Foto: Peugeot

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Erfreulich unkonventionell

Neuer Peugeot 508 – eine elegante Alternative

Der Franzose überzeugt bei einem ersten Test in vielerlei Hinsicht – und bei der Restwertprognose kommt der Peugeot 508 richtig gut weg.

Von Sabine Neumann

Es ist schon mutig, sich bei der Suche nach einem neuen Dienstwagen im gehobenen Mittelklassesegment bei Importeuren umzusehen. Wirklich ungewöhnlich wird es, wenn es sich dabei auch noch um eine Limousine handelt. Doch mit dem neuen 508 liefert Peugeot von Mitte September an einen durchaus erwägenswerten Grund, neues Terrain zu entdecken.

Peugeot 508: ungewöhnliche Marketing-Maßnahme

Jetzt gehört die Marke nicht unbedingt zu den Herstellern, die mit Premium in Verbindung gebracht werden. Da hilft es auch nichts, dass von den 30.400 Fahrzeugen, die seit Januar diesen Jahres neu zugelassen wurden - plus 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr – fast die Hälfte der Wagen an B2B-Kunden gingen.

Also sah sich Deutschland-Geschäftsführer Steffen Raschig veranlasst, ein Experiment zu wagen: an einem belebten Platz in der Innenstadt hat man einen Peugeot 508 abgestellt. Sämtliche Hinweise auf die Marke wurden zuvor abgeklebt.

"Bei der Befragung der Passanten von welchem Hersteller die Limousine sein könnte, kamen fast ausschließlich die Namen von etablierten Anbietern", freut sich Raschig noch heute über die großen Augen und offen stehenden Münder nach der Aufklärung, welcher Autobauer für die 4,75 Meter lange und coupéhaft geschnittene Limousine verantwortlich zeichnet.

Extravaganz innen wie außen

Nicht zu verhehlen ist, dass sich die Designer bei der Gestaltung des Peugeot 508 an Fahrzeugen wie dem Audi A7, Mercedes CLS, oder dem VW Arteon orientiert haben. Und so wurde eine gleichermaßen elegante wie dynamische Linie für den Viertürer gezeichnet.

Nahezu senkrecht stehende Lichtleisten machen die Front zu einem Hingucker. Die sanft nach hinten abfallende Dachlinie sowie rahmenlose Türen verstärken den Eindruck von Leichtigkeit, während das Heck von hinten fast schon Sportwagencharakter hat.

Klare Linien und ein kleines Lenkrad

Leichtigkeit und Eleganz zeichnen den Innenraum aus. Eine breite Mittelkonsole trennt Fahrer und Beifahrer. Klare Linien und moderne Elemente schaffen eine elegante Atmosphäre. Vor dem Fahrer liegt das mittlerweile für Peugeot typische kleine Lenkrad, das oben und unten abgeflacht ist. Darüber sitzt fast schon wie ein Head-Up-Display das so genannte i-Cockpit mit digitalen Anzeigen der Instrumente.

Mit dem expliziten Anspruch, den Peugeot 508 für Vielfahrer so bequem wie möglich zu machen, haben die Ergonomie-Verantwortlichen die dem Fahrer zugedrehte Bedieneinheit mit dem 12,3-Zoll großen Touchscreen konzipiert. Mit den wie Klaviertasten wirkenden Schaltern erfolgt der Zugriff auf Funktionen wie Klimatisierung, Mediasystem oder Navigation nach kurzer Eingewöhnung nahezu intuitiv. Bedauerlich allerdings, dass sich die Karte nicht im Vollbildmodus darstellen lässt. Die Lautstärke indessen wird über einen klassischen Drehknopf gesteuert. Sehr angenehm.

Die Alltagstauglichkeit passt im Peugeot 508

Die Passagiere reisen auf bequem geschnittenen und guten Seitenhalt gebenden Sitzen, die auf Wunsch in Vollleder mit schicken Nähten bezogen sein können und ab dem Ausstattungsniveau Allure über ein AGR-Siegel verfügen. Trotz des gegenüber dem Vorgänger um acht Zentimeter auf 2,79 Meter verkürzten Radstands mangelt es nicht an Kniefreiheit.

Reisende im Fond mit einer Körpergröße von über 1,85 Metern kommen jedoch aufgrund der abfallenden Coupélinie schnell mit dem Dachhimmel in Kontakt – und müssen auch beim Ein- und Aussteigen auf ihren Kopf achten. Die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung werden allesamt dem Anspruch Peugeots gerecht, die Marke deutlich höher zu positionieren als bisher.

Der Kombi ist beliebter als die Limousine

Wenn sich Kunden bisher für den 508 entschieden haben – seit 2011 waren es rund 24.000 – dann zu über 80 Prozent für den Kombi. Der kommt jedoch erst Anfang 2019 in den Handel. So lange muss man sich damit trösten, dass hinter der langgezogenen, auf Wunsch elektrisch betriebenen (850 Euro) Heckklappe ein Kofferraumvolumen von 487 Litern bereit steht.

Nach dem Umklappen der asymmetrisch geteilten Rücksitzbank erweitert es sich auf 1.537 Liter. Auch wenn es kein wirklich außendiensttypisches Gepäckstück ist: Steffen Raschig verspricht, dass sich ein Fahrrad problemlos einladen lässt.

"Diesel bleibt in der Vertriebsflotte führend"

Überraschend wirkt auf den ersten Blick die Antriebspalette: außer zwei Benzinern, die aus 1,6 Litern Hubraum wahlweise 180 oder 225 PS generieren, stehen insgesamt drei Selbstzünder mit 130, 160 und 180 PS zur Wahl (alle mit Euro 6d-Temp). „In naher Zukunft bleibt der Diesel in der Vertriebsflotte führend“, relativiert der Deutschland-Chef die derzeitige Diskussion.

Erst mit der Einführung des Hybrids im zweiten Halbjahr kommenden Jahres mit 50 Kilometern elektrischer Reichweite wird seines Erachtens der Anteil der HDi auf unter 50 Prozent sinken.

Der Standard-Dieselmotor überzeugt

Bei dem Basisdiesel, einem 1,5-Liter-Direkteinspritzer, vermisst man im Grunde genommen nichts. Das maximale Drehmoment von 300 Newtonmetern liegt bereits bei 1.750 Umdrehungen an. Für ausreichend Durchzug ist somit gesorgt.

Während dieses Aggregat auch als Sechsgang-Handschalter lieferbar ist, kommt bei allen anderen eine Wandlerautomatik mit acht Stufen (2.300 Euro für den HDi130) zum Einsatz. Sie passt mit ihren reibungslosen Übergängen bestens zu der sportlichen Attitüde, die die jeweils leistungsstärksten Triebwerke zeigen.

Spontan, leichtfüßig und laufruhig reagieren die beiden Vierzylinder auf jeden Beschleunigungsbefehl. Den Spritbedarf gibt Peugeot für den PureTech 225 mit 5,6 Litern, den für den BlueHDi 180 mit 4,7 Litern an. Auf ersten bergreichen und von reichlich Tempolimits geprägten Testkilometern zeigt der Bordcomputer jeweils knapp zwei Liter mehr an.

Leichtfüßiger Fahrkomfort im Peugeot 508

Keinerlei Kritik gibt es an dem adaptiven Fahrwerk, das sich auf Knopfdruck strafft. Notwendig ist diese zusätzliche Unterstützung aber nicht. Auch im Normalmodus stimmt das Verhältnis von Härte und Komfort der Federn und Dämpfer in jeder Fahrsituation.

Schnell gefahrene Kurven nimmt der 508 souverän, schlechtere Fahrbahnoberflächen werden erfolgreich weggefiltert. Da auch nahezu jegliche Geräuschkulisse vom Innenraum ferngehalten wird, könnten die Arbeitsbedingungen in diesem rollenden Büro kaum besser sein.

Hoher Restwert für den Franzosen

Design und Funktion sprechen also durchaus dafür, den Mut aufzubringen, sich diesen Franzosen zu entscheiden. Ein weiteres Argument könnte der Einstiegspreis von 34.750 Euro sein. Für den gibt es unter anderem bereits Spurhalteassistent, Tempomat und Klimaautomatik. Auch die Tatsache, dass man den 508 mit allem Luxus ausstatten könnte und immer noch kaum mehr als 55.000 Euro ausgeben würde, ist anziehend.

Mächtig Punkte sammelt der Wagen zudem bei dem von Schwacke prognostizierte Restwert. Der liegt um fünf Prozentpunkte über dem des VW Passat. Das könnte letztlich das entscheidende Zünglein an der Waage bei der Suche nach einem neuen Dienstwagen sein.

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