen von ihrem Neuzugang überzeugen.

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